Badbeleuchtung planen: Spots, Lichtfarbe & perfekte Beleuchtung im Badezimmer
Die richtige Badbeleuchtung sorgt für eine Wohlfühlatmosphäre und dafür, dass man jederzeit genug sieht. Sie unterstützt die täglichen Routinen und macht das Bad zu einem angenehmen Ort. Dabei ist es wichtig, auf feuchtraumsichere Leuchten zu setzen, die auch bei hoher Luftfeuchtigkeit zuverlässig und sicher funktionieren.
Wie beleuchtet man ein Badezimmer richtig? Badbeleuchtung optimal planen
Eine gute Badbeleuchtung entsteht nicht zufällig, sondern durch durchdachte Planung. Wer von Anfang an Funktionen, Lichtarten und Sicherheitsaspekte berücksichtigt, schafft ein Badezimmer, das sowohl praktisch als auch gemütlich ist.
Schritt 1: Funktionen und Zonen im Badezimmer bestimmen
Bevor Leuchten ausgewählt oder Lichtfarben festgelegt werden, sollte klar sein, wie das Badezimmer genutzt wird und welche Bereiche welche Aufgaben erfüllen. Ein Bad besteht aus mehreren Zonen mit unterschiedlichen Anforderungen an die Beleuchtung.
Typische Funktionszonen im Badezimmer und passende Beleuchtung:
Lavabo und Badspiegel: Helles und möglichst schattenfreies Licht ist hier entscheidend. Ideal sind vertikale Leuchten links und rechts vom Spiegel oder eine gleichmässig ausgeleuchtete Spiegelbeleuchtung mit neutralweissem Licht.
Dusche: Eine blendfreie Deckenleuchte sorgt für Sicherheit. Wichtig ist eine für Nassräume geeignete Leuchte mit ausreichender Schutzart.
Badewanne: Für diesen Bereich empfiehlt sich warmweisses, dimmbares Licht. Indirekte Beleuchtung oder Wand- und Deckenspots schaffen eine entspannte Atmosphäre.
WC-Bereich: Eine dezente, aber ausreichende Grundbeleuchtung sorgt für Orientierung und Komfort. Ergänzend kann ein kleines Orientierungslicht für die Nacht sinnvoll sein.
Stauraum und Schränke: Innen- oder Unterbauleuchten erleichtern die Übersicht. Automatisch schaltende Leuchten beim Öffnen der Schranktür erhöhen den Komfort.
Neben den räumlichen Zonen spielen auch die Nutzungsszenarien eine wichtige Rolle. Tätigkeiten wie Schminken oder Rasieren benötigen funktionales, helles Licht, während ein Relax-Bad von gedimmtem, warmem Licht profitiert. Für nächtliche Wege ins Bad empfiehlt sich ein sanftes Nacht- oder Orientierungslicht, das nicht blendet.
Schritt 2: Lichtarten kombinieren (Grund-, Zonen- und Akzentbeleuchtung)
Ein gut beleuchtetes Badezimmer setzt sich nicht aus einer einzelnen Leuchte zusammen, sondern aus dem Zusammenspiel verschiedener Lichtarten. Erst die Kombination aus Grund-, Zonen- und Akzentbeleuchtung sorgt für Funktionalität, Sicherheit und Atmosphäre.
Grundbeleuchtung
Die Grundbeleuchtung stellt die gleichmässige Ausleuchtung des gesamten Badezimmers sicher. Meist übernehmen Deckenleuchten oder Einbauspots diese Aufgabe. Sie sollten hell genug sein, um Orientierung zu bieten, ohne zu blenden. Eine neutral- bis warmweisse Lichtfarbe eignet sich für den täglichen Gebrauch.
Zonenbeleuchtung
Die Zonenbeleuchtung ergänzt die Grundbeleuchtung gezielt dort, wo bestimmte Tätigkeiten stattfinden. Typische Beispiele sind die Spiegelbeleuchtung am Lavabo, Leuchten im Duschbereich oder gezieltes Licht über dem WC. Sie sorgt für bessere Sicht, reduziert Schatten und erhöht den Komfort bei alltäglichen Routinen.
Akzentbeleuchtung
Akzentlicht setzt gestalterische Highlights und schafft Atmosphäre. Indirekte Beleuchtung unter Möbeln, hinter Spiegeln oder in Wandnischen verleiht dem Bad Tiefe und Wohnlichkeit. Besonders in Kombination mit dimmbaren Leuchten lässt sich so eine entspannte Lichtstimmung erzeugen.
