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Wechselrichter für die Solaranlage

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Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom um. Erst dadurch können Sie den Solarstrom im Haushalt nutzen oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Wir informieren Sie über verschiedene Wechselrichter und ihre Kosten.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Wechselrichter Stringwechselrichter
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Welche Aufgabe hat der Wechselrichter?

Der Wechselrichter wandelt den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom mit einer für das Hausnetz geeigneten Spannung und Frequenz um. Ohne ihn könnten die meisten Haushaltsgeräte den Solarstrom nicht direkt nutzen.

Der Wechselrichter hat mehrere wichtige Aufgaben:

  • Leistungsumwandlung: Der Wechselrichter macht den Solarstrom für Haushaltsgeräte und das öffentliche Stromnetz nutzbar.

  • Maximum Power Point Tracking: Das sogenannte Maximum Power Point Tracking, kurz MPPT, ermittelt laufend den optimalen Arbeitspunkt der Solarmodule. Dadurch kann die Anlage auch bei wechselnder Sonneneinstrahlung möglichst viel Leistung liefern.

  • Überwachung der Ertragsdaten: Das Gerät misst unter anderem Spannung, Stromstärke und Leistung. Viele Modelle stellen die Ertragsdaten über ein Display, eine App oder ein Onlineportal bereit.

  • Sicherheit bei Störungen: Der Wechselrichter überwacht das Stromnetz und trennt die Anlage bei einer Störung oder einem Stromausfall vom Netz. So wird verhindert, dass weiterhin Strom in ein abgeschaltetes Netz fliesst.

  • Energiemanagement: Moderne Geräte können den Solarstrom auf einen Batteriespeicher, eine Wallbox oder eine Wärmepumpe verteilen.

  • Batteriesteuerung: Ein Hybridwechselrichter steuert je nach Modell das Laden und Entladen des Batteriespeichers.

Wechselrichter Erklärung

Wie funktioniert die Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom?

Elektronische Schaltungen wandeln die Gleichspannung der Solarmodule in Wechselspannung um. Der Wechselrichter passt Spannung und Frequenz an das Hausnetz an. Dadurch kann der erzeugte Strom im Haushalt genutzt oder ins öffentliche Netz rückgespeist werden.

Welche Arten von Wechselrichtern gibt es?

Es gibt sechs grundlegende Wechselrichterarten:

  • Stringwechselrichter

  • Multistringwechselrichter

  • Mikrowechselrichter

  • Hybridwechselrichter

  • Batteriewechselrichter

  • Zentralwechselrichter

Welche Wechselrichter-Art zu Ihrer Solanlage passt, hängt zum Beispiel von der Grösse der Anlage, der Dachausrichtung, der Verschattung, einem geplanten Batteriespeicher und Ihren Anforderungen an Notstrom oder Ersatzstrom ab.

Es ist ratsam, sich bei der Auswahl von einer Fachfirma beraten zu lassen. Planen Sie eine neue Solaranlage zusammen mit einer Solarinstallateurin oder einem Solarinstallateur, müssen Sie sich selbst nur wenig Gedanken um die passenden Einzelteile machen. In der Regel werden Komplettanlagen mit auf die Module abgestimmtem Wechselrichter verkauft.

Stringwechselrichter

Ein Stringwechselrichter verbindet mehrere Solarmodule, die zu einem sogenannten String zusammengeschaltet sind. Diese Lösung ist insbesondere bei kleinen und mittleren Solaranlagen weit verbreitet.

Vorteile:

  • Sie haben meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Der Installationsaufwand bleibt meist überschaubar.

  • Die Technik ist im Keller, Hauswirtschaftsraum oder Technikraum gut zugänglich.

  • Bei gleichmässig ausgerichteten Modulflächen erreicht das System häufig einen hohen Wirkungsgrad.

Zu beachten:

  • Die Verschattung eines Moduls kann den Ertrag des gesamten Strings beeinflussen.

  • Unterschiedliche Dachausrichtungen benötigen eine passende Anzahl an MPP-Trackern.

