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Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren? Kosten, Vorteile und Förderung 2026

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Wenn Sie eine Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren, erzeugen Sie einen Teil des benötigten Heizstroms selbst und reduzieren Ihren Netzstrombezug. Die Gesamtkosten für ein Komplettsystem aus Wärmepumpe, PV-Anlage und Batteriespeicher liegen in der Schweiz bei etwa 54'000 bis 130'000 CHF. Je nach Kanton und Gemeinde können Sie mit Fördergeldern die Kosten senken.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Wärmepumpe vor Haus mit Solaranlage auf dem Dach vor einem Lavendelbeet und grünem Rasen. Im Hintergrund steht ein Windrad
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Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Warum Wärmepumpe und Photovoltaik so gut zusammenpassen

Eine Wärmepumpe benötigt Strom, um der Umwelt Wärme zu entziehen und diese für Ihr Heizsystem nutzbar zu machen. Doch Strom vom Netzbetreiber kann teuer sein. Zudem handelt es sich dabei nur selten um 100-prozentigen Ökostrom. Wenn Sie dagegen Ihre Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren, können Sie einen Teil des benötigten Stroms mit Ihrem eigenen Solarertrag decken. Damit senken Sie sowohl die CO₂-Emissionen als auch die Betriebskosten der Wärmepumpe.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

  • Kostenersparnis: Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik reduziert Ihre jährlichen Heizkosten deutlich, da selbst erzeugter Solarstrom günstiger ist als Netzstrom.

  • Mehr Unabhängigkeit: Sie machen sich langfristig unabhängiger von steigenden und schwankenden Energiepreisen am Markt.

  • Schnellere Amortisation: Sie nutzen mehr von Ihrem eigenen Solarstrom selbst, wodurch sich die anfänglichen Anschaffungskosten durch die eingesparten Stromkosten deutlich schneller wieder einspielen.

  • Klimaschutz: Sie heizen besonders umweltfreundlich und senken die CO₂-Emissionen Ihres Gebäudes.

  • Kühlung im Sommer: Viele Wärmepumpen können Ihr Haus an heissen Tagen auch kühlen. Da Ihre Solaranlage genau in dieser Zeit den meisten Strom produziert, profitieren Sie im Sommer von einer sehr günstigen Klimatisierung.

  • Wertsteigerung: Durch die Kombination der beiden Systeme bringen Sie Ihr Haus energetisch auf den neuesten Stand. Sie erfüllen aktuelle gesetzliche Vorgaben und steigern den Marktwert Ihres Objekts.

Wie funktioniert die Kombination von Wärmepumpe und Photovoltaik technisch?

  1. Stromerzeugung: Auf die Solarmodule fällt Sonnenlicht, das von den Solarzellen in elektrischen Gleichstrom umgewandelt wird.

  2. Umwandlung: Ein Wechselrichter wandelt diesen Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um, damit Ihre Geräte ihn nutzen können.

  3. Messung und Steuerung: Ein Stromzähler misst, wie viel Strom Ihr Haushalt aktuell verbraucht oder ins Netz einspeist. Ein Energiemanagementsystem gleicht diese Werte mit der Solarstromproduktion ab. Über eine SG-Ready-Schnittstelle kann es der Wärmepumpe Steuersignale senden, zum Beispiel wann zusätzlicher Solarstrom zur Verfügung steht.

  4. Verteilung des Solarstroms: Der Solarstrom deckt zunächst den aktuellen Bedarf im Haushalt. Ein Überschuss kann anschliessend die Wärmepumpe versorgen. Verbleibender Strom lädt den Batteriespeicher. Ist dieser voll, wird der weitere Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist. Wenn die Photovoltaikanlage nicht genug Strom produziert, bezieht die Wärmepumpe die fehlende Energie aus dem Batteriespeicher oder dem Stromnetz.

  5. Wärmepumpen-Funktion: Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich oder Wasser) Wärme. Ein Kältemittel nimmt diese Wärme auf und verdampft dabei. Der elektrisch betriebene Verdichter erhöht anschliessend den Druck und die Temperatur des Kältemittels auf das für die Heizung erforderliche Niveau.