Schritt 3: Sicherheitsbereiche und Elektroplanung früh festlegen
Im Badezimmer gelten besondere Anforderungen an Sicherheit und Elektrik. Deshalb sollten Sicherheitsbereiche (Nassraumzonen) und die Elektroplanung bereits in einer frühen Planungsphase berücksichtigt werden – idealerweise noch vor dem Verlegen von Leitungen und dem Setzen von Anschlüssen.
Nassraumzonen
Das Badezimmer wird je nach Nähe zu Wasserquellen wie Dusche oder Badewanne in Zonen eingeteilt. Die Zonen sind bei der Auswahl und Installation elektrischer Betriebsmittel verbindlich zu berücksichtigen. Massgebend ist die aktuelle Niederspannungs-Installations-Norm (NIN) des SEV, insbesondere NIN 7.01 «Räume mit Badewanne oder Dusche».
Zone 0: Innenbereich von Dusche oder Badewanne. Hier sind nur Leuchten mit mindestens IP67 und Schutzkleinspannung (maximal 12 V AC bzw. 30 V DC) zulässig.
Zone 1: Bereich über Dusche oder Badewanne bis 2,25 m Höhe. Die Norm verlangt mindestens IP44. In der Praxis wird IP65 empfohlen.
Zone 2: Anschliessender Bereich ausserhalb von Zone 1, der seitlich an Zone 1 anschliesst und bis 2,25 m Höhe reicht. Mindestens IP44.
IP-Schutzarten beachten
Die Schutzart einer Leuchte gibt an, wie gut sie gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt ist. Massgeblich ist die Zone, in der die Leuchte montiert wird. Grundsätzlich gilt: Je feuchter der Bereich, desto höher sollte die Schutzart gewählt werden.
Elektroplanung frühzeitig durchdenken
Eine vorausschauende Planung der Elektrik erhöht Komfort und Flexibilität im Alltag. Dazu gehören:
getrennte Stromkreise für Grund-, Zonen- und Akzentbeleuchtung
Dimmer, um die Lichtstimmung flexibel anzupassen
Vorbereitung für Smart-Home-Funktionen, wie Szenensteuerung oder zeitabhängiges Licht
Schritt 4: Helligkeit und Anzahl der Leuchten berechnen
Damit das Badezimmer weder zu dunkel noch unangenehm hell wirkt, ist eine passende Beleuchtungsstärke entscheidend. Sie wird in Lux (lx) gemessen und beschreibt, wie viel Licht auf einer Fläche ankommt. Als Orientierung für die Grundbeleuchtung im Bad gelten mindestens 200 lx. Für eine genaue Planung sollten Raumgrösse, Deckenhöhe, Oberflächenfarben und die Leuchtendaten berücksichtigt werden.
Der benötigte Gesamtlichtstrom in Lumen (lm) ergibt sich vereinfacht aus Fläche, Beleuchtungsstärke und Wartungsfaktor. Der Wartungsfaktor liegt üblicherweise bei 0,8.
Die Gesamtlichtmenge sollte auf mehrere Leuchten verteilt werden, anstatt sie mit einer einzigen starken Lichtquelle zu erzeugen. Mehrere Lichtpunkte sorgen für eine gleichmässigere Ausleuchtung, reduzieren harte Schatten und wirken insgesamt angenehmer. Gleichzeitig lassen sich einzelne Bereiche gezielt betonen oder bei Bedarf separat schalten und dimmen.