  • Der Aufstellort sollte trocken, gut belüftet und vor grosser Hitze geschützt sein.

Multistringwechselrichter

Ein Multistringwechselrichter verwaltet mehrere Strings, die jeweils über eigene MPP-Tracker verfügen. Dadurch lassen sich Modulflächen mit unterschiedlichen Ausrichtungen oder Neigungen besser voneinander trennen.

Vorteile:

  • Die einzelnen Modulflächen lassen sich getrennt voneinander regeln.

  • Die Solaranlage kann bei unterschiedlichen Ausrichtungen effizienter arbeiten.

  • Teilweise verschattete Flächen lassen sich gezielter in das Anlagenkonzept einbinden.

Zu beachten:

  • Die Anzahl der MPP-Tracker muss zur geplanten Verschaltung passen.

  • Eine Fachfirma sollte die Verschaltung auf Spannung und Stromstärke prüfen.

Mikrowechselrichter

Bei einem Mikrowechselrichter verfügt jedes Solarmodul über einen eigenen Wechselrichter. Die Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom erfolgt somit direkt am Modul.

Vorteile:

  • Jedes Modul arbeitet unabhängig von den anderen Modulen.

  • Ertragsverluste durch Verschattung lassen sich häufig verringern.

  • Eine spätere Erweiterung der Solaranlage ist meist einfacher möglich.

Zu beachten:

  • Die Technik ist pro installierter Leistung häufig teurer.

  • Bei dieser Lösung befinden sich viele elektronische Geräte auf dem Dach.

  • Für Wartung und Austausch müssen die Geräte gut erreichbar bleiben.

Hybridwechselrichter

Ein Hybridwechselrichter kombiniert die Funktionen eines Wechselrichters für Photovoltaikanlagen und eines Batteriewechselrichters in einem Gerät.

Vorteile:

  • Der Solarstrom kann direkt genutzt oder im Batteriespeicher gespeichert werden.

  • Nicht benötigter Strom kann in das öffentliche Netz eingespeist werden.

  • Durch die direkte Kopplung können zusätzliche Umwandlungsschritte entfallen.

  • Je nach Modell kann das System eine Notstrom- oder Ersatzstromversorgung ermöglichen.

Zu beachten:

  • Der Batteriespeicher und der Wechselrichter müssen technisch kompatibel sein.

  • Sie sollten prüfen, ob eine spätere Erweiterung des Batteriespeichers möglich ist.

  • Die gewünschte Notstrom- oder Ersatzstromfunktion sollte ausdrücklich in der Offerte enthalten sein.

Batteriewechselrichter für eine Nachrüstung

Ein Batteriewechselrichter verbindet einen Batteriespeicher mit dem vorhandenen Wechselstromnetz. Diese Lösung wird häufig genutzt, um eine bestehende Solaranlage nachträglich mit einem Speicher auszustatten.

Vorteile:

  • Der bestehende PV-Wechselrichter kann häufig weiter genutzt werden.

  • Eine Nachrüstung ist bei passenden technischen Voraussetzungen möglich.

  • Die Speicherlösung lässt sich unabhängig vom bestehenden PV-Wechselrichter planen.

Zu beachten:

  • Durch die zusätzliche Verbindung mit dem Wechselstromnetz entstehen weitere Umwandlungsschritte.

  • Die Komponenten müssen elektrisch und kommunikativ miteinander arbeiten.

  • Eine Fachfirma muss den Netzanschluss, den Zählerplatz und das Smart-Meter-System des Elektrizitätswerks prüfen.

Zentralwechselrichter

Ein Zentralwechselrichter bündelt die Leistung mehrerer Modulflächen in einem einzigen, leistungsstarken Gerät. Diese Technik wird vor allem in grossen gewerblichen Anlagen und Solarparks eingesetzt.

Vorteile:

  • Die zentrale Bauweise kann bei grossen Anlagen einen hohen Wirkungsgrad ermöglichen.

  • Die gebündelte Technik kann bei gleichmässig geplanten Modulflächen wirtschaftliche Vorteile bieten.

