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Welche Heizungsarten gibt es? Alle Heizungssysteme im Vergleich (2026)

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Wärmepumpe, Gasheizung, Ölheizung, Pelletheizung, Solarthermie, Fernwärme, Elektroheizung, Brennstoffzelle, Hybridheizung oder doch ein Blockheizkraftwerk? Es gibt über 10 verschiedene Heizungsarten, die sich in Energieträger, Kosten und Umweltfreundlichkeit unterscheiden. Lesen Sie alle Heizarten im Überblick und erfahren Sie, wie Sie sich für das richtige System entscheiden.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Heizungsanlagen im Heizungskeller
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Heizungsarten im Überblick

Um zu entscheiden, welche Heizung zu Ihrem Haus passt, sollten Sie nicht nur auf die Anschaffungskosten schauen. Entscheidend sind auch die laufenden Energiekosten, die CO2-Bilanz, die Förderfähigkeit und ob das System zum Gebäude passt.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die gängigsten Heizungsarten.

Heizungsart

Energieträger

Anschaffungskosten*

Energiekosten pro Jahr**

CO2-Ausstoss***

Geeignet für

Wärmepumpe

Strom + Umweltwärme (Luft/Erdreich/Wasser)

30’000 - 70’000 CHF

ca. 1’600 CHF (JAZ 3)

171 - 191 g/kWh

Neubau und Bestand, möglichst niedrige Vorlauftemperaturen

Pelletheizung

Holzpellets

35’000 - 45’000 CHF

ca. 2’000 CHF

28 g/kWh

Gebäude mit Platz für Lager

Solarthermie (als Ergänzung)

Sonnenenergie

15’000 - 40’000 CHF

ca. 250 CHF

24 g/kWh

Häuser mit geeigneter Dachfläche und Ausrichtung

Fernwärme

Wärme aus Wärmenetz (z.B. Industrieabwärme)

15'000 - 30'000 CHF

ca. 2'800 CHF

254 g/kWh

Wenn Anschluss verfügbar

Brennstoffzelle

meist Erdgas, erzeugt Strom + Wärme

30’000 - 50’000 CHF

senken Energiekosten um ca. 40 %

207 g/kWh

Häuser mit konstantem Wärme- und Strombedarf/Platz für Anlage

Elektroheizung (Direktheizung)

Strom

10’000 - 12’000 CHF

5'600 CHF

498 g/kWh

Selten genutzte Bereiche (z.B. Ferienhaus)

Gas-Brennwertheizung

Erdgas

23’000 - 29’000 CHF

2'400 CHF

247 g/kWh

Bestandsgebäude mit Gasanschluss (übergangsweise)

Ölheizung

Heizöl

17’000 - 25’000 CHF

2'200 CHF

318 g/kWh

Bestandsgebäude ohne Gasnetz (übergangsweise)

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.
** Richtwerte für einen Wärmebedarf von 20'000 kWh/Jahr (Stand Juni 2026).
*** Quelle: Heizspiegel

CO₂-Bilanz von Wärmepumpen und Fernwärme

Wärmepumpen und Fernwärme verursachen durch ihren aktuellen Strom- und Wärmemix indirekt CO₂. Doch mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien sollen sie schrittweise komplett emissionsfrei werden. Während Kommunen die Wärmenetze zunehmend klimafreundlich gestalten, können Eigentümer:innen ihre Wärmepumpe schon heute über Ökostrom oder eine eigene Photovoltaikanlage emissionsarm betreiben.

Welche Heizungsarten sind 2026 in der Schweiz noch erlaubt?

In der Schweiz sind alle Heizungsarten uneingeschränkt erlaubt, die zu 100 Prozent auf erneuerbaren Energien basieren. Dazu gehören:

  • Elektrische Wärmepumpen

  • Biomasseheizungen, z.B. Pellet- oder Hackschnitzelheizungen

  • Solarthermie

  • Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz

  • Teilweise Hybridheizungen

Je nach Kanton ist der Einbau folgender Heizungen stark eingeschränkt oder sogar verboten:

  • Elektroheizungen

  • Gasheizungen

  • Ölheizungen

Viele Kantone erfüllen damit die Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn). Bis spätestens 2050 soll die Schweiz klimaneutral heizen. Der Einbau von neuen Elektroheizungen ist daher fast flächendeckend in der Schweiz verboten. Für alte Elektroheizungen gibt es in vielen Kantonen eine Sanierungsfrist von z.B. 15 Jahren, nach der sie zwingend ersetzt werden müssen. Funktionierende Öl- und Gasheizungen dürfen zwar meist weiterlaufen, gehen sie jedoch kaputt, greifen beim Heizungsersatz strenge kantonale Vorschriften oder gar Verbote für fossile Neuanlagen. Ausnahmen kann es geben, wenn das Haus sehr gut gedämmt ist, eine Hybridheizung mit mindestens 10 Prozent (in einigen Kantonen mehr) erneuerbaren Energien eingebaut wird oder ein Härtefall vorliegt.

