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Lohnt sich Solarthermie fürs Eigenheim in der Schweiz?

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Ob sich Solarthermie lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren wie den Investitionskosten, den möglichen Erträgen, dem Wärmebedarf und den Förderbeiträgen in Ihrem Kanton ab. Anhand von Rechenbeispielen für verschiedene Haushaltsgrössen zeigen wir Ihnen, wann Solarthermie wirtschaftlich sein kann und in welchen Situationen sich die Investition eher nicht lohnt.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Solarthermie mit Röhrenkollektoren auf dem Hausdach
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Lohnt sich Solarthermie auch in 2026 in der Schweiz?

Solarthermie kann sich auch 2026 für Eigenheimbesitzerinnen und Eigenheimbesitzer in der Schweiz lohnen. Sie erzeugt Wärme für die Warmwasserbereitung und kann zusätzlich die Heizung unterstützen. Im Gegensatz zu einer Photovoltaikanlage produziert sie keinen Strom, sondern direkt nutzbare Wärme.

Während Heizungen mit fossilen Brennstoffen, wie Gas- und Ölheizungen, häufig niedrigere Anschaffungskosten haben, können Solarthermieanlagen und Wärmepumpen langfristig den Verbrauch fossiler Energieträger und die laufenden Energiekosten reduzieren.

Herausforderungen bei der Installation von Solarthermie können die Montage und die Integration in bestehende Heizsysteme sein. Eine sorgfältige Planung ist wichtig, um die optimale Grösse der Anlage zu finden und so die Erträge zu maximieren.

Solarthermie lohnt sich 2026 in der Schweiz besonders dann, wenn:

  • Sie eine Kombinationsanlage für Warmwasser und Heizungsunterstützung planen

  • Ihr Haushalt einen hohen Warmwasserbedarf hat (ab 3-4 Personen)

  • Sie langfristige Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern anstreben

  • Optimale Dachbedingungen vorliegen (Südausrichtung, keine Verschattung)

  • Sie einen Neubau planen und Solarthermie von Anfang an integrieren können

  • Sie Wert auf Klimaschutz und nachhaltige Energieversorgung legen

Moderne Solarthermie-Kollektoren sind effizienter und zuverlässiger als frühere Generationen. Zudem kann eine Solarthermieanlage die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und deren Preisschwankungen reduzieren. Ein Aspekt, der angesichts der Schwankungen auf den Energiemärkten nicht zu unterschätzen ist.

Aktueller Kostenvergleich verschiedener Heizsysteme

Die folgende Tabelle zeigt die Kosten verschiedener Heizsysteme in 2026.

Heizungstyp

Anschaffungskosten*

Weitere Informationen

Luft-Wasser-Wärmepumpe

30’000 - 45’000 CHF 

Detaillierte Kosten einer Wärmepumpe

Erdwärmepumpe

45’000 - 70’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Erdwärmepumpe

Pelletheizung

35’000 - 45’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Pelletheizung

Solarthermie

15’000 - 40’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Solarthermieanlage

Elektroheizung

10’000 - 12’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Elektroheizung

Ölheizung

17’000 - 25’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Ölheizung

Gasheizung

23’000 - 29’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Gasheizung

Brennstoffzellenheizung

ca. 30’000 - 50’000 CHF

Detaillierte Kosten einer Brennstoffzellenheizung

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Wichtig: Solarthermie wird in der Praxis fast immer als Ergänzung zu einem anderen Heizsystem eingesetzt. Das bestehende Heizsystem bleibt in der Regel für Zeiten mit geringer Sonneneinstrahlung erforderlich. Solarthermie kann beispielsweise mit einer Gas- oder Ölheizung, einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe kombiniert werden.

Solarmodule auf Hausdach bei blauem Himmel und Sonnenschein
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Wie viel sparen Sie mit Solarthermie?

Eine kleine Solarwärmeanlage mit 4 bis 6 m² Kollektorfläche und einem Speicher von rund 450 Litern kann in einem Vierpersonenhaushalt etwa 60 bis 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs decken (Stand: 2026, Quelle: EnergieSchweiz).

