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Wärmepumpen: Nachteile und Vorteile

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Wärmepumpen bieten zahlreiche Vorteile: Sie sind sehr energieeffizient, schonen die Umwelt und werden in der Schweiz durch verschiedene Förderprogramme unterstützt. Allerdings haben Wärmepumpen auch einige Nachteile, etwa die im Vergleich zu anderen Heizsystemen hohen Investitionskosten oder mögliche Geräuschimmissionen. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Vor- und Nachteile der verschiedenen Wärmepumpenarten im Überblick.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Wärmepumpe vor einem modernen Haus
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Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Tabelle: Vorteile und Nachteile von Wärmepumpen im Überblick

Vorteile von Wärmepumpen

Nachteile von Wärmepumpen

Umweltfreundlich

Hohe Energieeffizienz

Tiefe Heizkosten

Keine CO2-Bepreisung

Weniger abhängig von schwankenden Öl- und Gaspreisen

Attraktive Förderprogramme

Wartungsarme Technik

Gut kombinierbar mit Solaranlage

Zukunftssicher und gesetzeskonform

Steigerung des Immobilienwerts

Hohe Anschaffungskosten

Benötigt Strom

Laute Geräusche bei einigen Modellen

Teilweise gewilligungspflichtig

Grösserer Montageaufwand

Weniger Erfahrungswerte als bei Öl- und Gasheizungen

Was sind die Nachteile einer Wärmepumpe?

1. Nachteil: Wärmepumpen haben höhere Anschaffungskosten

Wärmepumpen sind in der Anschaffung oft teurer als herkömmliche Heizsysteme wie eine Gas- oder Ölheizung. Die Kosten für eine Wärmepumpe liegen bei ca. 30'000 bis 75'000 CHF. Dagegen liegen die Kosten für eine neue Gasheizung bei ca. 23'000 bis 29'000 CHF.

2. Nachteil: Wärmepumpen benötigen Strom

Ein weiterer Wärmepumpen-Nachteil ist, dass sie Strom benötigen und Strom nicht günstig ist. Allerdings ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe deutlich geringer als der bei Stromdirektheizungen, da er nur für den Antrieb benötigt wird. Die Wärmepumpe kann aus einer Einheit Strom drei bis fünf Einheiten Wärme erzeugen.

So senken Sie die Stromkosten der Wärmepumpe:
  • Achten Sie auf das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten im Winter.

  • Nutzen Sie günstige Stromtarife für Wärmepumpen oder stellen Sie auf Nachtbetrieb um.

  • Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich durchführen.

  • Senken Sie die Vorlauftemperatur, indem Sie die Heizkurve anpassen oder Radiatoren austauschen lassen.

  • Verbessern Sie die Isolation, um den Heizbedarf des Gebäudes zu senken.

  • Kombinieren Sie Ihre Wärmepumpe mit einer Solaranlage.

  • Lassen Sie Ihre Wärmepumpe von vornherein von Expert:innen passend zum Heizbedarf dimensionieren.

3. Nachteil: Wärmepumpen haben höhere Installationsanforderungen

Einer der grössten Nachteile einer Wärmepumpe ist die aufwendige Installation. Der ideale Standort für eine Wärmepumpe mit Aussengerät ist so gewählt, dass die Geräuschentwicklung niemanden stört. Erd- und Wasserwärmepumpen erfordern bewilligungspflichtige Erdarbeiten.

Wärmepumpen laufen ausserdem am effizientesten mit tiefen Vorlauftemperaturen von bis zu 55 Grad Celsius. Dafür kann es sinnvoll sein, neue Heizkörper einzubauen oder die Isolation zu verbessern. Inzwischen gibt es aber auch Hochtemperatur-Wärmepumpen, die mit hohen Vorlauftemperaturen effizient heizen.

4. Nachteil: Es gibt weniger Erfahrungswerte als bei Öl- und Gasheizungen

Wärmepumpen sind in der Schweiz noch nicht so lange verbreitet wie Öl-, Gas- oder Nachtspeicherheizungen. Daher halten sich Vorurteile und Mythen rund um die Wärmepumpe, z. B. dass sie nur mit Fussbodenheizungen funktionieren oder sich nicht für Altbauten eignen. Beide Vorurteile wurden z. B. in einer Studie des Fraunhofer ISE widerlegt. Eine Studie der ETH Zürich zeigte jedoch, dass es immer wieder zu Fehlern bei der Installation und Einstellung kommt. Mit zunehmender Erfahrung in der Heizungsbranche können diese Qualitätsdefizite minimiert werden.

Monteur arbeitet an einer Wärmepumpe, die an einer Hausfassade steht.
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Was sind die Vorteile der Wärmepumpe?