Hand hält Smartphone mit Energieausweis vor Heizkörper
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Wie wähle ich das richtige Heizungssystem?

  1. Ist-Zustand des Gebäudes analysieren: Lassen Sie am besten von einer Fachfirma den energetischen Zustand und das alte Heizsystem Ihres Hauses begutachten. Sie sollten den Wärmebedarf kennen und wissen, welche Vorlauftemperaturen möglich sind.

  2. Erschliessung der Energieträger prüfen: Klären Sie, welche Ressourcen überhaupt an Ihrem Standort nutzbar sind. Prüfen Sie, ob sich Umweltwärme (Luft, Grundwasser, Erde) erschliessen lässt, ob ein Anschluss an ein Fernwärmenetz möglich ist oder ob ausreichend trockener Platz für ein Biomasse-Lager zur Verfügung steht.

  3. Heizungssysteme vergleichen: Wägen Sie die Vor- und Nachteile der Heizsysteme für Ihre individuelle Situation ab. Vergleichen Sie beispielsweise die hoch effiziente Wärmepumpe mit der CO₂-neutralen, aber wartungsintensiveren Pelletheizung.

  4. Kosten und Fördermittel checken: Vergleichen Sie die Anschaffungskosten und beachten Sie dabei die kantonalen Förderbeiträge. Berechnen Sie auch die langfristigen Betriebsausgaben inklusive der Schweizer CO₂-Abgabe für fossile Brennstoffe.

  5. Beratungsangebote nutzen: Für den optimalen Heizungsersatz empfiehlt sich die geförderte Impulsberatung. Möchten Sie Ihr Gebäude umfassender analysieren lassen, lohnt sich ein Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK Plus).

Checkliste: Welche Heizung passt zu meinem Haus?

Klären Sie, ob Ihre Immobilie die nötigen Bedingungen erfüllt, um das gewünschte Heizungssystem zu betreiben. Folgende Aspekte sollten Sie vor der Entscheidung bedenken:

  • Altbau oder Neubau: Im Altbau sind oft Anpassungen des vorhandenen Heizsystems erforderlich, z.B. grössere Heizkörper für Wärmepumpen, eine Schornsteinsanierung für moderne Brennwerttechnik oder die Umrüstung auf Bio-Brennstoffe.

  • Gasnetz: Wenn es keinen Gasanschluss gibt, ist der Einbau einer Wärmepumpe oft sinnvoller als neue Leitungen für eine Gasheizung zu verlegen.

  • Kommunale Energieplanung: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, ob für Ihren Standort ein Nah- oder Fernwärmenetz verfügbar oder geplant ist.

  • Dämmung: Eine gute Dämmung ist für geringe Heizkosten bei allen Heizungsarten wichtig, besonders aber für einen effizienten Betrieb von Wärmepumpen.

  • Lagerraumfläche: Für eine Holzheizung brauchen Sie genügend Platz für ein ca. 3.3 bis 4.6 m² grosses Brennstofflager.

  • Abstand zum Nachbarn: Bei einer aussen aufgestellten Wärmepumpe müssen Sie die Abstandsregeln und die Vorgaben der Lärmschutzverordnung (LSV) beachten.

  • Brennstoffversorgung: Die Versorgung mit Biogas, Bio-Heizöl oder Wasserstoff kann in vielen Fällen nicht gewährleistet werden und ist oft sehr kostenintensiv.

  • Steigender CO₂-Preis: Durch die Schweizer CO₂-Abgabe werden fossile Brennstoffe wie Gas und Öl in den nächsten Jahren tendenziell teurer, was die Betriebskosten in die Höhe treibt.

  • Förderung: Heizungssysteme, die erneuerbare Energien nutzen, punkten mit hohen staatlichen Fördergeldern. Auch wenn die Investition zunächst hoch erscheint, können Sie so eine grosse Summe einsparen.

  • Meldepflicht und Baubewilligung: Der Ersatz einer Heizung ist in der Schweiz melde- oder sogar baubewilligungspflichtig. Informieren Sie sich frühzeitig bei Ihrem Bauamt über die kantonalen Vorschriften.