Häufige Fehler bei der Badbeleuchtung
Die häufigsten Fehler lassen sich in drei Grundkategorien einteilen: zu wenig Licht, die falsche Lichtart am falschen Ort und mangelnde Sicherheit. Typische Fehler im Detail:
1. Planungsfehler
Nur eine zentrale Deckenleuchte: Spiegel, Dusche und Ecken bleiben dunkel; das Bad wirkt klein und ungemütlich
Keine separate Spiegelbeleuchtung: Rasieren oder Schminken erfolgt im Gegenlicht oder mit Schatten im Gesicht
Keine Zonen einplanen: Fehlende Trennung zwischen Allgemeinlicht (Raum), Funktionslicht (Spiegel/Dusche) und Stimmungslicht (Badewanne, Nischen)
2. Falsche Positionierung
Spots direkt über dem Kopf am Spiegel: erzeugen Schatten im Gesicht; besser seitlich oder ringförmig auf Gesichtshöhe
Blendende Strahler: Licht fällt direkt in die Augen oder reflektiert im Spiegel
Lichtquellen zu weit entfernt von Dusche/Wanne: wichtige Bereiche bleiben dunkel
3. Lichtfarbe und Helligkeit
Zu kaltes Licht (> 4'500 K): Raum wirkt steril und ungemütlich
Zu warmes Licht (< 2'700 K) am Spiegel: Farben werden verfälscht, Schminkergebnis ungenau
Schwache Leuchtmittel oder fehlende Dimmbarkeit: keine Flexibilität zwischen Arbeits- und Wohlfühllicht
4. Sicherheits- und Technikfehler
Leuchten ohne passenden IP-Schutz: Risiko in Spritzwasserbereichen (z. B. Dusche)
Billige oder ungeeignete Leuchtmittel: Flackern, schlechte Dimmbarkeit, Farbverfälschung
Zu viele separate Schalter: unpraktisch, statt sinnvoller Szenensteuerung («Spiegel», «Dusche» , «Ambient»)
5. Gestaltung und Atmosphäre
Nur auf Funktion achten: fehlende indirekte oder dekorative Lichtquellen lassen das Bad «nackt» wirken
Leuchtenstil nicht abgestimmt: trotz guter Technik entsteht ein unruhiges, zusammengewürfeltes Bild
Wie viele Lumen benötige ich für ein Badezimmer?
Der Lumenwert (Lichtstrom) gibt an, wie viel Licht eine Leuchte insgesamt abgibt. Zählen Sie alle Leuchten zusammen, erhalten Sie den Gesamtlichtstrom des Bades. Die Beleuchtungsstärke wird dagegen in Lux gemessen, wobei 1 lx = 1 lm/m² entspricht.
Als Orientierung für die Grundbeleuchtung gelten mindestens 200 lx. Ein vereinfachtes Beispiel für ein 10 m² grosses Bad:
Ohne Wartungsfaktor: 200 lx × 10 m² = 2'000 lm
Mit Wartungsfaktor 0,8: 2.000 lm / 0,8 = 2'500 lm
Das Bad benötigt also rund 2'500 lm Gesamtlichtstrom, verteilt auf mehrere Leuchten. Der Wirkungsgrad der Leuchten ist in dieser Vereinfachung nicht berücksichtigt. Er erhöht den nötigen Lichtstrom entsprechend. Dunkle Fliesen und Wandfarben erfordern mehr Licht.
Wie ordne ich Spots im Bad richtig an?
Spots sind ideal, um das Badezimmer funktional zu beleuchten. Richtig platziert vermeiden sie Schatten, Blendung und dunkle Ecken, schaffen aber gleichzeitig gezielt Akzente und Wohlfühlstimmung. Bei der Planung kommt es auf Anzahl, Abstand, Position und Zielbereiche an.
Wie viele Spots pro m² im Badezimmer?
Die Anzahl der Spots lässt sich anhand des benötigten Gesamtlichtstroms und des Lichtstroms pro Spot berechnen:
Anzahl Spots = Gesamtlichtstrom (lm) ÷ Lichtstrom pro Spot (lm)
Beispiel: Bei einem benötigten Gesamtlichtstrom von 2.500 lm und Spots mit jeweils 450 lm ergibt sich eine rechnerische Anzahl von 5,6 Spots. Aufgerundet werden somit 6 Spots benötigt.
Dunkle Bäder oder Bäder mit stark lichtabsorbierenden Fliesen benötigen gegebenenfalls einen höheren Gesamtlichtstrom oder eine engere Anordnung der Spots. Bereiche wie Dusche und Spiegel sollten zusätzlich gezielt beleuchtet werden.
Für eine genaue Planung der Anzahl und Position der Spots sind neben der Badgrösse auch die Deckenhöhe, der Lichtstrom pro Spot und die gewünschte Lichtverteilung zu berücksichtigen. Eine Fachperson kann die Berechnung und optimale Anordnung übernehmen.
Optimale Anordnung von Spots im Bad
Abstand zu Wänden: Um harte Schatten zu vermeiden, sollten Spots nicht direkt an der Wand montiert werden. Ein Abstand von ca. 50 bis 70 cm ist empfehlenswert.
