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Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe?

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Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe liegt im Jahr bei durchschnittlich 36 kWh pro m² und die Heizkosten bei ca. 0.08 CHF pro Kilowattstunde (kWh). Damit sind Wärmepumpen ca. drei bis fünf Mal effizienter als fossile Heizungen. Erfahren Sie, wie Sie den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe berechnen, mit welchen Stromkosten Sie rechnen müssen und wie Sie diese senken können.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Wärmepumpe vor Einfamilienhaus
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Womit möchten Sie in Zukunft heizen?

Durchschnittlicher Stromverbrauch von Wärmepumpen

Der durchschnittliche Stromverbrauch von Wärmepumpen liegt bei ca. 36 kWh pro m². Die Spanne reicht je nach energetischem Zustand des Hauses von unter 20 bis über 80 kWh pro m². Im Jahr macht das einen Stromverbrauch von ca. 2'000 bis 13'000 kWh für ein Einfamilienhaus.

Einstufung

Wärmepumpen-Stromverbrauch pro Jahr

Stromverbrauch pro Jahr bei 150 m²

Tief

bis 20 kWh/m²

bis 3'000 kWh

Mittel

21 - 36 kWh/m²

3'150 - 5'400 kWh

Erhöht

37 - 82 kWh/m²

5'550 - 12'300 kWh

Quelle: Heizspiegel 2025

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Monat?

Der monatliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Monat liegt im Winter bei etwa 2.4 bis 10 kWh pro m². Bei der Berechnung sollten Sie den Jahresverbrauch auf die Heizperiode (Oktober bis April) umlegen. Gleichmässig auf alle Monate verteilt, liegt der monatliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei etwa 1.7 bis 6.8 kWh pro m².

Wie hoch ist der Wärmepumpen-Stromverbrauch pro Tag im Winter?

Im Winter, wenn Ihre Wärmepumpe am meisten arbeitet, liegt der tägliche Stromverbrauch bei etwa 0.1 bis 0.4 kWh pro m². Diese Werte basieren auf dem monatlichen Durchschnittsverbrauch während der Heizperiode.

Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit 150 m² Wohnfläche verbraucht die Wärmepumpe demnach täglich ca. 15 bis 60 kWh Strom in den Wintermonaten. Besonders kalte Tage mit Minustemperaturen können den Verbrauch punktuell erhöhen, während milde Wintertage den Durchschnitt senken. Eine Heizungsfachfirma kann genau ermitteln, wie hoch der Wärmepumpen-Stromverbrauch in Ihrem Haus wäre.

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Wie viel kWh Strom verbraucht eine Wärmepumpe pro Stunde?

Eine Wärmepumpe verbraucht im Winter im Durchschnitt über 24 Stunden verteilt etwa 0.004 bis 0.02 kWh pro m² und Stunde. Bei einem typischen Einfamilienhaus mit 150 m² entspricht dies einem durchschnittlichen Stundenverbrauch von 0.6 bis 2.5 kWh. Allerdings verläuft die tatsächliche Leistungsaufnahme nicht kontinuierlich. Vielmehr taktet die Wärmepumpe je nach Wärmebedarf und ist nur zeitweise in Betrieb.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe nach Quadratmetern?

  • Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 100 m²: 2'000 bis 8'200 kWh/Jahr

  • Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 120 m²: 2'400 bis 9'840 kWh/Jahr

  • Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 130 m²: 2'600 bis 10'660 kWh/Jahr

  • Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 180 m²: 3'600 bis 14'760 kWh/Jahr

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe mit PV-Anlage?

Eine Photovoltaikanlage kann etwa ein Drittel des Stromverbrauchs Ihrer Wärmepumpe decken. Das bedeutet, dass Sie nur noch 13 bis 55 kWh/m² pro Jahr aus dem öffentlichen Stromnetz beziehen müssen. Die PV-Anlage übernimmt somit 7 bis 27 kWh/m² mit Solarstrom und reduziert Ihre Stromkosten entsprechend.

Im folgenden Video erklärt Dr. Richard Lucht, Energieexperte bei Thermondo, welche Vorteile der tiefe Stromverbrauch einer Wärmepumpe hat:

Wie kann man den Stromverbrauch einer Wärmepumpe berechnen?