Welche Heizungsart passt zu meinem Haus?
Beachten Sie einige wichtige Punkte, bevor Sie sich für eine Heizungsart für Ihr Haus entscheiden.

Welche Heizungsarten kommen für welches Haus infrage?

Die Tabelle zeigt eine Übersicht, welche Heizung zu welchem Haus passt.

Heizungsart

Unsanierter Altbau

Saniertes Haus

Neubau

Wärmepumpe

✔✔

✔✔✔

✔✔✔

Pelletheizung

✔✔✔

✔✔

Hybridheizung

✔✔✔

✔✔

Fernwärme

✔✔✔

✔✔✔

✔✔✔

Gasheizung

Ölheizung

Elektroheizung

Legende: ✔✔✔ = Sehr empfehlenswert; ✔✔ = Solide Lösung; ✔ = Nur in Ausnahmefällen sinnvoll; ❌ = Gesetzlich verboten oder nicht zulässig

  • Wärmepumpe: Der neue Standard im Neubau, ist aber auch sehr gut in saniertem Bestand geeignet. Eine Wärmepumpe im Altbau kann auch effizient heizen, hat aber einen höheren Stromverbrauch.

  • Pellet-, Holz- und Hybridheizung: Eine gute Lösung für den unsanierten Altbau, da sie die nötigen hohen Vorlauftemperaturen problemlos schaffen. Im Neubau oft überdimensioniert oder zu platzintensiv.

  • Fernwärme: Wenn sie am Standort verfügbar ist, ist sie für jede Gebäudeart eine bequeme, zukunftssichere und platzsparende Lösung.

  • Gas- oder Ölheizung: Im Neubau in der Regel nicht erlaubt. Im Altbau beim Heizungsersatz oft nur als Hybridlösung empfehlenswert, ggfs. nicht mehr erlaubt.

  • Elektroheizung: Reine elektrische Widerstandsheizungen sind aufgrund der kantonalen Energiegesetze für Neubauten und beim Heizungsersatz in der Regel verboten.

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Heizungsarten mit erneuerbaren Energien

Alternativ heizen ohne Gas und Öl ist nicht nur gut fürs Klima, sondern sorgt auch langfristig für niedrigere Heizkosten. Mit Heizarten wie der Wärmepumpe, Pelletheizungen oder solarthermischen Anlagen werden Sie unabhängiger von Energielieferanten und von den Energiepreisen, die aufgrund politischer Krisen schwanken.

Vier Beispiele für Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien
Es gibt verschiedene Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe nutzen die kostenlose Wärme des Erdreichs, des Grundwassers oder der Luft, um zu heizen. Sie benötigen nur eine geringe Menge Strom als Antriebsenergie und sind sehr effizient. Erdwärmepumpen und Wasser-Wasser-Wärmepumpen erfordern aufwendige Erdarbeiten zur Erschliessung der Wärmequelle, die bewilligt werden müssen. Luftwärmepumpen benötigen einen geeigneten Aufstellort im oder ausserhalb des Hauses. Die Anschaffungskosten liegen je nach System bei ca. 30’000 bis 70’000 CHF, wobei Sie mit einer Wärmepumpenförderung die Kosten senken können.

Holzheizung

Holzheizungen verbrennen klimafreundliche Biomasse aus Holzabfällen. Unterschieden wird zwischen Pelletheizungen, Hackschnitzelheizungen und Holzvergasern. Da sie problemlos hohe Vorlauftemperaturen erreichen, lassen sie sich gut mit klassischen Heizkörpern kombinieren. Allerdings erfordern sie ausreichend Platz für das Brennstofflager. Zudem müssen strenge Emissionsauflagen bezüglich des Feinstaubausstosses eingehalten werden. Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 35’000 bis 45’000 CHF. Auch hier unterstützen die meisten Kantone den Einbau mit Fördergeldern.

Solarthermie

Bei der Solarthermie wird Sonnenenergie zur Warmwasserbereitung und zur Unterstützung der Raumheizung genutzt. Als Ergänzungssystem heizt sie idealerweise in Kombination mit einer Wärmepumpe, einer Holzheizung oder als Gas-Hybridheizung. Voraussetzung für einen lohnenswerten Betrieb ist eine ausreichend grosse, möglichst unbeschattete Dachfläche mit passender Ausrichtung zur Sonne. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf ca. 15’000 bis 40’000 CHF, wobei Sie in vielen Gemeinden und Kantonen auch von attraktiven Solarthermie-Förderungen profitieren.