  6. Wärmeverteilung: Die gewonnene Wärme wird an das Heizungswasser abgegeben und über Radiatoren, eine Fussboden- oder Wandheizung im Gebäude verteilt. Ein Pufferspeicher kann die erzeugte Wärme zwischenspeichern, ist aber nicht in jedem System erforderlich.

Ein Haus mit einer Photovoltaik-Wärmepumpen-Kombination und Solarspeicher
PV-Anlage, Wärmepumpe, Speicher und Haushaltsgeräte werden über ein Energiemanagementsystem gesteuert.

Welche Wärmepumpentypen passen am besten zur PV-Anlage?

Technisch gesehen können Sie jede elektrisch angetriebene Wärmepumpe mit Solarstrom versorgen. Wie hoch Ihre Ersparnis am Ende tatsächlich ausfällt, hängt von der Effizienz der Wärmepumpe ab. Je geringer der Gesamtstrombedarf ist, desto höher ist der Anteil an günstigem Solarstrom und desto weniger Netzstrom muss hinzugekauft werden.

Welcher Wärmepumpentyp für Sie infrage kommt, hängt vor allem von den örtlichen Gegebenheiten und dem vorhandenen Heizsystem ab.

Wärmepumpentyp

PV-Eignung

Wichtigste Voraussetzungen

Luft-Wasser-Wärmepumpe

hoch

Optimaler Standort für Wärmepumpe vorm Haus (Lärmschutz und Abstände beachten)

• Ausreichend grosse Radiatoren oder Fussbodenheizung

Sole-Wasser-Wärmepumpe

sehr hoch

• Grosse unversiegelte Fläche für Erdkollektoren oder Platz für Tiefenbohrung

• Geologische Eignung und behördliche Bewilligung

• Grosse Radiatoren oder Fussbodenheizung

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

hoch

• Ausreichend Grundwasser in geeigneter Qualität

• Strenge wasserrechtliche Bewilligung

• Platz für das Bohren von zwei Brunnen

Luft-Luft-Wärmepumpe

mittel

• Sehr gute Isolation

• Integriertes Lüftungssystem im Haus

• Separates System für Warmwasser nötig


So erkennen Sie die Effizienz der Wärmepumpe

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist die wichtigste Kennzahl für die Effizienz einer Wärmepumpe im realen Betrieb. Sie zeigt das Verhältnis zwischen eingesetztem Strom und erzeugter Heizwärme über ein ganzes Jahr.

Beispiel JAZ 3.5: Aus 1 kWh Strom erzeugt die Anlage 3.5 kWh Heizwärme. Die restlichen 2.5 kWh gewinnt sie als kostenlose Energie aus der Umwelt.

Faustregel: Je höher die JAZ, desto weniger Strom verbraucht die Wärmepumpe – und desto grösser ist der Anteil, den Sie mit Ihrem eigenen Solarstrom abdecken können.

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Planung: Wie gross muss eine Photovoltaikanlage sein, um eine Wärmepumpe zu betreiben?

Eine Photovoltaikanlage sollte gross genug sein, um den bisherigen Strombedarf zu decken und zusätzlichen Strom für den Verbrauch der Wärmepumpe zu bieten. Ein gängiger Praxiswert für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe ist eine PV-Anlage mit ca. 10 bis 16 kWp Leistung. Die tatsächlich erforderliche Grösse Ihrer PV-Anlage hängt jedoch immer vom individuellen Strombedarf Ihres Haushalts, der Heizlast des Gebäudes und dem Stromverbrauch der Wärmepumpe ab. Daher sollte die Grösse der Photovoltaikanlage von Ihrer Fachfirma ermittelt werden.

Grobe Richtwerte für einen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus:

  • Ohne Wärmepumpe: PV-Anlage mit ca. 5 bis 10 kWp Leistung

  • Mit Wärmepumpe: PV-Anlage mit ca. 10 bis 16 kWp Leistung

  • Mit Wärmepumpe und E-Auto: PV-Anlage mit ca. 16 bis 21 kWp Leistung

Die richtige Grösse der PV-Anlage für eine Wärmepumpe berechnen

Die Anlagengrösse richtet sich nach Ihrem gesamten Strombedarf. Eine bewährte Faustformel zur Berechnung der Solaranlagengrösse lautet:

Jährlicher Stromverbrauch (in kWh) × 2 ÷ 1'000 = empfohlene Anlagenleistung in kWp.