Wie viel Sie tatsächlich mit einer Solarthermieanlage sparen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter von der Grösse und den Kosten der Solarthermie-Anlage, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, der Energiebedarf sowie die Erträge der Anlage.

Beispielrechnungen für Solarthermie

In zwei Beispielen zeigen wir Ihnen die Wirtschaftlichkeit einer Solarthermie-Anlage für einen 2-Personen-Haushalt und einen 4-Personen-Haushalt.

Folgende Annahmen gelten für die Rechnung:

  • Betrachtungszeitraum: 30 Jahre

  • Die Förderung im Kanton Bern beträgt 2'400 CHF Grundbeitrag plus 1'000 CHF pro kWth thermischer Nennleistung. Der Förderbeitrag ist auf maximal 35 Prozent der Anlagekosten begrenzt.

  • Für die Modellrechnung wird folgende thermische Nennleistung angenommen:

    • 2-Personen-Haushalt, Warmwasser: 1,7 kWth

    • 2-Personen-Haushalt, Warmwasser und Heizung: 3,4 kWth

    • 4-Personen-Haushalt, Warmwasser: 2,5 kWth

    • 4-Personen-Haushalt, Warmwasser und Heizung: 4,2 kWth

  • Finanzierung aus Eigenkapital

  • Zusätzlich zur Solarthermie heizt der Haushalt mit einer bestehenden Gasheizung.

  • Gaspreis im ersten Jahr: 0.12 CHF/kWh

  • Jährliche Steigerung des Gaspreises: 3 Prozent als Rechenannahme, nicht als Prognose

  • Laufende Kosten für Kontrolle, Wartung und Pumpenstrom: 175 CHF pro Jahr

  • Vereinfachend wird angenommen, dass 1 kWh Solarwärme 1 kWh Gasenergie ersetzt.

  • Versicherungskosten, Steuerabzüge, Finanzierungskosten und mögliche Reparaturen werden nicht berücksichtigt.

Die Förderhöhe im Kanton Bern berechnet sich aus einem Grundbeitrag von 2'400 CHF und einem leistungsabhängigen Beitrag von 1'000 CHF pro kWth. Der Förderbeitrag wird jedoch auf maximal 35 Prozent der Anlagekosten begrenzt.

Lohnt sich Solarthermie für einen 2-Personen-Haushalt?

Posten

Warmwasser

Warmwasser und Heizung

Investitionskosten inkl. Installation

15'000 CHF

22'000 CHF

Angenommene thermische Nennleistung

1,7 kWth

3,4 kWth

Förderung Kanton Bern

4'100 CHF

5'800 CHF

Netto-Investitionskosten

10'900 CHF

16'200 CHF

Betriebskosten über 30 Jahre

5'250 CHF (175 CHF x 30 Jahre)

5'250 CHF (175 CHF x 30 Jahre)

Summe Ausgaben über 30 Jahre

16'150 CHF

21'450 CHF

Angenommener Solarertrag pro Jahr

800 kWh

2'700 kWh

Brennstoffersparnis im 1. Jahr

96 CHF

324 CHF

Brennstoffersparnis über 30 Jahre bei 3 % Preissteigerung

4'567 CHF

15'414 CHF

Einsparüberschuss über 30 Jahre

–11'583 CHF

–6'036 CHF

Amortisationszeit

nicht innerhalb von 30 Jahren

nicht innerhalb von 30 Jahren

Fazit für 2-Personen-Haushalte: Eine Solarthermieanlage amortisiert sich bei den angenommenen Schweizer Kosten in diesem Beispiel nicht innerhalb von 30 Jahren. Die Kombianlage erzielt zwar einen höheren Solarertrag, verursacht aber auch deutlich höhere Investitionskosten. Eine höherer Wärmebedarf kann das Ergebnis verbessern.

Lohnt sich Solarthermie für einen 4-Personen-Haushalt?