Brennstoffzellenheizung

Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom in einem Gerät. Als Brennstoff wird meist Erdgas, Biogas oder Wasserstoff genutzt. Durch die eigene Stromproduktion machen Sie sich unabhängiger vom öffentlichen Netzstrom und senken Ihre Energiekosten. Die Anlage lohnt sich, wenn Sie das ganze Jahr über einen konstant hohen Energiebedarf haben, z.B. durch Homeoffice oder ein Elektroauto. Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 30’000 bis 50’000 CHF.

Hybridheizung

Eine Hybridheizung kombiniert zwei verschiedene Heizarten, z.B. eine Gas-Brennwertheizung mit einer Wärmepumpe oder einer Solarthermieanlage. Eine automatische Regelung sorgt dafür, dass je nach Aussentemperatur und Wärmebedarf stets der effizientere Energieträger genutzt wird. Das System ist besonders für teilsanierte Altbauten geeignet, in denen eine Wärmepumpe allein nicht wirtschaftlich arbeiten kann. Ob eine Hybridheizung sinnvoll ist, hängt von Ihrem kantonalen Energiegesetz ab, da beim Heizungsersatz oft strenge Vorschriften gelten.

Konventionelle und weitere Heizungsarten

Gasheizung

Eine Gasheizung verbrennt Erdgas zur Erzeugung von Heizwärme. Mit moderner Brennwerttechnik wird auch die Kondensationswärme genutzt, sodass die Anlage effizienter heizt. Da Erdgas klimaschädlich ist, gibt es die CO₂-Abgabe. Zudem erschweren die kantonalen Energiegesetze den reinen 1:1-Ersatz. Um die Vorschriften beim Heizungsersatz zu erfüllen, müssen Gasheizungen oft mit einem klimafreundlichen Heizsystem (wie einer Wärmepumpe oder Solarthermie) kombiniert werden oder einen hohen, zertifizierten Anteil an Biogas nutzen. Solche umweltfreundlichen Brennstoffe sind jedoch knapp und teuer.

Ölheizung

Eine Ölheizung erzeugt Heizwärme durch die Verbrennung von Heizöl. Der Einbau von neuen, reinen Ölheizungen ist in der Schweiz aufgrund der Klimaziele und strenger kantonaler Gesetze vielerorts ein Auslaufmodell. Geht Ihre alte Ölheizung kaputt, dürfen Sie in vielen Kantonen nicht einfach eine neue fossile Anlage einbauen. Das neue Heizsystem muss einen bestimmten Anteil erneuerbarer Energien nutzen.

Fernwärme

Fernwärme nutzt ein externes Kraft- oder Heizwerk zur Wärmelieferung. Die Wärme ist oft ein Nebenprodukt von grossen Industrie- oder Müllverbrennungsanlagen. Sie wird über Rohre direkt in die Häuser geleitet, so dass Sie keine eigene Heizanlage brauchen. Voraussetzung für Fernwärme ist, dass ein Wärmenetz in Ihrer Nähe vorhanden ist.

Elektroheizung / Infrarotheizung

Eine Elektroheizung ist eine Direktheizung, die Strom also direkt in Heizwärme umwandelt. Der Einbau neuer fest installierter elektrischer Widerstandsheizungen zur Gebäudebeheizung ist gemäss den kantonalen Energiegesetzen verboten. Für bestehende Anlagen gilt in vielen Kantonen eine Sanierungsfrist, nach der sie zwingend ausgebaut werden müssen. Lediglich als punktuelle Zusatzheizung kann z. B. eine kleine Infrarotheizug im Bad erlaubt sein, um schnell für wohlige Wärme zu sorgen.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gleichzeitig Strom und Heizwärme. Da sich die Anlage nur bei konstant hohem Energiebedarf rechnet, eignet sie sich weniger für Einfamilienhäuser, sondern primär für Mehrfamilienhäuser oder Gewerbebetriebe. Weil die meisten BHKWs mit Gas betrieben werden, fallen auch sie unter die strengen kantonalen Vorgaben beim Heizungsersatz.

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Heizungsarten im Kostenvergleich

Die Kosten für neue Heizungen liegen zwischen 15'000 und 70'000 CHF, je nach gewähltem Brennstoff, der gewünschten Leistungsstärke und dem Aufwand für den Einbau bzw. Austausch der alten Heizung ab. Fossile Heizungssysteme sind oft günstiger in der Anschaffung als Wärmepumpen oder Pelletheizungen, aber teurer im Betrieb.