  • Wartung und Überwachung lassen sich zentral organisieren.

Zu beachten:

  • Für typische Solaranlagen auf Einfamilienhäusern sind Zentralwechselrichter in der Regel nicht vorgesehen.

  • Eine Störung kann bei zentraler Auslegung einen grösseren Teil der Anlage betreffen.

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Wie hoch ist der Wirkungsgrad von PV-Wechselrichtern?

Der Wirkungsgrad moderner PV-Wechselrichter liegt bei etwa 95 bis 98 Prozent. Er beschreibt die Effizienz der Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom und variiert je nach Typ und Qualität des Wechselrichters.

Der Wirkungsgrad ist allerdings nicht konstant, sondern hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören

  • die Eingangsspannung,

  • die Auslastung des Wechselrichters

  • und die Umgebungsbedingungen wie Temperatur und Sonneneinstrahlung.

Hohe Umgebungstemperaturen können den Wirkungsgrad verringern, weswegen es wichtig ist, den Wechselrichter an einem gut belüfteten Ort zu installieren, der vor extremer Hitze geschützt ist.

Beachten Sie, dass ein höherer Wirkungsgrad nicht automatisch zu einer höheren Nennleistung führt. Er sorgt dafür, dass bei der Umwandlung weniger Energie verloren geht.

Der Wirkungsgrad des Wechselrichters hat einen direkten Einfluss auf die Gesamteffizienz der Solaranlage. Ein Wechselrichter mit einem höheren Wirkungsgrad trägt dazu bei, den Gesamtwirkungsgrad der Anlage zu maximieren und somit die Energieausbeute zu optimieren. Daher ist die Auswahl eines Wechselrichters mit einem hohen Wirkungsgrad von entscheidender Bedeutung für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen.

Was kostet ein Wechselrichter?

Ein Wechselrichter macht ungefähr 10 bis 15 Prozent der Gesamtkosten einer PV-Anlageohne Batteriespeicher aus. Bei einer 10-kWp-Anlage für etwa 25’000 bis 30’000 CHF entspricht das rund 2’500 bis 4’500 CHF. Der genaue Preis hängt unter anderem von der Leistung, der Wechselrichterart und den gewünschten Funktionen ab. Hybridwechselrichter mit Speicher-, Notstrom- oder Energiemanagementfunktionen können teurer sein.

Welche neuen Wechselrichter-Techniken gibt es 2026?

Zu den wichtigsten neuen Techniken im Jahr 2026 gehören Hybridtechnik, die Notstrom- und Ersatzstromversorgung, das Energiemanagement sowie die Begrenzung und Steuerung der Rückspeisung.

Moderne Wechselrichter sind schon lange nicht mehr nur Geräte zur Stromumwandlung. Vielmehr werden sie zunehmend zur Steuerzentrale für Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpe, Wallbox und Stromnetz.

Hybridtechnik mit Batteriespeicher

Hybridwechselrichter werden flexibler und unterstützen je nach Modell verschiedene Batteriespeicher, höhere Ladeleistungen und eine spätere Erweiterung. Bei der Auswahl sollten Sie deshalb prüfen, welche Batterien tatsächlich freigegeben sind und ob die gewünschte Speicherkapazität später ergänzt werden kann.

Notstrom und Ersatzstrom

Viele aktuelle Hybridwechselrichter können bei einem Stromausfall ein eigenes lokales Stromnetz aufbauen. Je nach System werden nur ausgewählte Stromkreise oder das gesamte Haus versorgt. Dafür sind meist ein Batteriespeicher und eine Umschalteinrichtung erforderlich.

Achten Sie auf die genaue Bezeichnung der Funktion:

  • Bei einer Ersatzstromversorgung übernimmt das System die Versorgung nach einer automatischen Umschaltung.

  • Eine Notstromfunktion kann je nach Gerät eine manuelle Aktivierung oder die Versorgung einzelner Steckdosen bedeuten.

