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Kompakt und modern: So funktioniert eine Gastherme

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Eine Gastherme ist eine Gasheizung, die oftmals an der Wand befestigt ist. Die kompakten Geräte produzieren Warmwasser und Heizwärme und eignen sich für kleine Einfamilienhäuser oder für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Erfahren Sie alles über die Vor- und Nachteile einer Gastherme und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen.

Gastherme
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Was ist eine Gastherme?

Unter dem Begriff Gastherme werden kompakte Heizgeräte verstanden, die meistens wandhängend montiert werden. Hersteller bezeichnen solche Heizungen auch als wandhängende Gasbrennwertgeräte oder Gaswandheizgeräte. Gasthermen sind mit oder ohne integrierten Warmwasserspeicher erhältlich. In der Schweiz müssen Sie beim Ersatz oder Neueinbau einer Gastherme strenge kantonale Energiegesetze beachten. Gemäss den sogenannten Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn) ist die Installation oftmals nur noch in Kombination mit erneuerbaren Energien oder in Ausnahmefällen zulässig.

Wie funktioniert eine Gastherme?

Eine Gastherme erhitzt das Heizwasser für die Heizung und das Warmwasser für den Haushalt durch die Verbrennung von Gas. Besitzt das Gerät keinen integrierten Speicher, wird das Warmwasser direkt und bedarfsgerecht im Durchlaufprinzip erwärmt, sobald ein Wasserhahn geöffnet wird. Im Gegensatz zu einem elektrischen Durchlauferhitzer liefert hier das Gas die eigentliche Wärme. Strom wird lediglich für die Zündung, die Steuerung und die Umwälzpumpe benötigt.

Funktionsweise Gastherme
Eine Gastherme kann sowohl Heizwasser als auch Wasser zum Duschen und Abwaschen erhitzen.

Welche Arten und Begriffe gibt es für Gasthermen?

Kombitherme, Brennwertheizung oder Brennwertkessel - was ist eigentlich was und wie unterscheiden sich die verschiedenen Heizungen voneinander? Für mehr Klarheit sorgt unsere Übersicht:

Gastherme

Der Begriff «Gastherme» ist nicht einheitlich definiert. In der Regel sind damit jedoch kompakte, wandhängende Heizgeräte gemeint, die das Heizwasser und oft auch das Warmwasser erwärmen.

Gasheizung an der Wand hängend.
Eine kompakte Gastherme kann einfach in einem Schrank verschwinden.

Kombitherme

Im Gegensatz zu Systemen mit einem externen Boiler ermöglicht die Kombitherme die Bereitstellung von Warmwasser und Heizwärme in einem einzigen Gerät. Dabei hält sie das erwärmte Wasser jedoch nicht auf Vorrat, sondern erhitzt es je nach Bedarf direkt beim Aufdrehen des Wasserhahns mithilfe eines integrierten Durchlauferhitzers.

Gasbrennwerttherme

Bei älteren Gasheizungen entweicht ein Teil der Energie ungenutzt als heisser Abgasdampf durch den Kamin. Eine Gasbrennwerttherme fängt diese Abgase auf und kühlt sie ab. Dadurch kondensiert der darin enthaltene Wasserdampf und gibt seine Restwärme ab. Diese zusätzliche Wärme wird direkt wieder in das Heizsystem eingespeist. Dank diesem sogenannten Brennwerteffekt arbeiten die Geräte effizienter, verbrauchen weniger Gas und senken den CO₂-Ausstoss. Wenn Sie zusätzlich Biogas nutzen oder die Anlage mit thermischen Sonnenkollektoren kombinieren, heizen Sie noch umweltfreundlicher.

Gasheizkessel

Im Gegensatz zur wandhängenden, kompakten Gastherme ist ein Gasheizkessel in der Regel ein grösseres, bodenstehendes Gerät. Er hat einen höheren eigenen Wasserinhalt und kommt oft in grösseren Mehrfamilienhäusern oder bei älteren Heizungssystemen zum Einsatz. Im Kessel selbst findet die Verbrennung von Gas statt. Umgangssprachlich wird der Begriff «Brennwertkessel» heute oft einfach als Synonym für eine moderne Gasheizung genutzt.

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Welche Montagearten gibt es bei der Gastherme?

Gasthermen werden anhand ihrer Aufstellart unterschieden: am Boden stehend oder an der Wand hängend. Auch die Warmwasserbereitung kann extern oder direkt im Gerät stattfinden.

Wandgeräte

An der Wand hängende Gasthermen haben einen geringen Platzbedarf. Daher eignen sie sich als Etagenheizung oder für Einfamilienhäuser, wenn beispielsweise die Waschküche wenig Platz bietet. Wandhängende Gasheizungen gibt es als reines Heizgerät ohne integrierte Warmwasserbereitung oder als Kombigerät mit integrierter Warmwasserbereitung nach dem Durchlaufprinzip. Letztere sind ideal für Orte, an denen kein externer Speicher installiert werden kann.