Heizungsarten

Anschaffungskosten*

Luft-Wasser-Wärmepumpe

30’000 - 45’000 CHF

Erdwärmepumpe

45’000 - 70’000 CHF

Pelletheizung

35’000 - 45’000 CHF

Brennstoffzellenheizung

30’000 - 50’000 CHF

Fernwärmeanschluss

15'000 - 30'000 CHF

Solarthermie

15’000 - 40’000 CHF

Gasheizung

23’000 - 29’000 CHF

Ölheizung

17’000 - 25’000 CHF

* Preise sind Durchschnittswerte für ein 120 m² grosses Einfamilienhaus und dienen zur Orientierung. Stand: Juni 2026

Förderung für Heizungen 2026

Für den Austausch eines fossilen Heizsystems gegen eine klimafreundliche Alternative profitieren Sie in der Schweiz von attraktiven Subventionen durch das Gebäudeprogramm der Kantone. Wenn Sie z. B. Ihre alte Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen oder Ihre Ölheizung auf Pellets umrüsten, ist ein Zuschuss von mehreren Tausend Franken möglich. Auch Gemeinden und Kommunen bieten häufig Fördermittel an, die sich kombinieren lassen. Ihre Heizungsfirma berät Sie gerne und hilft Ihnen beim Förderantrag.

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Welche Heizungsarten gibt es?

Zu den gängigen Heizungsarten zählen Wärmepumpen, Holzheizungen wie Pelletanlagen, Fernwärme, Brennstoffzellenheizungen sowie Elektro- und Infrarotheizungen. Weiterhin gibt es klassische Gas- und Ölheizungen, Blockheizkraftwerke, Hybridheizungen, die zwei verschiedene Systeme kombinieren, und Solarthermie als ergänzende Wärmequelle.

Welche Heizung ist die beste für ein Einfamilienhaus?

In vielen Fällen ist die Wärmepumpe die beste Wahl für ein Einfamilienhaus, da sie besonders effizient und zukunftssicher ist. Je nach den individuellen Gegebenheiten vor Ort kann jedoch auch eine andere Heizungsart, wie beispielsweise eine Pelletheizung oder Fernwärme, sinnvoll sein. Weniger empfehlenswert sind hingegen fossile Systeme wie Öl- oder Gasheizungen, da diese nicht nur klimaschädlich sind, sondern langfristig auch hohe und unkalkulierbare Betriebskosten verursachen.

Was ist die günstigste Heizung?

Fossile Heizungen wie Öl- oder Gaskessel sind beim Kauf zwar oft am günstigsten, werden aber durch steigende Energiepreise und die Schweizer CO₂-Abgabe auf lange Sicht im Betrieb immer teurer. Langfristig am wirtschaftlichsten ist meist die Wärmepumpe: Sie erfordert zwar höhere Anfangsinvestitionen, amortisiert sich aber durch sehr niedrige, stabile Energiekosten und attraktive kantonale Fördergelder.

Welche Heizung ist am umweltfreundlichsten?

Am umweltfreundlichsten ist die Pelletheizung mit einem CO₂-Ausstoss von nur 28 g/kWh, dicht gefolgt von der Solarthermie (24 g/kWh), die allerdings nur als ergänzendes System genutzt werden kann. Auch die Wärmepumpe gehört mit 171 bis 191 g/kWh zu den sehr klimafreundlichen Systemen, da sie hauptsächlich kostenlose Umweltwärme nutzt und ihr CO₂-Ausstoss mit dem Ausbau von grünem Strom kontinuierlich weiter sinkt.

Welche Heizungsart ist am besten?

Für Neubauten und gut sanierte Gebäude ist die Wärmepumpe aktuell der Standard und besonders zu empfehlen. In unsanierten Altbauten punkten hingegen Pellet- und Hybridheizungen, da sie die dort nötigen hohen Vorlauftemperaturen erreichen. Falls an Ihrem Wohnort ein Anschluss möglich ist, stellt Fernwärme für jede Gebäudeart eine komfortable Lösung dar. Von reinen Öl- und Gasheizungen wird hingegen wegen kontinuierlich steigender CO₂-Preise und strenger gesetzlicher Vorgaben grundsätzlich abgeraten.

Lina Strauss, Online-Redakteurin
Lina Strauss
Lina Strauss ist seit über drei Jahren bei Aroundhome und hilft unseren Leser:innen mit ihren Artikeln dabei, die wichtigsten Infos zu allen Themen rund ums Haus auf einen Blick zu finden. Ihr Interesse liegt vor allem bei zukunftsweisenden Themen aus dem Energie- und Immobiliensektor.

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