Was kostet ein Solarmodul 2026? Aktuelle Preise und Markttrends
Der Preis für eine Photovoltaikanlage hängt auch von den verwendeten Solarmodulen ab. Im Schnitt können Sie mit rund 90 bis 135 CHF für ein 450-Watt-Solarmodul rechnen. Damit Sie eine faire Offerte für Ihre PV-Anlage erkennen, erfahren Sie hier, mit welchen Modulpreisen Sie 2026 rechnen sollten und welche Faktoren die Kosten am stärksten beeinflussen.
Was kostet ein neues Solarmodul?
Die Preise für Solarmodule sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. In der Schweiz wird der Modulpreis häufig als Preis pro Watt Peak angegeben: Für hochwertige Module werden je nach Produkt und Bezugsquelle grob rund 0.20 bis 0.30 CHF pro Watt Peak genannt. Das entspricht bei einem Standard-Solarmodul mit 400 bis 450 Watt typischerweise rund 90 bis 135 CHF pro Modul.
Kosten von Solarmodulen nach Modulart
Es werden verschiedene Arten von Solarmodulen unterschieden:
Dünnschichtmodule: günstigste Option, heute meist nur noch für Spezialanwendungen im Einsatz wie z. B. für Wohnmobile, sehr leichte Dächer
Polykristalline Module: bis etwa 2023 weit verbreitet, heute praktisch vom Markt verschwunden
Monokristalline Module: seit 2024 Standard; häufig mit TOPCon-Technologie
*Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung. Quellen: swissbatt24.ch und HORNBACH Schweiz (Online-Shop-Preisübersichten), Juni 2026. Umrechnung basierend auf typischen Modulleistungen: Dünnschicht 150 - 250 W, Polykristallin 400 W, PERC 400 W, TOPCon 450 W, Premium 450–500 W.
Kosten von Solarmodulen nach Leistung
2026 werden üblicherweise Module mit 400 bis 500 Watt verbaut. Premium-Module erreichen mittlerweile sogar 600 bis 740 Watt. Eine höhere Leistung pro Modul kann den Installationsaufwand reduzieren und spart Dachfläche.
*Preise sind Richtwerte und dienen zur Orientierung (Stand: Juni 2026).
Aktuelle Preisentwicklung von PV-Modulen
Der Preis von Solarmodulen wird häufig pro Watt Peak (Wp) angegeben. Seit den ersten kommerziellen PV-Modulen sind die Kosten pro Wp massiv gesunken. Aktuell werden für hochwertige Solarmodule in der Schweiz je nach Produkt und Bezugsquelle grob rund 0.20 bis 0.30 CHF/Wp genannt.
Die wichtigsten Gründe für sinkende Modulpreise
Ausbau der Produktionskapazitäten; vor allem in Asien
Überangebot am Weltmarkt in einzelnen Phasen
Technologische Fortschritte; höhere Wirkungsgrade, bessere Zelltechnologien
Starker internationaler Wettbewerb
Aktuelle Modulpreise pro kWp – PERC vs. TOPCon vs. HJT
Die Modulpreise liegen weiterhin auf einem tiefen Niveau. Für die Einordnung gilt: In der folgenden Tabelle sind reine Modulkosten ohne Montage dargestellt.
*Kosten sind Richtwerte zur Orientierung. Umrechnung aus typischen Modulpreis-Bandbreiten von ca. 0.20–0.30 CHF/Wp (PERC/TOPCon) bzw. ca. 0.28–0.40 CHF/Wp (Premium/HJT) (Stand: Juni 2026)
Warum billig kaufen 2026 teuer werden kann - Effizienz-Vorgaben
Sehr günstige Module können sich langfristig rächen – nicht zwingend wegen der Anschaffung, sondern wegen Flächenbedarf, Ertrag und Garantien.
Konkret bedeutet das:
Keine Förderung: Manche Programme fordern ab 2026 höhere Qualitätsstandards. Günstige Module fallen dann raus.
Weniger Ertrag: Ein tieferer Wirkungsgrad bedeutet weniger kWh pro Jahr und damit weniger Einsparungen über 25 bis 30 Jahre.
Mehr Dachfläche nötig: Je tiefer der Wirkungsgrad, desto mehr Fläche benötigen Sie für dieselbe Leistung.
Höhere Degradation möglich: Günstige Module können schneller Leistung verlieren als Premium-Module.
Kürzere Garantien: Manche Produkte bieten kürzere oder weniger vorteilhafte Garantiebedingungen.
Staatliche Zuschüsse und Steuervorteile: So senken Sie Ihre Modul-Kosten
Dank Förderungen und Steuervorteilen für Solaranlagen zahlen Sie für Ihre PV-Anlage effektiv weniger als den reinen Kaufpreis. In der Schweiz sind vor allem drei Hebel relevant:
Einmalvergütung (EIV) über Pronovo: Je nach Anlagentyp und Leistung wird ein Grundbeitrag plus Leistungsbeitrag ausbezahlt. Die Einmalvergütung kann die Investitionskosten in der Grössenordnung von bis zu rund 30 Prozent der massgeblichen Investitionskosten (Referenzanlagen) reduzieren.