Standgeräte

Auf dem Boden stehende Gasheizungen werden auch als Standgeräte bezeichnet. Sie haben eine grössere Leistung und benötigen mehr Platz als Wandgeräte. Häufig werden sie deswegen im Keller oder in Abstellräumen untergebracht. In der Regel arbeiten Standgeräte mit Boilern zusammen.

Kompaktgeräte mit Speicher

Wenn Sie nur wenig Platz zur Verfügung haben, aber einen hohen Warmwasserkomfort wünschen, ist ein Gas-Kompaktgerät ideal. Hierbei werden die Heizung und ein kleiner Boiler in einem einzigen Gehäuse kombiniert. Anders als beim reinen Durchlaufprinzip wird hier stets eine gewisse Menge an Warmwasser direkt im Gerät auf Vorrat gehalten. Dadurch steht beim Aufdrehen des Wasserhahns sofort heisses Wasser zur Verfügung, ohne dass ein grosser, freistehender Speicher im Raum platziert werden muss.

Welche Vor- und Nachteile hat eine Gastherme?

Eine Gastherme benötigt wenig Platz und gilt im Vergleich zu alten Öl- oder Gasheizungen als emissionsarm im Verbrauch. Allerdings ist die Installation nur sinnvoll, wenn Sie bereits einen Gasanschluss vor Ort haben und der Einbau einer neuen Gastherme in Ihrem Kanton erlaubt ist. Beim Heizungsersatz gelten strenge kantonale Vorschriften. Fossile Heizungen wie Gasthermen sind in vielen Fällen verboten bzw. nur in Ausnahmefällen gestattet oder müssen mit einem Mindestanteil an erneuerbaren Energien betrieben werden. Erkundigen Sie sich vor dem Einbau bei Ihrer Gemeinde oder Fachfirma, welche Vorschriften für Sie gelten.

Vorteile

Nachteile

+ geringer Platzbedarf

+ tiefe Anschaffungskosten

+ Warmwasser­versorgung und Heizung möglich

+ bessere CO2-Bilanz als Altgeräte

+ bewährtes, zuverlässiges und langlebiges System

- Gasanschluss nötig

- strenge kantonale Vorschriften

- keine Fördergelder für Gasthermen

- steigende Betriebskosten durch CO₂-Abgabe und Netzentgelte

- schwankende Gaspreise und Abhängigkeit von fossilen Importen

- hoher CO2-Ausstoss im Vergleich zu Wärmepumpen oder Holzheizungen

Wann lohnt sich eine Gastherme?

Eine Gastherme lohnt sich nur, wenn der Einbau in Ihrem Kanton erlaubt ist. Wichtig ist auch, dass Sie bereits über einen Gasanschluss und einen Zugang zum Abgassystem (zum Beispiel einen Kamin) verfügen. Ausserdem ist es von Vorteil, wenn Sie einen relativ niedrigen Wasserverbrauch haben, da Gasthermen grosse Mengen Warmwasser eher ineffizient und mit höheren Temperaturschwankungen bewältigen. Sollten Sie einen hohen Wasserverbrauch haben, kann ein interner oder externer Speicher vorteilhaft sein.

Wann lohnt sich eine Gastherme?

  • Kantonale Vorgaben: Eine Gastherme kommt für Sie nur infrage, wenn der Einbau oder Ersatz gemäss den Energiegesetzen in Ihrem Kanton überhaupt noch zulässig ist.

  • Vorhandene Infrastruktur: Wichtige Grundvoraussetzungen für eine wirtschaftliche Installation sind ein bereits bestehender Gasanschluss sowie ein Zugang zu einem geeigneten Abgassystem, wie beispielsweise einem Kamin.

  • Geringer Platzbedarf: Eine wandhängende Gastherme ist äusserst kompakt und eignet sich sehr gut, wenn im Haus oder in der Wohnung kein Platz für einen grossen Heizraum vorhanden ist.

  • Niedriger Wasserverbrauch: Der Einsatz einer reinen Gastherme ist ideal für Haushalte mit geringem Warmwasserbedarf, da das schnelle Erhitzen grosser Wassermengen im Durchlaufprinzip oft ineffizienter ist und zu Temperaturschwankungen führen kann.

  • Wenn eine Wärmepumpe nicht möglich ist: In Altbauten mit klassischen Radiatoren werden oft hohe Vorlauftemperaturen benötigt. Wenn der Einbau einer Wärmepumpe baulich nicht möglich ist oder sich als ineffizient erweisen würde, kann eine Gastherme eine Alternative sein, da sie mit hohen Vorlauftemperaturen heizt.

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Was kostet eine Gastherme?

