Solarthermie – Kosten für Anschaffung & Unterhalt
Mit einer Solarthermieanlage erzeugen Sie mittels Sonnenenergie Wärme für die Warmwasserbereitung und zur Heizungsunterstützung. Für ein Einfamilienhaus zahlen Sie aktuell etwa 15'000 bis 25'000 CHF für eine Anlage zur Warmwasserbereitung. Anlagen mit Heizungsunterstützung kosten zwischen 30'000 und 40'000 CHF. Wir informieren Sie, wie sich die Kosten zusammensetzen.
Was kostet eine Solarthermie-Anlage?
Die Preisspanne für eine Solarthermie-Anlage liegt in der Schweiz zwischen etwa 15'000 und 40'000 CHF für ein Einfamilienhaus.
Diese erhebliche Spanne resultiert aus den unterschiedlichen Leistungsstufen, technischen Spezifikationen und Anlagengrössen. Ein entscheidender Faktor für den Preis ist zudem, ob die Anlage nur zur Warmwasserbereitung oder auch zur Unterstützung der Wärmeerzeugungsanlage genutzt wird. Oft wird sie mit einer Wärmepumpe oder Pelletheizung kombiniert.
Preisspannen für verschiedene Anlagen:
Eine Anlage ausschliesslich zur Erwärmung des Nutzwassers hat bei einem Einfamilienhaus durchschnittlich vier bis sechs Quadratmeter und kostet ca. 15'000 bis 25'000 CHF (inkl. Speicher und Installation).
Eine Anlage, welche zusätzlich auch die Wärmeerzeugungsanlage unterstützt, sollte mindestens doppelt so gross dimensioniert sein und kostet etwa 22'000 bis 40'000 CHF (inkl. Speicher und Installation).
Was kostet Solarthermie für Warmwasser?
Solarthermie für Warmwasser hilft ausschliesslich dabei, das Nutzwasser für Bad, Küche und Waschmaschine zu erwärmen. Die restliche Wärmeerzeugungsanlage wird also nicht unterstützt. Für eine solarthermische Anlage für Nutzwasser werden in der Regel robuste Flachkollektoren verwendet.
Für ein Einfamilienhaus mit ca. 4 Personen liegen die Gesamtkosten für eine fertig installierte Anlage zur Warmwasseraufbereitung bei 15'000 bis 25'000 CHF.
Kostenbeispiel Solarthermie für Warmwasser
* Kosten sind Richtwerte für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen (Stand 2026).
Was kostet Solarthermie für Warmwasser und Heizung?
Solarthermie für Warmwasser und Heizung wird grösser dimensioniert, da mit der Anlage sowohl das Nutzwasser erwärmt sowie die Wärmeerzeugungsanlage unterstützt wird. Neben Flachkollektoren werden hier häufig auch leistungsstärkere und effizientere Vakuum-Röhrenkollektoren eingesetzt.
Für ein Einfamilienhaus mit ca. 4 Personen liegen die Gesamtkosten für eine fertig installierte Kombianlage zur Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung bei 22'000 bis 40'000 CHF. Eine typische Anlage umfasst 8 bis 12 m² Kollektorfläche und einen Kombi- oder Pufferspeicher mit 500 bis 1'000 Litern.
Kostenbeispiel Solarthermie für Warmwasser und Heizung
* Kosten sind Richtwerte für ein Einfamilienhaus mit 4 Personen (Stand 2026).
Was kosten verschiedene Solarthermie-Komponenten?
Preise für Solarthermie-Kollektoren
Je nach Kollektorart unterscheiden sich die Preise erheblich. Ein einzelner Kollektor für Solarthermie kostet zwischen 800 und 2'500 CHF, je nach Bauart und Grösse.
* In der Schweiz werden Kollektorpreise von Anbietern üblicherweise nicht einzeln ausgewiesen, sondern als Teil von Komplettanlagen (inkl. Speicher, Verrohrung, Installation). Die hier genannten Preise sind Richtwerte für reine Materialkosten basierend auf verfügbaren Marktdaten und Gesamtpreisrechnungen. Flächenangaben sind typische Werte; genaue Grösse variiert nach Hersteller. Preise verstehen sich ohne Montage, Verrohrung und Steuerung.
Preise für Wärmespeicher
Je nach Nutzen und Grösse kosten Speicher für Solarthermie zwischen 1'700 und 7'500 CHF. Für die Installation und Zubehör können weitere 1'500 bis 3'000 CHF anfallen.
Unterschieden werden reine Trinkwasserspeicher für die Warmwasserbereitung und Kombi- oder Pufferspeicher, die zusätzlich die Raumheizung unterstützen.
* Kosten sind Richtwerte zur Orientierung und verstehen sich als reine Materialkosten ohne Installation, Verrohrung oder zusätzliche Technik (Stand 2025/2026).
Wie hoch sind die laufenden Kosten für Solarthermie?
Bei Solarthermie sind die laufenden Kosten im Vergleich zu anderen Wärmeerzeugungsanlagen sehr gering. Einmal installiert, fallen jährlich rund 100 bis 250 CHF an, idealerweise über einen Servicevertrag abgedeckt. Die Solarkollektoren und die Solarflüssigkeit werden dabei auf Funktion, ausreichenden Frostschutz und Dichtigkeit überprüft.
