Solarmodule im Vergleich – welche Solarmodule sind die besten?
Zu den wichtigsten Bauteilen einer Photovoltaikanlage gehören die PV-Module. In den letzten Jahren hat sich die Technologie von Dünnschichtmodulen, polykristallinen Modulen und monokristallinen Module stetig weiterentwickelt. Welche Unterschiede es gibt und wie Sie das passende Modul auswählen, erfahren Sie in unserem Solarmodul-Vergleich.
PV-Modultypen im Vergleich – Vorteile und Nachteile
Nicht jedes Modul passt zu jedem Dach. Die gängigsten Typen sind
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
Solarmodule Vergleich nach Leistungsdaten
Ein hoher Wirkungsgrad ist nicht immer das wichtigste Kriterium. Diese Kennzahlen sind beim Kauf entscheidend:
Wirkungsgrad und Effizienz der PV-Module
Der Wirkungsgrad zeigt, wie viel Sonnenlicht ein Modul in Strom umwandelt. Ein Wert von 19 Prozent bedeutet: 19 Prozent der eingestrahlten Energie werden zu Strom. Der Rest geht als Wärme oder Reflexion verloren. Monokristalline Module liegen vorne, Dünnschichtmodule am Ende.
Temperaturbeständigkeit der PV-Module
Solarmodule arbeiten unter standardisierten Testbedingungen bei einer Zelltemperatur von 25 °C am effizientesten. Sowohl Hitze als auch extreme Kälte senken die Leistung. Kristalline Module reagieren empfindlicher auf Temperaturschwankungen als Dünnschichtmodule, liefern aber übers Jahr dennoch mehr Ertrag.
Eine wichtige Kennzahl für die Temperaturbeständigkeit ist der Temperaturkoeffizient: Je niedriger er ist, desto weniger empfindlich reagiert das Modul auf Temperaturschwankungen.
Nennleistung und Leistungstoleranz
Die Nennleistung ist die maximale Leistung unter Laborbedingungen. Im realen Betrieb weicht sie ab beispielsweise durch Verschattung. Wie stark, gibt die Leistungstoleranz an. Üblich sind ±3 Prozent.
Bei hochwertigen Modulen gilt heute oft nur noch eine positive Toleranz. Ein 200-Watt-Modul mit +3 Prozent Toleranz liefert also mindestens 200 bis 206 Watt, auch im realen Betrieb.
Leistungsgarantie
Die Leistungsgarantie beschreibt, wie viel Prozent der ursprünglichen Leistung ein Modul nach vielen Betriebsjahren noch erbringen soll. Der Leistungsverlust über die Zeit wird als Degradation bezeichnet.
Gute Module: ca. 0,15 Prozent Degradation pro Jahr
Günstige Module: bis zu 0,7 Prozent pro Jahr
Gute Leistungsgarantie: 85 – 90 Prozent Restleistung nach 25 – 30 Jahren
Laut des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) altern mono- und polykristalline Wafer-Module so langsam, dass Leistungsverluste wissenschaftlich kaum messbar sind.
Produktgarantie für Solarmodule
Die Produktgarantie deckt physische Defekte ab wie z. B. am Rahmen, Solarglas, der Rückseitenfolie oder der Anschlussdose. Sie greift bei Material- und Herstellungsfehlern und ist von der Leistungsgarantie getrennt zu betrachten.
Üblich sind:
Standard-Produktgarantie: 10 bis 12 Jahre
Gute Produktgarantie: 15 bis 20 Jahre
Sehr gute Produktgarantie: ab 25 Jahre
Mechanische Belastbarkeit von PV-Modulen
PV-Module müssen Hagel, Schneelasten und Wind standhalten. Gerade in der Schweiz kann das je nach Region und Höhenlage besonders relevant sein. Dünnschichtmodule sind hier am anfälligsten, da sie ohne Rahmen gefertigt werden. Am stabilsten sind Glas-Glas-Module. Sie sind ideal für Solar-Terrassenüberdachungen oder Solar-Carports. Sie schützen beidseitig vor Witterung und spenden gleichzeitig angenehmen Halbschatten.
Solar-Überdachungen spenden einen angenehmen Halbschatten, müssen aber auch besonders belastbar sein.
Grösse und Leistung von Dünnschicht- und Dickschichtmodulen
Für monokristalline Module hat sich die Grösse M10 (ca. 1,72–1,78 m Länge) als Standard für Hausdächer etabliert. Auf einer typischen Dachfläche von 50 m² passen ca. 28 Module (je 1,7 m²), inklusive Abstandshalter.
Dünnschichtmodule haben keine festen Grössen und brauchen für die gleiche Leistung 1,5- bis 2-fach mehr Fläche.
Leistungsvergleich bei 50 m² Dachfläche:
Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt mit vier Personen verbraucht pro Jahr oft rund 4’500 kWh Strom. Dafür kann eine Solaranlage im Bereich von etwa 5 kWp bereits interessant sein. Wenn zusätzlich eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder ein Batteriespeicher eingeplant sind, werden grössere Anlagen von 10 kWp häufig sinnvoll.