Posten

Warmwasser

Warmwasser und Heizung

Investitionskosten inklusive Installation

20'000 CHF

30'000 CHF

Angenommene thermische Nennleistung

2,5 kWth

4,2 kWth

Förderung Kanton Bern

4'900 CHF

6'600 CHF

Netto-Investitionskosten

15'100 CHF

23'400 CHF

Laufende Betriebskosten über 30 Jahre

5'250 CHF (175 CHF x 30 Jahre)

5'250 CHF (175 CHF x 30 Jahre)

Summe Ausgaben über 30 Jahre

20'350 CHF

28'650 CHF

Jahresertrag Solarthermie

1'600 kWh

6'000 kWh

Brennstoffersparnis im 1. Jahr

192 CHF

720 CHF

Brennstoffersparnis über 30 Jahre bei 3 Prozent Preissteigerung

9'134 CHF

34'254 CHF

Einsparüberschuss über 30 Jahre

–11'216 CHF

+5'604 CHF

Amortisationszeit

nicht innerhalb von 30 Jahren

ca. 27 Jahre

Fazit für 4-Personen-Haushalte: Eine Kombinationsanlage für Warmwasser und Heizung kann sich bei guten Voraussetzungen lohnen. Im Beispiel für den Kanton Bern reduziert der Förderbeitrag die Netto-Investitionskosten auf 23'400 CHF. Unter der Annahme eines jährlich um 3 Prozent steigenden Gaspreises ergibt sich über 30 Jahre ein positiver Einsparüberschuss von rund 5'600 CHF. Die Anlage amortisiert sich in diesem Szenario nach etwa 27 Jahren.

Wichtige Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit

  • Energiepreisentwicklung: Die Wirtschaftlichkeit hängt unter anderem von den Preisen für Gas, Öl und Strom ab. Steigen die Preise für fossile Energieträger, kann sich die Solarthermieanlage schneller amortisieren.

  • Wertsteigerung der Immobilie: Eine Solarthermieanlage kann die Energieeffizienz und Attraktivität Ihrer Immobilie verbessern.

  • CO2-Einsparung: Mit einer Kombinationsanlage reduzieren Sie den Verbrauch fossiler Brennstoffe und damit auch den CO2-Ausstoss.

  • Unabhängigkeit: Sie reduzieren Ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schwankenden Energiemärkten.

  • Zuverlässigkeit: Moderne Solarthermie-Anlagen haben eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren und arbeiten weitgehend wartungsfrei.

Zwei Arbeiter in gelben Warnwesten und weißen Helmen installieren ein Solarmodul auf einem Dach
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Wann lohnt sich Solarthermie nicht?

Trotz der Vorteile gibt es Situationen, in denen eine Solarthermieanlage wirtschaftlich oder technisch weniger sinnvoll ist.

Wann sich Solarthermie häufig nicht lohnt:

  • Nur Warmwasserbereitung: Bei den aktuellen Energiepreisen sind Anlagen zur reinen Warmwasserbereitung nicht mehr wirtschaftlich. Setzen Sie auf Kombianlagen mit Heizungsunterstützung.

  • Niedriger Energieverbrauch: In kleinen Haushalten (1-2 Personen) oder Ferienwohnungen mit geringem Warmwasser- und Heizenergieverbrauch sind die Einsparungen oft zu gering.

  • Lange Amortisationszeit: Wenn die Amortisationszeit deutlich über 25 Jahre liegt, sollten Sie alternative Heizsysteme wie Wärmepumpen in Betracht ziehen.

  • Ungeeignete Dachbedingungen: Starke Verschattung, ungünstige Dachausrichtung für Photovoltaik (z.B. Nordseite) oder zu kleine Dachflächen reduzieren den Ertrag erheblich.

  • Bereits effiziente Heizsysteme: Wenn bereits eine moderne Wärmepumpe installiert ist, bringt Solarthermie meist keinen zusätzlichen Nutzen.

  • Kurzfristige Wohnperspektive: Planen Sie, das Haus in den nächsten 10 Jahren zu verkaufen, rechnet sich die Investition möglicherweise nicht.

Solarthermie im Bestandsbau

Im Bestandsbau wird Solarthermie oft als nachträgliche Ergänzung zur bestehenden Heizungsanlage installiert. Die Entscheidung sollte gut überlegt sein, da die Nachrüstungskosten höher ausfallen können als die Integration in einen Neubau.