1. Vorteil: Wärmepumpen sind umweltfreundlich und energieeffizient

Wärmepumpen nutzen erneuerbare Energiequellen und leisten somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Sie verursachen deutlich weniger CO₂-Emissionen als Öl- und Gasheizungen. Zudem sind Wärmepumpen besonders effizient: Aus einer Kilowattstunde Strom erzeugen sie das 2,5- bis 5-Fache an Heizenergie. Damit erreichen sie einen Wirkungsgrad von 250 bis 500 Prozent, während fossile Heizsysteme nur etwa 90 bis 98 Prozent schaffen.

2. Vorteil: Wärmepumpen verursachen geringe laufende Kosten

Mit einer Wärmepumpe können Sie Ihre Heizkosten erheblich senken. Die Energiekosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus belaufen sich auf rund 1'600 CHF, wenn eine Wärmepumpe zum Heizen verwendet wird. Zum Vergleich: Das Heizen mit Erdgas kostet rund 2'500 CHF im Jahr, mit Heizöl sogar um die 2'600 CHF.

Heizart

Jährliche Heizkosten*

Wärmepumpe

ca. 1'600 CHF

Erdgas

ca. 2'500 CHF

Heizöl

ca. 2'600 CHF

* Beispiel für ein durchschnittliches Einfamilienhaus in der Schweiz mit einem Wärmebedarf von 20'000 kWh. Stand: Mai 2026

Weitere Vorteile von Wärmepumpen sind, dass keine CO₂-Abgabe anfällt, die Wartungskosten tiefer sind und Kaminfegergebühren entfallen. Dadurch reduzieren sich die laufenden Kosten zusätzlich bei einem Wärmepumpenersatz.

3. Vorteil: Sie werden unabhängiger von Energieversorgern

Mit einer Wärmepumpe machen Sie sich unabhängiger von schwankenden Energiepreisen und möglichen Versorgungsengpässen beim Öl oder Gas. Zudem lässt sich die Wärmepumpe ideal mit einer Photovoltaikanlage kombinieren. Der selbst erzeugte Solarstrom ist besonders günstig und macht Sie noch unabhängiger von der Entwicklung der Energiepreise.

4. Vorteil: Es gibt hohe staatliche Förderungen für Wärmepumpen

Ein grosser Vorteil sind die attraktiven Förderungen für Wärmepumpen. Je nach Kanton können Sie die Investitionskosten um 3'000 bis 30'000 CHF senken. Erkundigen Sie sich bei Ihrer regionalen Fachfirma oder direkt bei der zuständigen Baubehörde.

5. Vorteil: Wärmepumpen sind eine zukunftssichere Heizart in der Schweiz

Waermepumpen erfuellen die heutigen Anforderungen an energieeffiziente und klimafreundliche Heizsysteme in der Schweiz und passen gut zu den langfristigen Energie- und Klimazielen von Bund und Kantonen. In Neubauten gelten sie bereits weitgehend als Standardlösung, und auch beim Heizungsersatz werden sie immer häufiger eingesetzt. Zudem überzeugt die lange Lebensdauer von Wärmepumpen: Erd- und Wasserwärmepumpen halten ca. 20 bis 30 Jahre, Luft-Wasser-Wärmepumpen etwa 15 bis 25 Jahre.

6. Vorteil: Innovative und vielseitige Heiztechnik

Wärmepumpen punkten mit ihrer technologischen Vielfalt und lassen sich flexibel an nahezu jede Wohnsituation anpassen. Sie ermöglichen eine freie Standortwahl und kommen ohne klassischen Heizungskeller aus. Wärmepumpen lassen sich sowohl mit als auch ohne wasserbasierte Heizsysteme kombinieren. Viele Modelle können nicht nur im Winter heizen, sondern auch im Sommer kühlen. Durch Innovationen wie moderne Inverter- und Plug-and-play-Systeme konnte in den letzten Jahren die Effizienz erhöht und die Installation weiter vereinfacht werden.

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Luft-Wasser-Wärmepumpe – Vorteile und Nachteile

Vorteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe:

  • Die Montage ist günstiger und unkomplizierter, da eine Luftwärmepumpe keine Erdarbeiten erfordert.

  • Sie haben eine relativ flexible Standortwahl, da die Wärmequelle Luft überall vorhanden ist.

  • Sie können Ihr wasserbasiertes Heizsystem (Heizkörper oder Fussbodenheizung) weiternutzen.

  • Sie ist das beliebteste Wärmepumpensystem, weswegen Sie eine grosse Auswahl bei Modellen und Fachfirmen haben.

Nachteile der Luft-Wasser-Wärmepumpe:

  • Luftwärmepumpen sind im Durchschnitt weniger effizient als Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpen.

  • Die Ventilatoren und der Kompressor der Ausseneinheit verursachen Geräuschemissionen (ca. 30 bis 50 Dezibel).

  • Für das Aussengerät ist daher in der Regel ein Lärmschutznachweis erforderlich.

  • Die Ausseneinheit der Luft-Wasser-Wärmepumpe muss bei Frost mehr Energie zum Abtauen aufbringen, was die Stromkosten erhöht.