Um den Stromverbrauch einer Wärmepumpe zu berechnen, brauchen Sie folgende Angaben:

  • Wärmebedarf Ihres Hauses in kWh (z. B. 20'000 kWh)

  • Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe (z. B. 4)

Die JAZ zeigt, wie effizient Ihre Wärmepumpe arbeitet. Sie gibt das Verhältnis zwischen erzeugter Wärme und eingesetztem Strom an. Eine JAZ von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme erzeugt. Je höher die JAZ ist, desto sparsamer läuft die Wärmepumpe. Moderne Anlagen erreichen Werte zwischen 3 und 5.

Den jährlichen Stromverbrauch einer Wärmepumpe berechnen Sie mit folgender Formel:

Wärmebedarf Gebäude in kWh / Jahresarbeitszahl = Stromverbrauch der Wärmepumpe

Beispiel 1: Stromverbrauch einer Erdwärmepumpe in einem Einfamilienhaus mit 120 m²

Je nach Isolation und Baujahr liegt der jährliche Stromverbrauch einer Erdwärmepumpe (JAZ 4) in einem 120 m² grossen Haus zwischen ca. 450 kWh (Minergie) und 6'000 kWh (unsanierter Altbau).

Gebäudestandard nach Baujahr

Jährlicher Stromverbrauch* 120 m2

bis 1977

ca. 4'500 - 6'000 kWh

1977–2002

ca. 3'000 - 4'500 kWh

2002–2015

ca. 1'500 - 2'400 kWh

Neubau

ca. 1'200 - 1'500 kWh

Minergie

ca. 450 kWh

* Berechnungsgrundlage ist eine Erdwärmepumpe mit einer JAZ von 4.

Beispiel 2: Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe in einem Einfamilienhaus mit 150 m²

In einem 150 m² grossen Haus liegt der jährliche Stromverbrauch einer Luftwärmepumpe (JAZ 3) zwischen ca. 750 kWh (Minergie) und 10'000 kWh (unsanierter Altbau).

Gebäudestandard nach Baujahr

Jährlicher Stromverbrauch* 150 m2

bis 1977

ca. 7'500 - 10'000 kWh

1977–2002

ca. 5'000 - 7'500 kWh

2002–2015

ca. 2'500 - 4'000 kWh

Neubau

ca. 2'000 - 2'500 kWh

Minergie

ca. 750 kWh

* Berechnungsgrundlage ist eine Luftwärmepumpe mit einer JAZ von 3.

Zwei Männer betrachten eine Wärmepumpe vor einem Haus.
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Wovon hängt der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ab?

Der tatsächliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Effizienz der Wärmepumpe

  • Grösse und Isolation des Hauses

  • Art der Radiatoren

  • Anzahl und Heizverhalten der Bewohner:innen

  • Aussentemperatur

Effizienz der Wärmepumpe

Je effizienter eine Wärmepumpe arbeitet, desto niedriger ist der Stromverbrauch. Die wichtigste Kennzahl für die Effizienz ist die JAZ. Sie gibt Auskunft über den Wirkungsgrad Ihrer Wärmepumpe unter realen Bedingungen. Während Gas- oder Ölheizungen mit einem Wirkungsgrad von 80 bis 90 Prozent arbeiten, erreichen Wärmepumpen einen Wirkungsgrad von 300 bis 500 Prozent oder mehr. Das bedeutet, dass eine Wärmepumpe für 1 kWh Heizenergie nur etwa 0.2 bis 0.5 kWh Strom benötigt.

Richtwerte für die JAZ je nach Wärmepumpen-Art:

Wärmepumpen-Art

JAZ

Luft-Wasser-Wärmepumpe

etwa 3 bis 5

Erdwärmepumpe

etwa 4 bis 5.5

Wasserwärmepumpe

etwa 4 bis 5.5

Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Fachgerechte Installation: Eine fehlerfreie Montage und ein stabiles Wärmepumpen-Fundament sind Voraussetzung für einen störungsfreien Betrieb.

  • Optimaler Standort der Wärmepumpe: Der richtige Standort bietet Schutz vor Witterung, Luftströmen und Frostschäden und minimiert Wärmeverluste.