Beispiel: Liegt Ihr Gesamtverbrauch für Haushalt und Wärmepumpe bei 8'000 kWh im Jahr, rechnen Sie: 8'000 × 2 ÷ 1'000. Die empfohlene Anlagengrösse liegt in diesem Fall bei etwa 16 kWp.

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Richtwerte für den Leistungs- und Platzbedarf einer Solaranlage:

Jährlicher Strombedarf

Erforderliche PV-Zusatzleistung

Benötigte Dachfläche*

Haushalt (4 Personen)

ca. 4'000 kWh

8 kWp

ca. 40 m²

+ Wärmepumpe

+ 4'000 kWh

+ 8 kWp (insgesamt 16 kWp)

+ ca. 40 m²

+ E-Auto

+ 2'500 kWh

+ 5 kWp (insgesamt 21 kWp)

+ ca. 25 m²

* Die Richtwerte basieren auf modernen Solarmodulen mit einer Leistung von ca. 400 bis 450 Watt Peak, die jeweils rund 2 m² Dachfläche benötigen. In der Praxis sollten Sie die Werte immer individuell bestimmen lassen.

Einfamilienhaus aus Holz mit großer Solaranlage auf dem Dach
Wenn Sie durch die Wärmepumpe einen hohen Eigenverbrauch haben, kann es sich lohnen, die ganze Dachfläche für PV zu nutzen.

Welcher Speicher passt zur Kombination Wärmepumpe + PV?

Ein Batteriespeicher ist ideal, um den Solarstrom vom Tag für die abendlichen Stunden nutzbar zu machen. Er kann jedoch nicht den Ertrag des Sommers bis in den Winter speichern. Der Speicher sollte nicht zu gross gewählt werden, sondern passend zum Bedarf. Denn wenn er im Winter nicht voll wird, arbeitet er unwirtschaftlich.

  • Die Faustregel: Pro 1'000 kWh Jahresstromverbrauch (Haushalt + Wärmepumpe) reicht etwa 1 kWh Speicherkapazität.

  • Beispiel: Verbrauchen Sie jährlich 4'000 kWh Haushaltsstrom und zusätzlich 4'000 kWh für die Wärmepumpe, liegt Ihr Gesamtverbrauch bei 8'000 kWh. In diesem Fall ist ein Stromspeicher mit etwa 8 kWh Kapazität die richtige Wahl.

  • Der Praxiswert: Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe ist ein Heimspeicher mit 5 bis 10 kWh in vielen Fällen optimal dimensioniert. Ihre Fachfirma ermittelt für Sie den richtigen Wert.

Smart-Grid-Steuerung: Die Wärmepumpe intelligenter betreiben

Ein Energiemanagementsystem (EMS) stimmt PV-Anlage, Hausverbrauch und Wärmepumpe optimal aufeinander ab. Über eine sogenannte „Smart Grid Ready“-Schnittstelle (SG-Ready) signalisiert das EMS der Wärmepumpe, wenn gerade eigener Solarstrom zur Verfügung steht. Die Wärmepumpe nutzt diesen Strom dann, um auf Vorrat Wärme zu erzeugen und im Pufferspeicher zwischenzuspeichern.

Checkliste: Das müssen Sie vor der Installation klären

  • Eignung des Dachs: Gibt es ausreichend grosse, möglichst unverschattete Flächen für die geplante Solaranlage? Eignet sich die Dachausrichtung für Photovoltaik?

  • Heizung und Gebäude: Kommt Ihr Haus mit einer tiefen Vorlauftemperatur aus? Eine gute Dämmung und ausreichend grosse Heizflächen verbessern die Effizienz der Wärmepumpe.

  • Zählerplatz: Ist der vorhandene Zählerplatz für Photovoltaikanlage, Wärmepumpe und die erforderliche Messtechnik geeignet? Das sollte ein Elektrofachbetrieb prüfen.

  • Aufstellort und Bewilligungen: Gibt es für die Ausseneinheit einer Luftwärmepumpe einen geeigneten Platz, der Abstands- und Schallschutzanforderungen erfüllt? Für Grundwasser- und Erdwärmepumpen müssen die Voraussetzungen auf dem Grundstück, Bewilligungen sowie kantonale Bestimmungen geprüft werden.