Abstand zueinander: Ein gleichmässiger Abstand sorgt für ein homogenes Licht. In kleinen Bädern beträgt der Abstand meist 1 bis 1,5 m, in grösseren Räumen richtet er sich nach dem Bedarf.
Ausrichtung: Spots, die leicht nach aussen oder zur Wand gerichtet sind, vermeiden Blendung und harte Lichtkanten.
Spots über Dusche, Wanne & WC richtig platzieren
Dusche: Spot mittig über der Duschfläche, nicht direkt über dem Kopf oder in einer Ecke. Die Schutzart richtet sich nach der Zone. Spots über der Duschfläche (Zone 1) benötigen mindestens IP44, praxisüblich wird IP65 gewählt. Leuchten im Innenbereich der Dusche (Zone 0) brauchen IP67 und Schutzkleinspannung.
Badewanne: Spot etwas versetzt platzieren, um Reflexionen auf der Wasseroberfläche zu minimieren. Für den Innenbereich der Wanne gelten dieselben Anforderungen wie in der Dusche (Zone 0). Dimmbare Varianten für stimmungsvolles Licht sind ideal.
WC: Kleine Spotbeleuchtung reicht aus; Fokus auf indirekte oder gedimmte Beleuchtung, um blendfreies Licht zu erzeugen.
Welche Lichtfarbe fürs Badezimmer?
Für das Badezimmer empfiehlt sich eine Kombination aus neutralweissem und warmweissem Licht, um Funktionalität und Atmosphäre optimal zu verbinden. Unterschiedliche Bereiche haben dabei unterschiedliche Anforderungen:
Decken- und Grundbeleuchtung: Circa 4.000 K neutralweiss sorgen für eine gleichmässige, natürliche Ausleuchtung und gute Farbwiedergabe.
Spiegel- und Lavaboleuchten: 4.000 bis 4.500 K neutralweiss ist ideal, damit Hauttöne und Farben klar erscheinen – praktisch für Rasur oder Make-up.
Wanne, Nischen oder Entspannungsbereiche: Warmweisses Licht zwischen 2.700 und 3.000 K schafft eine gemütliche, entspannende Atmosphäre. LED-Strips können dimmbar eingesetzt werden, um abends ein Spa-ähnliches Gefühl zu erzeugen.
Tageszeitabhängige Anpassung: Tagsüber neutralweiss, abends warmweiss und gedimmt – oft reichen diese zwei Lichtfarben, um ein hochwertiges, ruhiges Lichtkonzept umzusetzen.
Dimmbare Leuchten ermöglichen eine flexible Anpassung der Helligkeit an Tageszeit und Stimmung. Leuchten mit verstellbarer Farbtemperatur lassen sich von neutralweiss bis warmweiss umschalten. Dadurch kann die Beleuchtung sowohl funktional als auch gemütlich sein. Über Smart-Home-Systeme können Szenen für den Morgen, den Abend oder den Relax-Modus automatisch gesteuert werden. Dadurch wird das Bad noch komfortabler und lässt sich leicht an unterschiedliche Nutzungssituationen anpassen.
Welche Badbeleuchtung gibt es?
Unterschiedliche Lichtquellen wie Decken- sowie Wandleuchten und Spots einzusetzen, sorgt für eine harmonische und natürliche Ausleuchtung Ihres Badezimmers. Mit dimmbaren Varianten passen Sie die Lichtstärke im Handumdrehen an das Tageslicht und Ihre Stimmung an. Aber welche Gestaltungsmöglichkeiten für die Badbeleuchtung gibt es?
Wandleuchten
Wandleuchten spenden Licht von den Seiten. So vermeiden Sie irritierende Schlagschatten auf dem Spiegel. Sie lassen sich in allen Badbereichen anbringen, etwa neben und über dem Badezimmerspiegel oder über der Tür. Mit einem ansprechenden Design sind sie zudem schöne Hingucker.
Deckenleuchten
Die Deckenleuchte sollte gross genug sein, um alle Bereiche des Badezimmers zu erreichen. Dimmbare Modelle und Varianten mit Farbwechsel eignen sich optimal für eine effektvolle Beleuchtung. Ergänzen Sie die zentrale Leuchte idealerweise mit weiteren Elementen wie Wand- und Spiegelleuchten.
