Küchentresen nachrüsten: Diese Möglichkeiten gibt es
Wenn es um die Küchengestaltung geht, gewinnen Küchentheken und Inseln stetig an Beliebtheit. Sie sind eine praktische Verbindung zwischen Wohn- und Esszimmer, bieten weitere Arbeitsfläche sowie Sitzgelegenheiten und sehen zudem toll aus. Ihre Küche ist bereits eingebaut? Dann haben Sie dennoch ein paar Möglichkeiten, um eine Theke nachträglich einzubauen.
Küchentheke nachrüsten: Möglichkeiten im Überblick
Egal, ob Halbinsel, Kochinsel oder Thekenplatte: Eine Küchentheke lässt sich auf unterschiedliche Weise nachrüsten. Welche Variante am besten zu Ihrer Küche passt, hängt vor allem vom vorhandenen Platz, dem gewünschten Nutzen und dem baulichen Aufwand ab.
Für reine Sitz- oder Ablageflächen sind meist Lösungen ohne zusätzliche Anschlüsse ausreichend. Wenn jedoch Kochherd, Spülbecken oder andere Küchentechnik integriert werden sollen, müssen von Anfang an Strom-, Wasser-, Abwasser- und Abluftanschlüsse mitgeplant werden. Auch die Art der Befestigung spielt eine wichtige Rolle. Je nach Variante kommen Konsolen, Wangen, Stützfüsse, Unterschränke oder eine Wandbefestigung infrage.
Thekenaufsatz auf einer bestehenden Kücheninsel
Ist bereits eine Kücheninsel vorhanden, lässt sich eine Theke meist unkompliziert ergänzen. Dafür wird eine zusätzliche Platte aufgesetzt oder seitlich vorgelagert. Die Befestigung kann über Wangen, Konsolen oder Stützfüsse erfolgen.
Wichtig ist ein ausreichender Überstand für die Beinfreiheit. Vor der Montage sollte geprüft werden, ob Platte und Unterschrank das zusätzliche Gewicht tragen können. Für ein einheitliches Gesamtbild kann die Thekenplatte dem Material der Abdeckung entsprechen oder bewusst einen Kontrast setzen.
Küchentheke am Ende einer Küchenzeile
Am offenen Ende einer Küchenzeile kann die Küchenabdeckung verlängert oder eine separate Thekenplatte angebracht werden. So entsteht beispielsweise ein kompakter Frühstücksplatz, ohne dass eine zusätzliche Kücheninsel nötig ist.
Die Befestigung erfolgt je nach Konstruktion am Unterschrank, an einer Seitenwange oder mit zusätzlichen Stützen. Eine durchgehende Abdeckung wirkt besonders einheitlich, während eine separate Thekenplatte mehr Spielraum bei Höhe und Küchenmaterial bietet.
Küchentheke an der Wand
Eine Wandtheke benötigt wenig Platz und kommt ohne Unterbau aus. Die Thekenplatte wird typischerweise mit Konsolen an der Wand befestigt. Je nach Platz und Nutzung sind auch klappbare oder höhenverstellbare Varianten möglich.
Bei der Befestigung muss die Beschaffenheit der Wand berücksichtigt werden. Dübel und Befestigungsmittel müssen zur jeweiligen Wand passen und das Gewicht der Platte sicher tragen.
Freistehende Kücheninsel ohne Anschlüsse
Eine freistehende Kücheninsel kann auch ohne Wasser- oder Stromanschlüsse als zusätzliche Arbeits-, Ablage- oder Sitzfläche dienen. Möglich sind fest eingebaute, modulare oder mobile Modelle auf Rollen.
Bei einer festen Insel sollte auf einen sicheren Stand und ausreichende Kippsicherheit geachtet werden. Ohne Anschlüsse ist der Nachrüstaufwand vergleichsweise gering. Werden dagegen Strom, Wasser, Abwasser, Gas oder Abluft benötigt, wird die Küchenplanung deutlich aufwendiger.