Moduloptimierer bei Verschattungen
Wenn ein Baum, ein Kamin oder eine Dachgaube Schatten auf einzelne Module wirft, kann das die Leistung eines ganzen Strings beeinträchtigen. In solchen Fällen können Moduloptimierer oder Mikrowechselrichter helfen.
Mögliche Vorteile:
überbrücken das schwächere Modul elektrisch
halten die Leistung der anderen Module aufrecht
bereits integriert in sogenannte Smart Module
auch als Nachrüstung für bestehende PV-Anlagen verfügbar
Hersteller von PV-Modulen
Viele führende Hersteller von PV-Modulen kommen heute aus China, darunter etwa Longi Solar, Trina Solar oder Jinko Solar. Sie prägen den Weltmarkt durch grosse Produktionskapazitäten und wettbewerbsfähige Preise.
Daneben sind in der Schweiz auch zahlreiche internationale Marken über Fachfirmen, Grosshändler und den spezialisierten PV-Handel erhältlich. Welche Module konkret infrage kommen, hängt oft weniger vom Herstellungsland als von Verfügbarkeit, Garantieleistungen, technischer Eignung und dem Angebot der ausführenden Fachfirma ab.
Kostenvergleich für Solarmodule
Die Kosten für die Solarmodule in der Schweiz haben 2026 einen historischen Tiefstand erreicht. Die gilt besonders bei TOPCon-Modulen. Kurz zusammengefasst:
Dünnschichtmodule: günstigster Einstiegspreis, aber mehr Fläche nötig
Polykristalline Module: gutes Mittelfeld, aber kaum noch am Markt verfügbar
Monokristalline Module (TOPCon): 2026 der Standard, bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Premium-Module (HJT/bifazial): teurer, aber höchste Effizienz und längste Garantien
*Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Quellen: swissbatt24.ch und HORNBACH Schweiz (Online-Shop-Preisübersichten), Juni 2026. Umrechnung basierend auf typischen Modulleistungen: Dünnschicht 150 - 250 W, Polykristallin 400 W, PERC 400 W, TOPCon 450 W, Premium 450–500 W.
Polykristallin oder monokristallin – was ist besser?
Monokristallin gewinnt ganz klar. Auf privaten Hausdächern ist die Fläche begrenzt. Monokristalline Module liefern mehr Leistung pro Quadratmeter. Wer langfristig plant und steigenden Strombedarf (Wärmepumpe, E-Auto) einkalkuliert, greift zu monokristallinen TOPCon-Modulen.
Was ist besser: Glas-Glas oder Glas-Folie-Solarmodule?
Glas-Glas-Module sind langlebiger, Glas-Folie ist leichter und günstiger.
Glas-Glas: robuster, höhere Lebensdauer, bessere Degradationswerte, aber teurer, schwerer, aufwendigere Montage
Glas-Folie: günstigere Anschaffung, geringeres Gewicht, aber weniger widerstandsfähig
Für Standarddächer reichen Glas-Folie-Module meist aus. Glas-Glas lohnt sich besonders bei langer Nutzungsdauer oder besonderen Anforderungen wie z. B. Carport oder Überdachungen.
Was ist besser: Halbzellen oder Vollzellen bei Solarmodulen?
Halbzellen sind besser. Die Solarzellen werden halbiert: Statt 60 oder 72 Vollzellen hat ein Modul 120 oder 144 Halbzellen. Kleinere Zellen erwärmen sich weniger, was die Leistungsverluste reduziert.
Das bringt:
2 – 4 Prozent höheren Wirkungsgrad
bis zu 10 Prozent mehr Sonnenstrom bei gleicher Fläche
bessere Leistung bei Teilverschattung
Ein Vollzellenmodul mit 60 Solarzellen ist weniger leistungsstark als ein Halbzellenmodul mit 120 Solarzellen.
Was ist das beste Solarmodul?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Das beste Modul hängt von Ihrem Dach, Budget und Ziel ab. Als unabhängige Orientierung dient der Kiwa PVEL-Test (PV Evolution Labs), der weltweit als der renommierteste Unabhängigkeitstest für PV-Module gilt
Top-Performer-Hersteller 2025 - Auswahl in der Schweiz verfügbar:
Jinko Solar (China)
Trina Solar (China)
Ja Solar (China)
Qcells (Deutschland/Südkorea)
Canadian Solar (Kanada)
Risen Energy (China)
DMEGC Solar (China)
Adani Solar (Indien)
First Solar (USA)
Longi Solar (China)
AE Solar (Deutschland)
Aiko Solar (China)
Huasun (China)
Fazit: Welcher Photovoltaik-Modultyp schneidet im Vergleich am besten ab?
Monokristalline Module sind die beste Wahl für die meisten Haushalte in der Schweiz. Sie liefern auf begrenzter Dachfläche den höchsten Ertrag, was entscheidend ist für Eigentümer:innen, die Wärmepumpe, E-Auto oder Batteriespeicher betreiben wollen.
Polykristallin: günstiger, aber kaum noch verfügbar und leistungsschwächer
Dünnschichtmodule: nur sinnvoll bei besonderen Anforderungen (Gewicht, Flexibilität)
TOPCon (monokristallin): 2026 der Standard – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
HJT/Premium: lohnt sich bei kleinen Dächern oder sehr langer Nutzungsdauer
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