Eine Gastherme mit Brennwerttechnik kostet ca. 4'500 bis 6'500 CHF. Einen separaten Boiler erhalten Sie für ca. 2'000 bis 3'500 CHF. Eine Kombitherme erhalten Sie ab ca. 6'000 CHF. Hinzu kommen Montagekosten in Höhe von ca. 2'000 bis 3'000 CHF. Beim Heizungstausch müssen Sie zusätzlich mit ca. 7'000 CHF für die Demontage der alten Heizung, die Kaminsanierung, die Isolation der Rohre, den hydraulischen Abgleich und den Elektroanschluss rechnen. Insgesamt kostet eine neue Heizung mit Gastherme ca. 15'500 bis 20'000 CHF. Damit ist die Gastherme bei den Heizungskosten eine der günstigsten Varianten in der Anschaffung.

Beispiel: Wie viel kostet ein Heizungstausch mit Gastherme?

Kostenpunkt

Durchschnittskosten

Gastherme mit Brennwerttechnik

5'500 CHF

Separater Boiler

3'000 CHF

Montagekosten

2'500 CHF

Demontage der alten Heizung

2'000 CHF

Kaminsanierung

2'500 CHF

Isolation der Rohre

1'000 CHF

Hydraulischer Abgleich

1'000 CHF

Elektroanschluss

500 CHF

Gesamtkosten

18'000 CHF

* Kosten sind Richtwerte zur Orientierung. Stand: September 2026

Wie hoch sind die laufenden Kosten mit einer Gastherme?

Die Höhe der laufenden Kosten hängt vom Wärmebedarf der Immobilie und dem Gaspreis ab. Aktuell liegt der Gaspreis in der Schweiz bei durchschnittlich 14 Rappen pro Kilowattstunde (Quelle: HEV Schweiz, 30.09.2026). Je nach Kanton, Anbieter und Biogas-Anteil kann der Preis aber erheblich variieren.

Für ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern und einem Wärmebedarf von 15'000 kWh würden sich jährliche Energiekosten von 2'100 CHF im Jahr ergeben. Zusätzlich müssen Sie mit Stromkosten von ca. 100 CHF im Jahr für den Betrieb der Gastherme rechnen. Hinzu kommen Wartungskosten von ca. 400 CHF pro Jahr und Kosten für den Kaminfeger von ca. 200 CHF pro Jahr. Insgesamt ergibt das für die Gastherme-Heizung im Beispiel laufende Kosten von 2'800 CHF pro Jahr.

Welche staatlichen Förderungen sind für Gasthermen in der Schweiz möglich?

In der Schweiz erhalten Sie keine Heizungsförderung für den Einbau oder den Ersatz einer fossil betriebenen Gastherme. Im Gegenteil: Viele Kantone schränken den Einbau von reinen Gasheizungen über die kantonalen Energiegesetze mittlerweile stark ein oder verbieten ihn beim Heizungsersatz komplett. Staatliche Zuschüsse, wie das Gebäudeprogramm, erhalten Sie, wenn Sie eine fossile Heizung durch ein Heizsystem auf Basis erneuerbarer Energien ersetzen. In vielen Kantonen gibt es z. B. Fördergelder, wenn Sie Ihre alte Gasheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet eine neue Gastherme?

Die Gastherme selbst kostet etwa 4'500 bis 6'500 CHF. Für einen kompletten Heizungstausch inklusive Boiler, Montage und Nebenarbeiten müssen Sie mit Gesamtkosten von rund 15'500 bis 20'000 CHF rechnen.

Was ist eine Gastherme?

Eine Gastherme ist ein kompaktes, meist wandhängendes Heizgerät, das durch die Verbrennung von Gas das Wasser für die Heizung und oftmals auch das Warmwasser für den Haushalt erhitzt.

Gibt es für eine Gastherme staatliche Förderungen in der Schweiz?

Nein, in der Schweiz gibt es für den Einbau oder Ersatz einer fossilen Gastherme keine staatlichen Förderungen. Fördergelder erhalten Sie nur für Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien, wie eine Wärmepumpe, Pelletheizung oder den Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz.

Was ist eine Gasbrennwerttherme?

Eine Gasbrennwerttherme ist ein besonders effizientes Heizgerät, das nicht nur die direkte Wärme der Gasverbrennung nutzt, sondern zusätzlich die Restwärme aus den heissen Abgasen zurückgewinnt und wieder in das Heizsystem einspeist.

Unsere Autorin Christina Tobias ist als Senior Editor Expertin für die Bereiche Küche und Heizung.
Christina Tobias
Christina Tobias ist seit 2019 bei Aroundhome als Autorin tätig und spezialisiert auf die Themengebiete Heizung und Küche. Mit ihrer langjährigen Erfahrung als Redakteurin bringt Christina ein fundiertes Wissen in diesen Kategorien mit und hat eine Vielzahl an PDF-Ratgebern und Artikeln dazu veröffentlicht.

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