In 4 Schritten eine Küchentheke nachrüsten
Wenn Sie sich in Ihrer Küche einen Tresen wünschen, bedarf es einiger wichtiger Schritte, bis Sie es sich an diesem gemütlich machen können. Überlegen Sie vorab, ob Sie das Projekt lieber mit einer Fachfirma angehen möchten. Ein Schreiner kann Ihnen beispielsweise eine individuelle Theke für Ihre bereits vorhandene Küche anfertigen.
1. Schritt: Küche ausmessen
Als Erstes stellt sich die Frage: Passt eine Theke überhaupt in Ihre Küche? Die optimalen Masse sind abhängig davon, wie Sie Ihren neuen Tresen nutzen möchten. Soll die Theke als zusätzliche Sitzfläche genutzt werden, planen Sie dahinter mindestens einen Meter Platz für die Stühle ein. Soll wie bei einer Kücheninsel ein Kochherd eingebaut werden, ist ein Mindestabstand von 1,20 Metern zwischen Theke und Küchenzeile notwendig. Für noch mehr Bewegungsfreiheit empfehlen wir eher 1,50 Meter.
2. Schritt: Planung und Vorbereitung
Wie soll Ihr Küchentresen aussehen und welche Materialien benötigen Sie dafür? Zunächst müssen alle notwendigen Materialien organisiert werden. Für einen einfachen Küchentresen benötigen Sie in der Regel:
Eine Abdeckung Ihrer Wahl.
Spanholzplatten für den Korpus.
Kleinteile wie Schrauben, Dübel, Winkel, Kantenumleimer und Abdeckkappen.
Werkzeuge wie Akkuschrauber, Bohrmaschine, Kreissäge und Doppelmeter.
Überlegen Sie sich auch die Masse Ihres Küchentresens. Die Tiefe von Küchenabdeckungen beträgt durchschnittlich 60 cm. Wenn Sie an der Theke auch essen möchten, planen Sie bis zu einem Meter Tiefe ein.
Gehen Sie Ihre Einkaufsliste noch einmal mit einer Fachkraft im Baumarkt durch. Hier können Sie alle Teile auch direkt passend zusägen lassen.
3. Schritt: Tresen zusammenbauen
Haben Sie alle Materialien und Werkzeuge zusammen, geht es ans Zusammenbauen. Als Hilfestellung gibt es im Internet verschiedene Vorlagen, die Sie sich kostenlos herunterladen können.
Montieren Sie als Erstes den Korpus. Anschliessend wird die Abdeckung verschraubt. Damit alles schick aussieht, decken Sie zum Schluss die Schraubköpfe ab.
4. Schritt: Küchentresen aufstellen
Nun können Sie Ihren Tresen an der gewünschten Stelle in der Küche aufstellen. Platzieren Sie passende Barhocker vor dem Tresen, befestigen Sie Handtuchhalter an den Seiten oder geniessen Sie einfach etwas mehr Arbeitsfläche beim Kochen. Ihnen sind bei der Kücheneinrichtung keine Grenzen gesetzt.
Ideen & Inspirationen für Küchentheken
Eine Küchentheke kann unterschiedlich genutzt werden und punktet mit mehreren Vorteilen. Auch optisch macht eine Theke in der Küche einiges her und sorgt für einen gewissen Wohlfühlcharakter. Lassen Sie sich durch verschiedene Ideen für Ihre eigene Küchentheke inspirieren.
Küchentheke als Bar
Die wohl beliebteste Möglichkeit ist, die Theke als Sitzgelegenheit zu nutzen. Dabei ist es eine Frage der Raumgrösse, ob Sie diese frei oder an die Küche angeschlossen platzieren. Wichtig ist nur, dass Sie ausreichend Platz im Sitzbereich einplanen, damit die Hocker oder Stühle entspannt vor- und zurückgeschoben werden können.