Duschbeleuchtung
Am Morgen kann das Licht nicht hell genug sein, am Abend bevorzugen Sie eine entspannende Beleuchtung? Eine sorgfältig geplante Duschbeleuchtung kann Ihnen beide Wünsche erfüllen, indem die in die Decke integrierten Spots dimmbar sind. Ein Farbwechsel von warm zu kalt macht die Duschbeleuchtung funktional. Denn kaltes Licht ähnelt dem Tageslicht und weckt auf, wohingegen warmes Licht entspannt und Gemütlichkeit ausstrahlt.
LED-Beleuchtung
LED-Leuchten benötigen wenig Energie, sind in verschiedenen Lichtfarben erhältlich und leuchten Räume auf Wunsch sehr hell aus. Zudem wird ihre Haltbarkeit durch häufiges Ein- und Ausschalten nicht beeinträchtigt. Moderne LEDs arbeiten 30.000 Stunden und mehr. Das entspricht bei einem Einsatz von rund drei Stunden am Tag einer Lebensdauer von bis zu 30 Jahren.
Badspiegel mit Beleuchtung
Der beleuchtete Badspiegel erhellt den Bereich über dem Lavabo und vereint Form und Funktion. Die Leuchtmittel sind dabei idealerweise gleichmässig um den Spiegel herum verteilt, um Schatten zu vermeiden. Links und rechts sowie möglichst im oberen Bereich des Spiegels sollte mindestens eine Lampe erstrahlen.
Bodenbeleuchtung
Insbesondere in grosszügigen Räumen sind Bodenleuchten eine effektvolle Möglichkeit, das Bad zu erhellen. Setzen Sie die indirekte Beleuchtung vor der Badewanne oder im Boden der Dusche ein und profitieren Sie von einem blendfreien Licht, das auf Knopfdruck eine harmonische Atmosphäre erzeugt.
Decken-Spots
Moderne Spots in der Decke lösen zunehmend die klassische Deckenleuchte ab. Sie können sie in zwei Varianten einbauen:
Integration in der Decke: besonders praktisch für kleine Räume mit niedrigen Decken
Aufgesetzte oder einstellbare Spots: ideal, wenn eine flexible Lichtausrichtung gewünscht wird. Schwenkbare Spots lassen sich gezielt auf Zonen wie Lavabo, Spiegel oder Dusche ausrichten und kombinieren Grund- mit Zonenbeleuchtung.
Besonders vorteilhaft ist die Kombination mehrerer kleiner Spots: Sie vermeiden Schattenbildung, lassen sich dimmen und erzeugen ein modernes Lichtbild. Ausserdem können sie in Verbindung mit Akzent- oder indirekter Beleuchtung eingesetzt werden, um zusätzliche Tiefe und Atmosphäre im Badezimmer zu schaffen.
Vorschriften für die Bad-Beleuchtung und IP-Schutzarten
In Nassräumen muss die Beleuchtung definierte Anforderungen erfüllen. Ob Ihre Wunschleuchte für den Einsatz im Bad infrage kommt und wenn ja, für welche Bereiche, bestimmt die IP-Schutzart. IP ist die Abkürzung für International Protection und beschreibt, welchen äusseren Einflüssen elektrische Geräte standhalten. Sie umfasst zwei Ziffern. Die erste steht für das Eindringen von Fremdkörpern, die zweite für das Eindringen von Feuchtigkeit. Für das Bad werden drei Schutzarten berücksichtigt.
IP 44: Die Leuchten sind gegen das Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser von mehr als 1 Millimeter sowie gegen Spritzwasser geschützt. Entsprechende Produkte eignen sich im Bad für die Wand- und Deckenmontage.
IP 65: Der Wert 6 besagt, dass die Leuchten staubdicht sind, die 5, dass sie Schutz gegen Strahlwasser bieten. Lichtlösungen mit IP65-Zertifizierung lassen sich in der Dusche einsetzen.
IP 67: Auch hier ist ein Staubschutz gewährleistet. Zudem bieten die Produkte Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen. Bodenleuchten in der Dusche oder eine Badewannenbeleuchtung müssen mindestens mit IP 67 ausgezeichnet sein.
Badezimmerbeleuchtung: Wann muss der Profi ran?