Rückliefervergütung: Für überschüssigen Solarstrom, den Sie an Ihr Elektrizitätswerk (EW) zurückliefern, erhalten Sie eine Vergütung. Seit 2026 ist die Logik stärker am Marktpreis ausgerichtet. Für kleinere Anlagen gibt es eine Minimalvergütung.
Steuervorteile: In vielen Kantonen können Investitionen in eine Solaranlage auf bestehenden Liegenschaften als Unterhaltskosten bei der Einkommenssteuer abgezogen werden. Dies wird kantonal unterschiedlich geregelt.
Zusätzlich können Kantone, Gemeinden oder Energieversorger eigene Programme anbieten, teils auch für Batteriespeicher, Energieberatung oder einen Gebäudeenergieausweis.
Was beeinflusst den Preis von Solarmodulen?
Zelltechnologie: TOPCon-Module sind 2026 in vielen Offerten der Standard und bieten oft ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. HJT-Module im Premium-Segment kosten in der Regel mehr, können dafür aber bei hohen Temperaturen Vorteile beim Ertrag haben und weisen je nach Produkt tiefere Degradation auf.
Modulaufbau: Glas-Glas-Module haben meist einen höheren Anschaffungspreis als Glas-Folie-Module, bieten dafür häufig längere Produktgarantien und eine höhere Robustheit (z. B. gegenüber Feuchtigkeit/Mechanik) – was die Lebensdauer positiv beeinflussen kann.
Herkunft & Verfügbarkeit: Module aus Asien sind häufig günstiger und am Markt stark vertreten. Europäische Hersteller sind oft teurer, punkten dafür teils mit kürzeren Lieferwegen, lokalem Support und einer unkomplizierteren Garantieabwicklung (je nach Anbieter/Importeur in der Schweiz).
Optik: Full-Black-Module kosten oft mehr als Standard-Module, wirken aber auf vielen Dächern harmonischer. Spezielle Lösungen wie z. B. farbige Module oder gestalterisch angepasste Varianten für Ortsbild-und Denkmalschutz sind deutlich teurer und liefern teils weniger Leistung.
Wirkungsgrad: Module mit höherem Wirkungsgrad kosten pro Stück meist mehr, erzeugen aber mehr Leistung pro Quadratmeter. Bei begrenzter Dachfläche kann sich das rechnen, weil Sie für die gleiche Gesamtleistung weniger Module benötigen.
Abnahmemenge & Bezugsweg: Grössere Bestellmengen führen zu tieferen Preisen pro Modul. Bei einer schlüsselfertigen Anlage über einen PV-Installateur profitieren Sie oft indirekt von Mengenrabatten (wichtig: die Gesamtofferte zählt – nicht nur der Modulpreis).
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet ein Solarmodul in der Schweiz?
Für hochwertige Solarmodule werden in der Schweiz häufig Richtwerte von rund 0.20 bis 0.30 CHF pro Watt Peak (Wp) genannt. Umgerechnet entspricht das bei einem Standardmodul mit 400 bis 450 Watt typischerweise etwa 80 bis 135 CHF pro Modul, je nach Technologie, Marke, Bezugsquelle sowie MWST und Versand.
Warum unterscheiden sich die Modulpreise so stark?
Die Preisspannen ergeben sich vor allem aus der Zelltechnologie (z. B. PERC, TOPCon, HJT), dem Modulaufbau (Glas-Glas vs. Glas-Folie), der Herkunft bzw. Marke und dem Service des Importeurs, sowie aus optischen Varianten wie Full-Black oder Speziallösungen. Zusätzlich macht es einen grossen Unterschied, ob Sie einzelne Module im Detailhandel oder Online-Shop beziehen oder ob ein Installateur über Grosshandelskonditionen und Mengenrabatte einkauft.
Was bedeutet kWp bei Photovoltaikanlagen?
KWp bedeutet Kilowatt Peak und beschreibt die Nennleistung einer PV-Anlage unter standardisierten Testbedingungen. Weil reale Bedingungen wie Temperatur, Einstrahlung, Ausrichtung, Verschattung und Systemverluste davon abweichen, lässt sich aus dem kWp-Wert allein nicht direkt der jährliche Ertrag ableiten.
Was kostet 1 kWp Solarmodule 2026 in der Schweiz?
Bei Modulpreisen von etwa 0.20 bis 0.30 CHF/Wp liegen reine Modulkosten grob bei 200 bis 300 CHF pro kWp. Premium-Module wie z. B. HJT oder bifazial können je nach Produkt und Bezugsweg darüber liegen.
Wie hoch ist der Anteil der Module an den Gesamtkosten einer PV-Anlage?
Bei einer schlüsselfertigen Solaranlage entfallen die Kosten nicht nur auf die Module, sondern auch auf Unterkonstruktion und Montage, Wechselrichter, Elektroinstallationen, Planung und Administration, Gerüst und Inbetriebnahme. In einem konkreten Beispiel von CKW liegen die PV-Module bei 9 Prozent der Gesamtkosten. Je nach Offerte kann der Anteil auch höher sein, ist aber nicht automatisch fix bei 15–20 Prozent.