Wann lohnt sich Solarthermie im Bestandsbau?

  • Hoher Wärmebedarf: In älteren Gebäuden mit hohem Warmwasser- oder Heizenergiebedarf kann Solarthermie einen grösseren Teil des Energieverbrauchs abdecken. Besonders sinnvoll ist die Anlage, wenn dadurch der Verbrauch einer bestehenden Öl- oder Gasheizung reduziert werden kann.

  • Fördermöglichkeiten: Kantonale und kommunale Förderungen für Solarthermie können die Investitionskosten senken und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Die Förderbedingungen unterscheiden sich je nach Kanton. Gesuche müssen häufig vor Baubeginn eingereicht werden.

  • Optimale Dachbedingungen: Ein gut ausgerichtetes, unverschattetes Dach maximiert den Ertrag der Anlage. Ideal sind Dächer mit einer Neigung nach Süden, die den ganzen Tag über Sonnenlicht empfangen können.

  • Geplante Sanierungen: Wenn ohnehin Arbeiten am Dach, an der Heizung oder am Warmwasserspeicher anstehen, kann die Solarthermieanlage leichter integriert werden. Dadurch lassen sich zusätzliche Montage- und Anpassungskosten unter Umständen reduzieren.

Wann lohnt sich Solarthermie im Bestandsbau nicht?

  • Hohe Nachrüstungskosten: Wenn die Kosten für die Nachrüstung einer Solarthermieanlage sehr hoch und keine ausreichenden Förderungen verfügbar sind, kann die Investition unwirtschaftlich sein.

  • Niedriger Energiebedarf: In kleinen Haushalten oder Ferienwohnungen, in denen der Energiebedarf gering ist, könnten die Einsparungen im Vergleich zu den Investitionskosten minimal sein, was die Installation weniger attraktiv macht.

  • Ungünstige Dachbedingungen: Eine ungünstige Dachausrichtung oder starke Verschattung kann die Effizienz der Anlage erheblich reduzieren, wodurch der Nutzen der Solarthermie minimiert wird.

  • Bereits effiziente Systeme vorhanden: Wenn das Bestandsgebäude bereits über ein modernes und effizientes Heizsystem verfügt, könnte der zusätzliche Nutzen durch Solarthermie gering sein.

Solarthermie im Neubau

Im Neubau kann Solarthermie von Anfang an in die Planung und Bauweise integriert werden. Dadurch lassen sich Kollektorfläche, Speicher, Leitungswege und Heizsystem optimal aufeinander abstimmen. Dabei spielt die Kombination mit modernen Heizsystemen eine wichtige Rolle.

Wann lohnt sich Solarthermie im Neubau?

  • Erfüllung kantonaler Vorschriften: In der Schweiz gelten je nach Kanton unterschiedliche energetische Vorschriften für Neubauten. Solarthermie kann eine mögliche Massnahme sein, um diese Anforderungen zu erfüllen, wie beispielsweise im Kanton Bern. Ob sie am jeweiligen Standort tatsächlich vorgeschrieben oder geeignet ist, sollte frühzeitig geprüft werden.

  • Geringere Zusatzkosten: Die Integration von Solarthermie in den Neubau ist oft kostengünstiger als eine nachträgliche Installation in Bestandsgebäuden.

  • Kombination mit anderen Systemen: Solarthermie lässt sich hervorragend mit anderen erneuerbaren Energien, wie Photovoltaik und modernen Heizsystemen, wie Wärmepumpen, kombinieren. Dies kann die Gesamteffizienz des Energiesystems erheblich steigern und die Energiekosten weiter senken.

  • Langfristige Kosteneinsparungen: Durch die Nutzung von Solarenergie können die laufenden Energiekosten erheblich gesenkt werden, was langfristig zu Einsparungen führt.

Wann lohnt sich Solarthermie im Neubau nicht?

  • Eingeschränktes Budget: Wenn das Budget für den Neubau bereits stark belastet ist, könnten die zusätzlichen Kosten für die Installation einer Solarthermieanlage nicht durch spätere Einsparungen ausgeglichen werden.