Arbeiten an der Elektroinstallation in Nassräumen unterliegen in der Schweiz strengen gesetzlichen Regelungen gemäss der Niederspannungs-Installationsverordnung (NIV). Laien dürfen Festanschlüsse in Feuchträumen nicht selbst verlegen oder anschliessen. Die Planung und Montage muss durch einen konzessionierten Elektroinstallationsbetrieb erfolgen. Dieser stellt sicher, dass:
die Vorgaben der Niederspannungs-Installationsnorm (NIN) von Electrosuisse und die Weisungen des Eidgenössischen Starkstrominspektorats (ESTI) eingehalten werden,
alle Stromkreise über einen vorschriftsmässigen FI-Schutzschalter abgesichert sind,
die korrekten IP-Schutzarten in den Nasszonen verbaut werden,
der gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsnachweis (SiNa) ausgestellt wird.
Preise für die Badezimmerbeleuchtung in der Schweiz
Einfache Lampen zur Badezimmerbeleuchtung sind bereits für weit unter 100 CHF erhältlich. Luxuriöse Lichtlösungen kosten bis zu 5'000 CHF und mehr. In der folgenden Tabelle finden Sie Preisbeispiele für gängige Lichtlösungen im Bad:
* Die Preise sind Richtwerte zur Orientierung. Stand: 07.10.2026
Preise für die Badbeleuchtung nach Raumgrösse (ohne Einbau)
Kleines Bad (4–6 m²)
Basisbeleuchtung mit Deckenspots und Spiegellicht ca. 80 bis 250 CHF
Komfortlösung mit dimmbaren LED-Strips und hochwertigeren Leuchten ca. 250 bis 600 CHF.
Mittleres Bad (8–10 m²)
Standardlösung mit Spots, Spiegel- und Akzentlicht ca. 180 bis 700 CHF
komfortable Varianten mit Smart-Features und dimmbaren Leuchten ca. 700 bis 1'200 CHF.
Hinweis: Für exakte Angebote inklusive Montage sollte immer ein Fachbetrieb kontaktiert werden.
Badbeleuchtung professionell planen lassen
Die richtige Beleuchtung im Badezimmer ist entscheidend – nicht nur für die Funktionalität, sondern auch für Atmosphäre und Sicherheit. Gerade bei Spiegeln, Duschen oder Badewannen kann eine falsche Lichtverteilung Schatten werfen oder Blendung erzeugen. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, lässt die Badbeleuchtung professionell planen. Experten berücksichtigen dabei Raumgrösse, Position von Spiegeln und sanitären Anlagen, die gewünschte Lichtstimmung sowie energieeffiziente Lösungen.
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Häufig gestellte Fragen
Warmweiss oder Kaltweiss im Badezimmer?
Kaltweisses Licht (über ca. 5.000 Kelvin) ist im Badezimmer meist nicht ideal, da es sehr kühl und ungemütlich wirkt und Hauttöne unnatürlich erscheinen lässt. Am besten ist eine Kombination: Neutralweiss (ca. 4.000–4.500 K) für Decke und Spiegel sorgt für klare Sicht und natürliche Farben bei Rasur oder Make-up. Warmweisses Licht (2.700–3.000 K) eignet sich für die Wanne oder zur Hervorhebung bestimmter Bereiche und schafft abends eine entspannte Spa-Atmosphäre.
Was ist der aktuelle Trend bei der Badezimmerbeleuchtung?
Aktuell im Trend liegen mehrstufige Lichtkonzepte («Layered Lighting») mit Grundlicht, funktionalem Spiegellicht und viel indirekter LED-Beleuchtung, die für eine sanfte Spa-Atmosphäre sorgt. Beliebt sind dimmbare, in den Spiegel integrierte LEDs mit einstellbarer Farbtemperatur sowie minimalistische, flache Leuchten in ruhigen Farben oder warmen Metalltönen. Insgesamt geht der Trend zu wohnlichem, warmem Licht, das oft smart steuerbar ist.
Reicht eine Lampe im Bad aus?
In den meisten Bädern reicht eine einzelne Lampe nicht aus, da verschiedene Lichtaufgaben zu erfüllen sind: Allgemeinlicht, Funktionslicht (Spiegel/Dusche) und Stimmungslicht (Badewanne/Nischen). Ein kombiniertes Konzept aus Deckenlicht, Spiegelbeleuchtung und optionalen LED-Akzenten sorgt für gute Sicht, eine natürliche Farbwiedergabe und eine gemütliche Atmosphäre.