Was kostet eine Wärmepumpe mit Photovoltaik in der Schweiz?

Die Kosten für eine Wärmepumpe mit Photovoltaik und Speicher liegen ohne Förderung zwischen 54'000 und 130'000 CHF, abhängig von Systemtyp, Anlagengrösse und Ausstattung. Mit kantonalen und kommunalen Heizungsförderungen sowie der Einmalvergütung (KLEIV) für die PV-Anlage lassen sich die Investitionskosten spürbar senken.

Was kostet eine PV-Anlage für die Wärmepumpe?

Die Anschaffungskosten einer Photovoltaikanlage für eine Wärmepumpe hängen massgeblich von der installierten Leistung (in kWp) ab. Im Durchschnitt kostet eine Solaranlage in der Schweiz zwischen 2'400 und 2'600 CHF pro kWp. Je grösser die Anlage, desto tiefer fallen die Kosten pro Kilowatt-Peak (kWp).

Anlage

Empfohlene PV-Leistung

Durchschnittliche Kosten für PV-Anlage*

ohne Wärmepumpe

5 - 10 kWp

12'000 - 26'000 CHF

mit Wärmepumpe

10 - 16 kWp

24'000 - 40'000 CHF

mit Wärmepumpe und E-Auto

16 - 21 kWp

38'000 - 52'000 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

Was kostet eine Wärmepumpe in der Schweiz?

Die Gesamtkosten der Heizung setzen sich aus den Anschaffungskosten der Wärmepumpe, den Installationsarbeiten sowie der Erschliessung der jeweiligen Wärmequelle zusammen.

Wärmepumpentyp

Gesamtkosten (vor Förderung)*

Luft-Wasser-Wärmepumpe

ca. 30'000 - 45'000 CHF

Sole-Wasser-Wärmepumpe

ca. 45'000 - 70'000 CHF

Wasser-Wasser-Wärmepumpe

ca. 50'000 - 75'000 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

Zusatzkosten: Batteriespeicher, Smart-Home-Steuerung und Installation

Für ein optimal vernetztes Gesamtsystem fallen mehrere Komponenten an:

  • Batteriespeicher: Ein Stromspeicher kostet je nach Grösse im Schnitt zwischen 5'000 und 11'000 CHF. Bei Speichergrössen von 5 bis 10 kWh liegt der Preis pro kWh Kapazität bei ca. 700 bis 1'400 CHF.

  • Smart-Home-Steuerung / EMS: Ein übergeordnetes Energiemanagementsystem zur optimierten Eigenverbrauchssteuerung kostet etwa 1'000 bis 1'500 CHF.

  • Zählerschrank und Elektroinstallation: Bei nachträglichem Einbau oder Anpassungen am Zählerschrank und der Hausinstallation für Wärmepumpe und Solaranlage fallen meist 1'500 bis 3'700 CHF an.

Gesamtkosten: Wärmepumpe mit Photovoltaik – Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus

Für einen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer passenden PV-Anlage mit 12 kWp ergibt sich folgende Rechnung:

Komponente

Kosten* für Wärmepumpe mit PV

Luft-Wasser-Wärmepumpe (inkl. Montage)

30'000 – 45'000 CHF

PV-Anlage (12 kWp)

24'000 – 26'000 CHF

Batteriespeicher (8 kWh)

7'000 – 9'000 CHF

Smarte Steuerung und Zählerschrank

2'500 – 5'200 CHF

Gesamtkosten vor Förderung

63'500 – 85'200 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Stand: September 2026

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Förderung für Wärmepumpe mit Photovoltaik in der Schweiz 2026

Wer in der Schweiz in eine Wärmepumpe und eine Photovoltaikanlage investiert, profitiert von attraktiven Fördergeldern von Bund, Kantonen und Gemeinden sowie von steuerlichen Abzügen. Die wichtigsten Anlaufstellen sind die Pronovo AG für die schweizweite Solarförderung und die kantonalen Energieämter im Rahmen des nationalen Gebäudeprogramms für den Heizungsersatz. Zudem erhalten Sie von Ihrem lokalen Elektrizitätswerk eine Rückliefervergütung für überschüssigen Solarstrom.