Küchentheke mit integriertem Regal
Eine weitere praktische und zugleich dekorative Möglichkeit ist es, ein offenes Regal in die Küchentheke zu integrieren. Hier finden Zeitschriften, Kochbücher und Vasen ein hübsches Plätzchen. Dient die Theke gleichzeitig als Sitzgelegenheit, achten Sie auf ausreichend Abstand zwischen Regal und Fussraum.
Küchentheke an einer kleinen Küche
Ein Küchentresen kann auch in einer kleinen Küche zusätzlichen Platz zum Essen oder Arbeiten schaffen, ohne viel Stellfläche zu benötigen. Platzsparend sind schmale Theken am Ende der Küchenzeile oder an der Wand. Klappbare Varianten lassen sich bei Bedarf verstauen.
Küchentheke als Raumteiler
Eine Küchentheke kann Küche und Wohnbereich optisch voneinander trennen, ohne den offenen Charakter des Raumes aufzugeben. Sie gliedert das Zimmer in unterschiedliche Bereiche und schafft gleichzeitig eine zusätzliche Ablage- oder Sitzfläche.
Je nach Ausführung der Wohnküche lässt sich unter der Theke auch Stauraum oder ein Regal integrieren. Eine etwas höhere Thekenplatte kann zudem die Arbeitsfläche der Küche teilweise abschirmen und so für mehr Sichtschutz sorgen.
Küchentheke selber bauen oder Fachfirma beauftragen?
Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich eine Küchentheke selbst nachrüsten. Dies gilt insbesondere für Wandtheken oder zusätzliche Platten an bestehenden Küchenzeilen oder Inseln. Wichtig sind eine stabile Befestigung und eine ausreichende Tragfähigkeit.
Wenn die Theke in eine bestehende Küche integriert werden soll oder wenn Strom-, Wasser- oder andere Anschlüsse erforderlich sind, ist eine Planung durch eine Fachfirma sinnvoll. So können Befestigung, Anschlüsse und die vorhandenen Küchenmöbel fachgerecht aufeinander abgestimmt werden. Aroundhome hilft Ihnen, ein Küchenstudio zu finden, das Ihre Träume Wirklichkeit werden lässt. Füllen Sie einfach den Online-Fragebogen aus und erhalten Empfehlungen für bis zu drei Küchenstudios aus Ihrer Region.
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Häufig gestellte Fragen
Kann man eine Küchentheke nachträglich einbauen?
Ja, eine Küchentheke lässt sich bei vielen Küchen nachträglich ergänzen. Je nach Platz und Konstruktion kann sie an einer Küchenzeile, einer Kücheninsel oder an einer Wand befestigt werden.
Was kostet es in der Schweiz, eine Küchentheke nachzurüsten?
Ein einfacher Anbau an eine vorhandene Theke mit einer Abdeckung aus Kunststoff oder Holzwerkstoff ist ab 500 CHF erhältlich, ein freistehender Küchentresen ab 900 CHF. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von Material, Grösse und dem baulichen Aufwand ab. Durch notwendige Veränderungen an der Küchenzeile kann ein nachträglicher Einbau teurer werden.
Wie hoch sollte eine Küchentheke sein?
Die passende Höhe hängt davon ab, ob die Theke hauptsächlich zum Sitzen oder als Ablage genutzt wird. Für einen bequemen Sitzplatz sollte die Höhe zudem zur gewählten Sitzgelegenheit passen.
Kann ich eine Küchentheke selbst bauen?
Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich eine einfache Küchentheke selbst bauen. Bei schweren Platten, aufwendigen Befestigungen oder zusätzlichen Strom- und Wasseranschlüssen ist es sinnvoll, fachgerechte Unterstützung hinzuzuziehen.
Wie befestigt man einen Thekenaufsatz?
Je nach Konstruktion kann ein Thekenaufsatz mit Konsolen, Wangen oder Stützfüssen befestigt werden. Wichtig sind eine stabile Verbindung und eine ausreichende Tragfähigkeit von Abdeckung und Unterbau.