  • Einstellung der Heizkurve: Je tiefer die Vorlauftemperatur sein muss, desto weniger Strom wird verbraucht.

  • Dimensionierung: Die Wärmepumpe muss auf den Heizbedarf des Gebäudes ausgelegt sein, um Effizienzverluste zu vermeiden.

  • Technik und Kältemittel: Propan-Wärmepumpen sind beispielsweise effizienter als Modelle mit synthetischen Kältemitteln.

Graue Außeneinheit einer Wärmepumpe an der Ecke eines Wohngebäudes mit weißer Fassade im Winter
Bei Frost kann der Stromverbrauch einer Wärmepumpen durch die Abtaufunktion steigen.

Grösse und Isolierung des Gebäudes

Je grösser Ihr Haus ist, desto mehr Heizenergie wird benötigt, um alle Räume auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Eine gute Isolation reduziert den Wärmeverlust nach aussen und sorgt dafür, dass die Wärme im Winter besser im Gebäude gehalten wird. Durch die Wärmedämmung muss die Wärmepumpe weniger Energie aufwenden, um die Räume zu beheizen. Das senkt den Stromverbrauch der Wärmepumpe.

Heizkörper

Eine Wärmepumpe arbeitet besonders effizient und stromsparend in Kombination mit einer Flächenheizung. Eine Fussboden- oder Wandheizung ermöglichen eine gleichmässige Verteilung der Wärme bei tiefen Vorlauftemperaturen, sind aber nicht zwingend notwendig. Moderne Hochtemperatur-Wärmepumpen können auch mit hohen Vorlauftemperaturen und mit konventionellen Radiatoren arbeiten. Der Stromverbrauch ist dann etwas höher, da sie mehr Energie aufwenden müssen.

Aussentemperatur

Der Stromverbrauch von Luftwärmepumpen hängt besonders mit der Aussentemperatur zusammen. Bei Frost muss die Wärmepumpe mehr Strom aufwenden, um genügend Wärme bereitzustellen, aber auch um das Aussengerät und die Leitungen vor Vereisungen zu schützen. Erdwärmepumpen und Wasserwärmepumpen nutzen hingegen das Erdreich oder das Grundwasser, wo tiefe Aussentemperaturen kaum Einfluss haben.

Anzahl und Heizverhalten der Hausbewohner:innen

Je mehr Personen in einem Haus leben, desto mehr Räume muss die Wärmepumpe beheizen. Das erhöht den Stromverbrauch der Wärmepumpe. Das individuelle Heizverhalten spielt eine wichtige Rolle, um die Stromkosten zu senken. Wenn die Raumtemperaturen besonders hoch eingestellt oder bestimmte Räume dauerhaft beheizt werden, steigt der Energiebedarf deutlich an.

Welche Stromkosten verursachen Wärmepumpen?

Die Wärmepumpe verursacht durchschnittlich Stromkosten von ca. 0.08 CHF pro kWh. Wie hoch die laufenden Kosten für Ihre Wärmepumpe tatsächlich ausfallen, hängt vor allem von zwei Faktoren ab:

  • Ihrem Stromtarif: Derzeit liegt der durchschnittliche Strompreis in der Schweiz bei 0.28 CHF pro kWh (Stand: Mai 2026).

  • Dem energetischen Zustand des Gebäudes: Je besser das Haus isoliert ist, desto geringer ist der Heizbedarf und damit auch der Stromverbrauch.

Die folgende Tabelle veranschaulicht anhand einer Wohnfläche von 150 m², wie viel der jährliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe kostet:

Gebäudestandard

Heizbedarf bei 150 m²

Wärmepumpen-Stromkosten pro Jahr*

Unsanierter Altbau

ca. 18'000 – 30'000 kWh

1'440 – 2'400 CHF

Teilsaniertes Haus

ca. 10'500 – 16'500 kWh

840 – 1'320 CHF

Moderner Neubau

ca. 3'750 – 7'500 kWh

300 – 600 CHF

* Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 0.28 CHF und einer Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5. (Stand: Mai 2026)

Viele Energieversorger bieten günstigere Wärmepumpen-Tarife an, oft in Kombination mit Ökostrom. Für die Nutzung dieser Tarife ist ein separater Stromzähler erforderlich. Zusätzlich ist die Installation eines Pufferspeichers empfehlenswert. Er speichert das warme Wasser und überbrückt so die Wärmeversorgung während möglicher Sperrzeiten. Denn die Netzbetreiber sind berechtigt, Wärmepumpen bei hoher Netzbelastung vorübergehend vom Stromnetz zu trennen.