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Fördertöpfe für 2026 auf einen Blick:

Förderung

Details

Konditionen

Das Gebäudeprogramm (Wärmepumpe)

Kantonaler Investitionszuschuss für den Ersatz einer bestehenden Öl-, Gas- oder Elektroheizung durch eine klimafreundliche Wärmepumpe.

• Fester Grundbeitrag plus Leistungsbeitrag (CHF pro kW)

• Beiträge variieren stark je nach Kanton (z. B. 2'800 bis über 10'000 CHF im Einfamilienhaus)

Pronovo (KLEIV / GREIV)

Einmalvergütung (EIV) des Bundes für Photovoltaikanlagen. KLEIV für Anlagen unter 100 kWp, GREIV für Grossanlagen ab 100 kWp.

• Deckt höchstens 30 % der Investitionskosten einer Referenzanlage ab

• Auszahlung erfolgt mehrwertsteuerfrei

Kantonale und Kommunale Zusatzförderprogramme

Viele Kantone und Städte bieten regionale Zuschüsse, z. B. für Stromspeicher, Erdsondenbohrungen, Energieberatungen oder die Wärmeverteilung.

• Konditionen sind ortsabhängig

• Eine Übersicht finden Sie über die Suchmaschine Energiefranken

Rückliefervergütung

Vergütung für selbst erzeugten Solarstrom, der nicht selbst verbraucht, sondern ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

• Richtet sich nach dem vierteljährlich gemittelten Marktpreis

• Minimalvergütung für Anlagen unter 150 kW

Steuerliche Vorteile für Wärmepumpe und Photovoltaik in der Schweiz nutzen

  • Steuerabzug: Energetische Investitionen wie eine Wärmepumpe oder Photovoltaikanlage können bei bestehenden Liegenschaften steuerlich abzugsfähig sein. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Kanton. Auch Rückbaukosten der alten Heizung können unter bestimmten Voraussetzungen abzugsfähig sein.

  • Förderbeiträge berücksichtigen: Fördergelder müssen von den abzugsfähigen Kosten abgezogen werden. Ab 2029 entfällt der Abzug bei der direkten Bundessteuer für selbst genutztes Wohneigentum; die Kantone können eigene Regelungen weiterführen.

Wie viel bleibt nach der Förderung übrig? – Ein Rechenbeispiel

Die Förderhöhe variiert je nach Wohnort stark, da jeder Kanton die Beiträge des Gebäudeprogramms individuell festlegt. Die folgende Modellrechnung veranschaulicht, wie hoch Ihr Eigenanteil vor steuerlichen Abzügen bei einem typischen Projekt im Einfamilienhaus ausfallen kann.

Wir nehmen als Beispiel eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (15 kW Leistung) und eine Photovoltaikanlage (12 kWp) in einem Kanton mit durchschnittlicher Förderung (z. B. Genf mit 3'000 CHF Grundbeitrag + 400 CHF/kW Leistungsbeitrag):

Kostenpunkt

Beispielbetrag

Luft-Wasser-Wärmepumpe

40'000 CHF

Solaranlage (12 kWp)

26'000 CHF

Gesamtkosten vor Förderung

66'000 CHF

Abzüglich kantonale Wärmepumpen-Förderung

- 9'000 CHF

Abzüglich Pronovo-Einmalvergütung KLEIV (Schätzwert)

- 4'500 CHF

Ihr Eigenanteil nach Förderung

52'500 CHF

Zusätzlich zu diesen 13'500 CHF an direkten Fördergeldern senken Sie durch den Abzug der restlichen 52'500 CHF vom steuerbaren Einkommen Ihre Steuerrechnung im Jahr der Installation. Eine lokale Fachfirma oder Energieberatung kann die Ersparnis inklusive aller kommunalen Boni für Ihr Gebäude berechnen.

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Wann lohnt sich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik?

Eine Wärmepumpe mit einer Solaranlage zu kombinieren, rechnet sich umso schneller, je höher Ihr Eigenverbrauch ist. Da die staatliche Rückliefervergütung deutlich geringer ausfällt als die Kosten für Netzstrom, sparen Sie bares Geld, wenn Sie Ihren Solarstrom selbst nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen.