Zusätzlich können Sie eine Versicherung für Solaranlagen abschliessen. Damit sind Sie bei Schäden durch Hagel, Sturm oder anderen Witterungseinflüssen abgesichert. Rechnen Sie hierfür mit Kosten von etwa 100 bis 300 CHF im Jahr.
Wie hoch ist die Heizkostenersparnis durch Solarthermie?
Solarthermieanlagen erzielen den besten Wirkungsgrad, wenn sie optimal ausgerichtet sind (Süden, Neigungswinkel zwischen 30 und 55 Grad). Ausgehend davon decken Anlagen gemäss EnergieSchweiz, ein Programm des Bundesrates der Schweiz, bereits mit 4 bis 6 m² Fläche rund 60 bis 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs eines Vierpersonenhaushalts. Bei reiner Warmwassernutzung lassen sich bis zu 60 Prozent der Warmwasserkosten einsparen.
Bei kombinierten Anlagen zur Warmwasser- und Heizungsunterstützung können in älteren Häusern rund 20 bis 30 Prozent des gesamten Brennstoffverbrauchs eingespart werden. In gut gedämmten Neubauten kann dieser Wert auf bis zu 50 Prozent steigen.
Die Einsparungen können die anfänglichen Investitionskosten aufwiegen, besonders bei steigenden Energiepreisen. Die Amortisationszeit liegt bei ca. 15 bis 25 Jahren, wobei Förderungen und Steuervorteile die Rentabilität verbessern. Die Lebensdauer einer Solarthermie-Anlage beträgt in der Regel 25 bis 30 Jahre. Ob sich eine Solarthermieanlage lohnt, hängt daher von verschiedenen Faktoren ab.
Gibt es Förderungen für Solarthermie?
Um bei der Anschaffung einer Solarthermie-Anlage Kosten zu sparen, stehen in der Schweiz attraktive Fördermittel für Solarthermie zur Verfügung:
Das Gebäudeprogramm
Fast alle Kantone in der Schweiz fördern Solarthermieanlagen über das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen.
Je nach Kanton und Anlagengrösse erhalten Sie eine Förderhöhe zwischen 1'000 und 4'000 CHF.
Gefördert werden oft über 20 Prozent der Investitionskosten.
Die Vergabe läuft massgeblich über das Gebäudeprogramm.
Steuerliche Vorteile
Investitionen in Solarthermieanlagen können in vielen Kantonen von den Steuern abgezogen werden.
Sowohl die Anschaffungskosten als auch Wartungs- und Sanierungsarbeiten sind in der Regel steuerlich absetzbar, was die Gesamtkosten zusätzlich senkt.
Kommunale Förderungen:
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob eine zusätzliche kommunale Förderung zur Verfügung steht
Einige Gemeinden bieten ergänzende Förderprogramme zu den kantonalen Beiträgen
Förderdatenbank Energiefranken:
Eine verlässliche Übersicht aller laufenden Förderprogramme an Ihrem genauen Wohnort bietet das Online-Portal Energiefranken.ch.
Dort finden Sie Förderprogramme von Bund, Kantonen, Städten, Gemeinden und Energieversorgern.
Hinweis: Anders als bei Photovoltaik gibt es für Solarthermie keine bundesweite Einmalvergütung. Die Förderung erfolgt ausschliesslich über Kantone und Gemeinden.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Solarthermieanlage für ein Einfamilienhaus?
Ausgehend von einem 4-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus können Sie mit Kosten für Solarthermie für ausschliesslich Warmwasser von ca. 20'000 CHF (Bereich: 15'000–25'000 CHF) inkl. Speicher und Installation rechnen. Für Solarthermie für Warmwasser und Heizung liegen die Kosten bei ca. 30'000 CHF (Bereich: 22'000–40'000 CHF), inkl. Speicher und Installation.
Wie viel kosten Solarkollektoren?
Die Kosten für Solarkollektoren sind von ihrer Bauart und Leistung abhängig. Flachkollektoren werden meist für die Warmwasserbereitung verwendet und kosten 800 – 1'500 CHF pro Kollektor (typische Fläche ca. 2 – 2,5 m²), das entspricht ca. 350 – 650 CHF pro m². Leistungsstärkere Röhrenkollektoren sind gut geeignet für Warmwasser und Heizwärme und kosten 1'500–2'500 CHF pro Kollektor (typische Fläche ca. 2 – 3 m²), das entspricht ca. 550–1'000 CHF pro m².
Wie viel Heizkosten lassen sich durch Solarthermie einsparen?
Optimal ausgerichtete Anlagen können laut EnergieSchweiz rund 60 bis 70 Prozent des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung decken. Bei Anlagen, die zusätzlich die Heizung unterstützen, lässt sich der Heizenergiebedarf um 20 bis 30 Prozent reduzieren. Die tatsächliche Einsparung hängt von Faktoren wie Gebäudedämmung, Heizverhalten und Standort ab.