Wollen Sie sich unabhängiger von den Energieversorgern machen, können Sie mit einer Photovoltaikanlage Ihren eigenen Solarstrom produzieren, um die Wärmepumpe zu betreiben.

Stromkosten berechnen

Mit dieser Formel können Sie die jährlichen Stromkosten für Ihre Wärmepumpe berechnen:

(Gesamtwärmebedarf / JAZ) x Kosten pro kWh = Stromkosten

Beispiel: (20'000 kWh / 3.5) x 0.28 CHF = 1'600 CHF

Die Kosten für den Stromverbrauch einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 betragen 1'600 CHF im Jahr, wenn der Haushalt einen Energieverbrauch von 20'000 kWh hat.

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Beispielrechnung für Stromkosten einer Wärmepumpe

Was kostet der Strom für eine Wärmepumpe in einem 100-Quadratmeter-Haus?

Die Stromkosten für eine Wärmepumpe in einem 100 m² grossen Haus liegen je nach energetischem Zustand des Hauses zwischen 210 CHF in einem Minergiehaus und 1'750 CHF in einem schlecht gedämmten Altbau. Diese Werte ergeben sich bei einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 und einem Strompreis von 0.28 CHF pro kWh.

Gebäudetyp

Stromverbrauch Wärmepumpe (JAZ 4)

Stromkosten* pro Jahr bei 100 m²

Minergiehaus

750 kWh

210 CHF

Neubau mit guter Dämmung

1'575 kWh

441 CHF

Sanierter Altbau

2'875 kWh

805 CHF

Schlecht gedämmter Altbau

6'250 kWh

1'750 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Was kostet der Stromverbrauch einer Wärmepumpe in einem 120-Quadratmeter-Haus?

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe in einem 120 m² grossen Haus verursacht jährliche Kosten von 360 CHF bis 2'800 CHF, je nach Isolation des Gebäudes. Grundlage der Berechnung sind eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3 und ein Strompreis von 0.28 CHF pro kWh.

Gebäudetyp

Stromverbrauch Wärmepumpe (JAZ 3)

Stromkosten* pro Jahr bei 120 m²

Minergiehaus

1'200 kWh

336 CHF

Neubau mit guter Dämmung

2'520 kWh

706 CHF

Sanierter Altbau

4'600 kWh

1'288 CHF

Schlecht gedämmter Altbau

10'000 kWh

2'800 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Wie hoch sind die Stromkosten mit einer Wärmepumpe in einem 150-Quadratmeter-Haus?

Bei einem 150 m² grossen Einfamilienhaus ergeben sich jährliche Wärmepumpen-Stromkosten zwischen 360 CHF im gut gedämmten Minergiehaus und ca. 3'000 CHF im schlecht gedämmten Altbau. Grundlage der Berechnung sind eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,5 und ein Strompreis von 0.28 CHF pro kWh.

Gebäudetyp

Stromverbrauch Wärmepumpe (JAZ 3,5)

Stromkosten* pro Jahr bei 150 m²

Minergiehaus

1'286 kWh

360 CHF

Neubau mit guter Dämmung

2'679 kWh

750 CHF

Sanierter Altbau

4'929 kWh

1'380 CHF

Schlecht gedämmter Altbau

10'714 kWh

3'000 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Welche Wärmepumpen-Kosten gibt es im Altbau?

Eine Wärmepumpe im Altbau verursacht Stromkosten von ca. 2'000 bis 3'000 CHF im Jahr. Durch eine Sanierung können Sie die Stromkosten auf ca. 1'000 bis 1'500 Euro jährlich reduzieren. Eine energetische Sanierung vor oder parallel zur Wärmepumpen-Nachrüstung lohnt sich langfristig, da sie den Stromverbrauch und die laufenden Kosten erheblich senkt.