Wichtige Voraussetzungen, um eine Wärmepumpe mit Solar zu kombinieren

  • Gebäudezustand: Eine gute Isolation und grosse Heizflächen ermöglichen tiefe Vorlauftemperaturen. Je tiefer die Vorlauftemperatur ist, desto effizienter und stromsparender arbeitet die Wärmepumpe. Eine Fussbodenheizung ist aber keine zwingende Voraussetzung für eine Wärmepumpe.

  • Ausreichend grosse PV-Anlage: In der Praxis wird oft empfohlen, das Dachpotenzial voll auszuschöpfen, wenn Sie eine Wärmepumpe mit Photovoltaik betreiben wollen. Für eine 16-kWp-Anlage benötigen Sie etwa 70 bis 80 m² freie Dachfläche. Neben einer Südausrichtung eignen sich auch Ost-West-Dächer.

  • Intelligente Steuerung: Damit die Wärmepumpe bevorzugt dann anspringt, wenn die Sonne scheint, verbindet ein Energiemanagementsystem (EMS) die PV-Anlage über eine SG-Ready-Schnittstelle mit der Heizung.

  • Stromzähler und Smart Meter: Bei einer PV-Anlage erfasst ein Zweirichtungszähler den Netzbezug und die Einspeisung. Ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) übermittelt Verbrauchsdaten digital und ist die technische Voraussetzung, falls Sie dynamische Stromtarife nutzen möchten.

  • Elektrische Infrastruktur: Ihr Hausanschluss muss für die zusätzliche Last ausgelegt sein. Zudem benötigen Wechselrichter, Steuerung, Speicher und Zähler ausreichend Platz im Technikraum und im Zählerschrank.

Deckt die PV-Anlage den Strombedarf der Wärmepumpe komplett?

Die Solaranlage kann in den meisten Fällen den Strombedarf einer Wärmepumpe nicht zu 100 Prozent decken. Mit einem Stromspeicher können Sie den Anteil der Eigennutzung allerdings erhöhen. Laut der vierjährigen Feldstudie „WP-QS im Bestand“ (2025) des Fraunhofer-Instituts (ISE) erreichten sechs untersuchte Gebäude mit Wärmepumpe und PV ohne Batteriespeicher eine Gebäude-Autarkie von 25 bis 40 Prozent, mit Batteriespeicher 32 bis 62 Prozent.

Was passiert im Winter?

Im Winter benötigt die Wärmepumpe viel Strom zum Heizen, während die Sonne weniger scheint. Reicht der selbst produzierte Solarstrom im Winter nicht aus, schaltet das System automatisch auf den Bezug aus dem öffentlichen Stromnetz um.

Wie viel spare ich, wenn ich eine Wärmepumpe mit Photovoltaik betreibe?

  • Jährliche Ersparnis: Abhängig vom individuellen Heizbedarf und dem Solarertrag können Sie 25 bis 62 Prozent des Strombedarfs Ihrer Wärmepumpe durch die PV-Anlage decken. Das entspricht 750 bis 3'720 kWh Solarstrom. Abzüglich der Gestehungskosten reduzieren Sie Ihre jährlichen Stromkosten für die Heizung somit um etwa 90 bis 446 CHF.

  • Kosten für Netzstrom: ca. 27 Rappen/kWh (Stand: September 2026). Ohne Solaranlage zahlen Sie bei einem durchschnittlichen Wärmepumpen-Stromverbrauch von 3'000 bis 6'000 kWh jährlich zwischen 810 und 1'620 CHF für Netzstrom.

  • Kosten für Solarstrom: Die Gestehungskosten für Strom von der eigenen PV-Anlage liegen bei etwa 15 Rappen/kWh im Durchschnitt.

  • Wichtig: Die Modellrechnung setzt voraus, dass jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Netzstrom zu 27 Rappen ersetzt und die Photovoltaikproduktion mit angenommenen Gestehungskosten von 15 Rappen pro Kilowattstunde bewertet wird. Die tatsächliche Ersparnis hängt unter anderem vom Stromtarif, Eigenverbrauch, Einspeisetarif und Anlagenbetrieb ab.