  • Förderung nicht verfügbar: Förderbeiträge sind in der Schweiz kantonal und kommunal geregelt. Ausserdem sind Solarthermieanlagen nicht in jedem Förderprogramm bei Neubauten beitragsberechtigt. Im Kanton Bern gilt die Förderung beispielsweise nur für bestehende Gebäude.

  • Effizientere Alternativen: Wenn andere Heizsysteme wie Wärmepumpen oder ein Anschluss ans Wärmenetz wirtschaftlicher und effizienter sind, kann eine Investition in Solarthermie überflüssig erscheinen.

  • Niedriger Energiebedarf: In kleinen oder sehr effizienten Gebäuden ist der Wärmebedarf möglicherweise zu gering, um die Investition zu rechtfertigen.

  • Ungünstige Standortbedingungen: Wenn das Gebäude an einem Standort mit schlechter Sonneneinstrahlung liegt oder das Dach ungünstig ausgerichtet bzw. stark verschattet ist, kann die Effizienz der Solarthermie-Anlage erheblich beeinträchtigt werden.

Lohnt sich Solarthermie mit Wärmepumpe in der Schweiz?

Bei der Hybridheizung aus Wärmepumpe und Solarthermie können entweder beide Systeme Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugen oder die Solarthermieanlage unterstützt die Wärmepumpe, indem sie das Wasser im Speicher vorwärmt, wodurch Stromkosten eingespart werden.

Dennoch ist die Kombination von Solarthermie und Wärmepumpe nicht automatisch wirtschaftlich. Die hohen Investitionskosten für beide Systeme machen die Anschaffung teurer. Wärmepumpen sind allein schon sehr effizient, wodurch der zusätzliche Nutzen durch Solarthermie begrenzt ist. Im Winter, wenn der Heizbedarf am höchsten ist, liefert die Solarthermieanlage nur wenig Wärme. Die Integration erfordert ausserdem einen speziellen Wärmespeicher, was die Kosten und den Platzbedarf weiter erhöht.

Vorteile

  • Heizkosten sparen

  • weniger CO2-Emissionen

  • weniger Platzbedarf auf dem Dach als für eine PV-Anlage

Nachteile

  • hohe Investitionskosten

  • Wärmepumpen sind allein bereits sehr effizient

  • wenig Solarwärmeertrag im Winter bei höchstem Heizbedarf

  • spezieller Solarwärmespeicher nötig

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Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Solarthermieanlage für ein Einfamilienhaus?

Eine Solarthermieanlage für ein Einfamilienhaus kostet in der Schweiz etwa 15'000 bis 40'000 CHF inklusive Speicher und Installation. Eine Anlage zur reinen Warmwasserbereitung liegt meist bei 15'000 bis 25'000 CHF. Für eine Anlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung fallen etwa 22'000 bis 40'000 CHF an. Die tatsächlichen Kosten hängen unter anderem von der Kollektorfläche, dem Speichervolumen, der Kollektorart, den baulichen Voraussetzungen und dem Montageaufwand ab.

Wie viel Heizkosten lassen sich durch Solarthermie einsparen?

Eine kleine Solarwärmeanlage mit 4 bis 6 m² Kollektorfläche und einem Speicher von rund 450 Litern kann in einem Vierpersonenhaushalt etwa 60 bis 70 Prozent des jährlichen Warmwasserbedarfs decken. Die tatsächliche Einsparung hängt unter anderem von der Kollektorfläche, dem Wärmebedarf, der Gebäudedämmung, der Sonneneinstrahlung und dem bestehenden Heizsystem ab.

Wann lohnt sich eine Gas-Hybridheizung?

Eine Gas-Hybridheizung mit Solarthermie kann bei einem hohen Warmwasser- und Heizenergiebedarf, guten Dachbedingungen und einer langfristigen Wohnperspektive sinnvoll sein. Die Solarthermieanlage reduziert dabei den Gasverbrauch, während die Gasheizung in sonnenarmen Zeiten weiterhin Wärme liefert.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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