Außeneinheit einer Luftwärmepumpe vor einem Altbau.
Wärmepumpen heizen auch im Altbau effektiv, haben aber einen höheren Stromverbrauch als in gut gedämmten Neubauten.

Wärmepumpen-Stromkosten im Vergleich zu Öl und Gas

Die Stromkosten von Wärmepumpen liegen im Durchschnitt bei nur 0.08 CHF pro kWh, die Energiekosten für Gas dagegen bei 0.11 CHF pro kWh und die für Heizöl bei 0.12 CHF pro kWh. Sie können Ihre Heizkosten also deutlich senken, wenn Sie Ihre Gas- oder Ölheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten. Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Heizkosten der drei Systeme im direkten Vergleich:

Heizart

Energiekosten pro kWh

Energiekosten pro Jahr*

Wärmepumpe

0.08 CHF

ca. 1’600 CHF

Ölheizung

0.11 CHF

ca. 2’200 CHF

Gasheizung

0.12 CHF

ca. 2’400 CHF

* Berechnungsbasis: Ein angenommener Heizbedarf von 20'000 kWh pro Jahr für ein ca. 150 m² grosses Einfamilienhaus.

Tipps, um den Wärmepumpen-Stromverbrauch zu senken

  • Regelmässige Wartung: Lassen Sie Komponenten wie Filter und Ventilatoren ca. einmal im Jahr reinigen und den Heizbetrieb kontrollieren. So sorgen Sie für einen reibungslosen Betrieb und tiefen Stromverbrauch der Wärmepumpe.

  • Verbesserte Isolation des Hauses: Eine gute Isolation minimiert Wärmeverluste und reduziert den Energiebedarf der Wärmepumpe.

  • Flächenheizung: Fussbodenheizungen oder Wandheizungen benötigen tiefere Vorlauftemperaturen, was den Stromverbrauch senkt.

  • Richtige Dimensionierung: Die Wärmepumpe muss zum Haus passen. Ist sie zu klein, muss sie länger laufen und benötigt damit auch mehr Strom.

  • Optimale Einstellungen: Die richtige Raumtemperatur kann den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe deutlich reduzieren.

  • Nachhaltiges Heizverhalten: Der Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe lässt sich senken, indem Sie Ihre Heizung richtig einstellen und unnötig hohe Temperaturen vermeiden.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel Strom verbraucht ein Einfamilienhaus im Jahr mit einer Wärmepumpe?

Der jährliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe in einem Einfamilienhaus liegt durchschnittlich zwischen 2'000 und 13'000 kWh. Dieser grosse Spielraum hängt massgeblich von der Isolation ab. Ein gut gedämmtes Minergiehaus benötigt wenig Energie, während ein unsanierter Altbau den Stromverbrauch erhöht.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Der jährliche Stromverbrauch einer Luft-Wasser-Wärmepumpe bewegt sich in einer Spanne von ca. 2'000 bis 15'000 kWh, da Gebäude sehr unterschiedlich gut gedämmt sind. In einem gut gedämmten Neubau liegt der Stromverbrauch bei etwa 3'000 bis 5'400 kWh, in einem schlecht gedämmten Altbau bei ca. 5'500 bis 13'000 kWh.

Verbrauchen Wärmepumpen zu viel Strom?

Nein, Wärmepumpen verbrauchen in der Regel nicht zu viel Strom, sondern gelten als das effizienteste Heizsystem auf dem Markt. Da sie den Grossteil der benötigten Energie kostenlos aus der Umwelt beziehen, erzeugen sie aus nur einer Kilowattstunde Strom ein Vielfaches an Heizwärme. Der tatsächliche Strombedarf hängt allerdings vom energetischen Zustand des Gebäudes ab.

Welche Wärmepumpe verbraucht am wenigsten Strom?

Erdwärme- und Wasserwärmepumpen verbrauchen am wenigsten Strom, da sie mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von etwa 4 bis 5,5 am effizientesten arbeiten. Sie nutzen die relativ konstanten Temperaturen aus dem Erdreich oder dem Grundwasser. Daher fällt ihr Wirkungsgrad auch an kalten Wintertagen nicht ab, wie bei Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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