Wirtschaftlichkeit: Ersparnis und Amortisation im Vergleich

Um die Rentabilität einer Wärmepumpe mit Photovoltaik zu beurteilen, vergleichen wir drei typische Szenarien für ein Einfamilienhaus mit 15'000 kWh Heizwärmebedarf und 4'000 kWh Haushaltsstrombedarf:

  • Szenario 1: Wärmepumpe + PV-Anlage + Speicher – Investition nach Förderung: ca. 52'500 CHF

  • Szenario 2: Wärmepumpe ohne PV-Anlage – Investition nach Förderung: ca. 31'000 CHF

Ausgehend von einem Eigenstromanteil von 60 %, einer durchschnittlichen JAZ von 3.5 bei Szenario 1 sowie Netzstromkosten von 27 Rappen/kWh ergeben sich folgende Beispielwerte:

Kosten und Zeitverlauf

1. WP + PV + Speicher

2. Reine Wärmepumpe (ohne PV)

Anschaffung (nach Förderung)

52'500 CHF

31'000 CHF

Energiekosten pro Jahr (Strom)

895 CHF (40 % Netzbezug)

2'237 CHF (100 % Netzbezug)

Gesamtkosten nach 10 Jahren

61'450 CHF

53'370 CHF

Gesamtkosten nach 15 Jahren

65'925 CHF

64'555 CHF

Gesamtkosten nach 20 Jahren

70'400 CHF

75'740 CHF

  • Gegenüber der reinen Wärmepumpe: Die Mehrinvestition für die Anschaffung von PV-Anlage und Stromspeicher hat sich durch die reduzierte Stromrechnung nach rund 16 Jahren abbezahlt. Nach 20 Jahren ist das Komplettsystem mit Solaranlage gut 5'300 CHF günstiger als das Heizen mit reinem Netzstrom.

  • Wichtig: Die zusätzlichen regelmässigen Einnahmen durch die Rückliefervergütung für den überschüssigen, ins Netz eingespeisten Strom sind in dieser Rechnung noch nicht einkalkuliert. In der Praxis amortisiert sich die Anlage dadurch noch schneller.

  • Vereinfachte Darstellung: Es handelt sich um eine vereinfachte Rechnung, die eine grobe Orientierung geben soll. Künftige Strompreissteigerungen, aber auch Wartungskosten, Versicherungskosten und mögliche Reparaturkosten fehlen in der Rechnung.

Ist eine Wärmepumpe mit Solarthermie sinnvoll?

Solarthermie erzeugt im Gegensatz zu Photovoltaik keinen Strom, sondern Wärme für die Warmwasserbereitung und die Heizung. Die Kombination aus Solarthermie und Wärmepumpe kann daher vor allem bei einem sehr hohen Warmwasserbedarf sinnvoll sein, zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus. Für viele Einfamilienhäuser ist es dagegen wirtschaftlich attraktiver, eine Wärmepumpe mit Photovoltaik zu kombinieren, da der erzeugte Solarstrom flexibler genutzt werden kann.

Solar Solarthermie Photovoltaik Unterschied
Photovoltaik liefert den Antriebsstrom für die Wärmepumpe, Solarthermie entlastet sie durch direkte Wärmeerzeugung.

Wie funktionieren Wärmepumpe und Solarthermie zusammen?

Solarthermie lässt sich mit fast allen Wärmepumpen koppeln, ausgenommen reine Luft-Luft-Wärmepumpen. Die Solarkollektoren sammeln Sonnenwärme und übertragen sie an einen Wärmespeicher. Diese Wärme kann anschliessend für das Warmwasser oder die Heizung genutzt werden. Reicht die Solarwärme nicht aus, springt die Wärmepumpe ein und erwärmt das Wasser weiter. Dadurch muss die Wärmepumpe weniger leisten und verbraucht weniger Strom. Im Sommer kann die Solarthermie die Warmwasserbereitung häufig vollständig übernehmen, sodass die Wärmepumpe vorübergehend pausiert.

Was kostet eine Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie?

Eine Kombination aus Wärmepumpe und Solarthermie kostet je nach Ausführung etwa 25.000 bis 65.000 Euro vor Förderung.