  • Nicht jeder Hybridwechselrichter kann automatisch dreiphasigen Ersatzstrom bereitstellen.

  • Für den Betrieb sind meist ein Batteriespeicher, eine Umschalteinrichtung und eine passende Elektroinstallation erforderlich.

Energiemanagement

Ein Wechselrichter kann mit einem Energiemanagementsystem kommunizieren und die Energieflüsse im Haushalt steuern. Der Solarstrom wird dann bevorzugt für den Direktverbrauch, den Batteriespeicher, die Wallbox oder die Wärmepumpe eingesetzt. Das Energiemanagement ist nicht bei jedem Gerät im Wechselrichter integriert.

Rückspeisung und Einspeisebegrenzung

Moderne Wechselrichter können die Rückspeiseleistung auf einen bestimmten Wert begrenzen oder auf null setzen. Überschüssiger Solarstrom wird dann direkt genutzt, gespeichert oder abgeregelt.

Seit dem 1. Januar 2026 kann das zuständige Elektrizitätswerk bei neuen Solaranlagen und teilweise beim Ersatz des Wechselrichters verlangen, dass höchstens 70 Prozent der installierten Modulleistung ins öffentliche Netz eingespeist werden. Der Wechselrichter oder ein Energiemanagementsystem setzt diese Begrenzung um. Solarstrom, den Sie selbst verbrauchen oder speichern, ist davon nicht betroffen. Die dadurch abgeregelte Energiemenge darf höchstens 3 Prozent der jährlichen Stromproduktion ausmachen und wird nicht entschädigt.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Wechselrichter ist der beste?

Der beste Wechselrichter ist das Modell, das zu Ihrer Dachfläche, Ihrer Modulverschaltung, Ihrer Speicherplanung und Ihrem Verbrauch passt. Achten Sie auf den Wirkungsgrad, die MPP-Tracker, die Garantie, den Service, die Kommunikationsmöglichkeiten sowie die Notstrom- oder Ersatzstromoptionen.

Wie gross muss der Wechselrichter für eine Solaranlage sein?

Die Grösse wird anhand der Modulleistung, des Spannungsbereichs, des maximalen Eingangsstroms, der Dachausrichtung und des geplanten Verbrauchs berechnet. Aus diesem Grund müssen die Leistung der Solarmodule und die Ausgangsleistung des Wechselrichters nicht exakt übereinstimmen.

Was passiert bei einem Stromausfall?

Ein gewöhnlicher netzgekoppelter Wechselrichter schaltet sich bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen ab. Eine Stromversorgung während des Ausfalls ist nur möglich, wenn die Solaranlage über eine geeignete Notstrom- oder Ersatzstromfunktion sowie einen Batteriespeicher und die erforderliche Umschalteinrichtung verfügt.

Wie lange hält ein Wechselrichter?

Die Lebensdauer eines Wechselrichters beträgt in der Regel 10 bis 15 Jahre. Sie hängt unter anderem von den Betriebsstunden, der Temperatur, dem Aufstellort, der Auslastung und der Wartung ab.

Muss der Wechselrichter gewartet werden?

Bei vielen Geräten ist keine regelmässige Wartung in kurzen Intervallen vorgeschrieben. Sie sollten die Ertragsdaten dennoch regelmässig kontrollieren und Fehlermeldungen ernst nehmen. Zusätzlich kann eine Fachperson die Anlage im Rahmen einer wiederkehrenden Sicherheitsprüfung kontrollieren.

Unsere Autorin Undine Tackmann  ist Senior Editor bei Aroundhome und Expertin auf dem Gebiet Energieeffizienz und für Solaranlagen
Undine Tackmann
Undine Tackmann hat sich bei Aroundhome auf den Energiebereich spezialisiert. Mit ihrer Expertise verfasst sie Artikel, die komplexe Energiethemen verständlich aufbereiten. Sie konzentriert sich auf nachhaltige Energielösungen und innovative Trends, um Leser:innen bei der Entscheidungsfindung für eine grünere Zukunft zu unterstützen.

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