Graue Außeneinheit einer Wärmepumpe an der Ecke eines Wohngebäudes mit weißer Fassade im Winter
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe hat den Nachteil, dass sie bei kalten Aussentemperaturen mehr Energie aufbringen muss.

Luft-Luft-Wärmepumpe – Vorteile und Nachteile

Vorteile einer Luft-Luft-Wärmepumpe:

  • Es ist eine sehr einfache und kostengünstige Heizart in gut gedämmten Häusern.

  • Luft-Luft-Wärmepumpen benötigen kein wasserführendes Heizsystem und keine Fussbodenheizung

  • Sie eignet sich als klimafreundliche Alternative, wenn Sie eine Infrarotheizung oder eine Nachtspeicherheizung ersetzen wollen.

  • Die Funktionsweise der Luft-Luft-Wärmepumpe lässt sich umkehren, so dass sie zur Klimaanlage wird.

  • Die Luft-Luft-Wärmepumpe ist sehr platzsparend und benötigt keinen Heizungskeller.

Nachteile einer Luft-Luft-Wärmepumpe:

  • Sie ist nicht geeignet für schlecht gedämmte Häuser, da die Heizkosten zu stark ansteigen würden.

  • Sie kann kein Warmwasser aufbereiten, so dass Sie zusätzlich einen Wärmepumpenboiler benötigen.

  • Sie hat durchschnittlich die niedrigste Jahresarbeitszahl (JAZ), also den tiefsten Wirkungsgrad.

Sole-Wasser-Wärmepumpe – Vorteile und Nachteile

Vorteile einer Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe):

  • Sie nutzt das Erdreich als Wärmequelle, so dass kalte Aussentemperaturen kaum Auswirkungen auf sie haben.

  • Sole-Wasser-Wärmepumpen gehören zusammen mit Wasser-Wasser-Wärmepumpen zu den effizientesten und langlebigsten Systemen.

  • Sie verursachen tiefe Betriebskosten.

  • Sie sind flexibel, da es zwei Arten der Erschliessung der Wärmequelle gibt: Erdkollektoren oder Erdsonden.

Nachteile einer Sole-Wasser-Wärmepumpe:

  • Die Sole-Wasser-Wärmepumpe erfordert geologische Untersuchungen sowie aufwendige Erdarbeiten bzw. Erdsondenbohrungen.

  • Dadurch dauert die Installation länger und kostet mehr.

  • Wenn Sie sich für Erdkollektoren entscheiden, benötigen Sie etwa doppelt so viel Platz auf dem Grundstück, wie die zu beheizende Fläche gross ist.

  • Die Erdwärmepumpenbohrung geht bis zu 300 m tief und ist bewilligungspflichtig.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe – Vorteile und Nachteile

Vorteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe:

  • Sie nutzt Grundwasser als Wärmequelle, das das ganze Jahr über konstante Temperaturen aufweist.

  • Die Grundwasserwärmepumpe kann einen Wirkungsgrad von bis zu 500 Prozent erreichen.

  • Damit erreicht sie die tiefsten Betriebskosten aller Wärmepumpenarten.

  • Sie benötigt weniger Platz als eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdkollektoren.

  • Wenn Sie einen Grundwasserbrunnen auf dem Grundstück haben, ist nur eine statt zwei Bohrungen erforderlich.

Nachteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe:

  • Für die Erschliessung der Wärmequelle sind in der Regel zwei Brunnenbohrungen im Abstand von mindestens 15 Metern erforderlich (Förder- und Schluckbrunnen).

  • Sie benötigen eine wasserrechtliche Bewilligung.

  • In Grundwasserschutzzonen sind Grundwasser-Wärmepumpen streng reglementiert oder verboten.

  • Um die ausreichende Qualität und Menge des Grundwassers an Ihrem Standort festzustellen, sind Probebohrungen und Wasseranalysen erforderlich.

Fazit: Was ist der grösste Nachteil einer Wärmepumpenanlage und was der grösste Vorteil?

Der grösste Nachteil einer Wärmepumpenanlage sind die hohen Anschaffungskosten. Mit durchschnittlichen Preisen von 30'000 bis 75'000 CHF für einen Ersatz übersteigen sie die Kosten herkömmlicher Heizsysteme. Diesem Nachteil steht jedoch ein grosser Vorteil gegenüber: Wärmepumpen sind sehr umweltfreundlich und energieeffizient. Sie nutzen erneuerbare Energiequellen und erreichen Wirkungsgrade von 250 bis 500 Prozent. Dadurch reduzieren Sie nicht nur den CO₂-Ausstoss erheblich, sondern senken auch die Heizkosten langfristig.

Trotz der anfänglichen Investition machen die Energieeffizienz, die kantonalen Fördermittel und die Zukunftssicherheit die Wärmepumpe zu einer lohnenden Option. Um das Pro und Contra einer Wärmepumpe für Ihr Haus abzuwägen, sollten Sie sich von einer Fachfirma beraten lassen

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Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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