Ausführung

Kosten Solarthermie

Kosten Luft-Wasser-Wärmepumpe

Gesamtkosten*

Solarthermie nur für Warmwasser

15'000 - 25'000 CHF

30'000 - 45'000 CHF

45'000 - 70'000 CHF

Solarthermie für Warmwasser und Heizung

22'000 - 40'000 CHF

30'000 - 45'000 CHF

52'000 - 85'000 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von der Grösse und Art der Anlage, dem Gebäude, dem Installationsaufwand sowie der Förderhöhe ab.

In der Schweiz können Sie Förderungen für Solarthermie erhalten. Fast alle Kantone fördern Solarthermieanlagen über das Gebäudeprogramm mit Beiträgen zwischen 1'000 und 4'000 CHF. Damit können Sie die Investitionskosten senken.

Solarthermie oder Photovoltaik – was lohnt sich mehr in Kombination mit einer Wärmepumpe?

In den meisten Einfamilienhäusern ist eine Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe wirtschaftlich attraktiver als eine Kombination aus Solarthermie und Wärmepumpe. Photovoltaik erzeugt Strom, der nicht nur für die Wärmepumpe, sondern auch für Haushaltsgeräte, eine Wallbox oder einen Batteriespeicher genutzt werden kann. Überschüssiger Solarstrom lässt sich zudem ins Netz einspeisen.

Solarthermie erzeugt dagegen ausschliesslich Wärme. Ist der Speicher voll und besteht kein weiterer Wärmebedarf, kann die zusätzliche Wärme nicht genutzt werden. Eine PV-Anlage ist daher in der Regel flexibler einsetzbar und kann die hohen Netzstromkosten der Wärmepumpe und des gesamten Haushalts senken.

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Kann ich eine bestehende Wärmepumpe mit einer PV-Anlage nachrüsten?

Ja, eine bestehende Wärmepumpe lässt sich mit einer Photovoltaikanlage nachrüsten. Für eine optimale Nutzung des produzierten Solarstroms empfiehlt sich die Vernetzung beider Systeme über einen intelligenten Energiemanager.

Lohnt sich Wärmepumpe mit Photovoltaik auch ohne Batteriespeicher?

Ja, auch ohne Batteriespeicher lohnt sich die Kombination, da die Photovoltaikanlage bereits ca. 25 bis 40 Prozent des Strombedarfs der Wärmepumpe abdeckt. Ein zusätzlicher Stromspeicher ist zwar nicht zwingend erforderlich, kann den Eigendeckungsanteil jedoch laut einer Langzeitstudie des Fraunhofer ISE auf 32 bis 62 Prozent erhöhen.

Kann eine Wärmepumpe direkt mit Photovoltaik betrieben werden?

Ja, eine Wärmepumpe kann direkt mit dem Strom aus einer Photovoltaikanlage betrieben werden. Ein Energiemanager oder Wechselrichter sorgt dabei dafür, dass der erzeugte Solarstrom unmittelbar für den Betrieb der Heizung genutzt wird.

Kann man jede Wärmepumpe mit Photovoltaik betreiben?

Ja, grundsätzlich lässt sich jede elektrisch betriebene Wärmepumpe mit dem Strom aus einer Photovoltaikanlage nutzen. Für eine optimierte Steuerung und maximale Nutzung des eigenen Solarstroms sollte die Wärmepumpe jedoch idealerweise über eine SG-Ready-Schnittstelle verfügen.

Lohnt sich Wärmepumpe mit Photovoltaik auch im Altbau?

Ja, die Kombination mit Photovoltaik lohnt sich auch für eine Wärmepumpe im Altbau. Der selbst erzeugte Solarstrom hilft dabei, die im Altbau oft höheren Betriebskosten zu senken. Durch Sanierungsmaßnahmen wie eine verbesserte Wärmedämmung oder den Austausch alter Heizkörper lässt sich die Effizienz der Heizung oft deutlich steigern und somit die Energiekosten senken.

Was ist der Unterschied zwischen Wärmepumpe mit PV und Wärmepumpe mit Solar (Solarthermie)?

Der Hauptunterschied liegt in der erzeugten Energie: Eine Photovoltaikanlage liefert Strom, der die Wärmepumpe antreibt. Eine Solarthermie-Anlage erzeugt hingegen Wärme, die das Wasser im Speicher erhitzt und der Wärmepumpe dadurch einen Teil ihrer Heizarbeit abnimmt.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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