Heizung – Arten, Kosten und Förderungen
Wer heute in eine neue Heizung investiert, stellt die Weichen für viele Jahre. Doch welche Technik ist die richtige? Von Wärmepumpe über Gasheizung bis Holzpelletheizung – die Auswahl ist gross. Wir zeigen Ihnen, welche Heizungsarten es gibt, worin sie sich unterscheiden und worauf Sie bei der Entscheidung achten sollten, wenn Sie eine sparsame, langlebige und zukunftssichere Lösung suchen.
Heizungsarten nach Brennstoff
Moderne Heizsysteme unterscheiden sich vor allem durch den eingesetzten Energieträger. Während früher Öl und Gas als Standard galten, gewinnen heute erneuerbare Energien zunehmend an Bedeutung – auch aufgrund gesetzlicher Vorgaben wie der Mustervorlage für kantonale Energiegesetze (MuKEn 2014).
Heizung mit erneuerbaren Energien
Zu den wichtigsten Heizungsanlagen zählen Wärmepumpen, Holzheizungen und Solarthermieanlagen: Wärmepumpen nutzen Wärme aus der Umgebung und können ein Haus vollständig ohne fossile Energien beheizen. Holzheizungen (Pellet-, Scheitholz- oder Hackschnitzelheizungen) verbrennen nachwachsende Rohstoffe klimaneutral. Solarthermieanlagen wandeln Sonnenenergie in Wärme um und eignen sich besonders zur Warmwasserbereitung, können aber auch zur Heizungsunterstützung dienen.
Heizung mit fossilen Brennstoffen
Sie möchten auf einen anderen Brennstoff umsteigen? Hier finden Sie einen Überblick zu Aufbau, Vor- und Nachteilen sowie den Kosten fossiler Heizsysteme.
Elektroheizungen
Elektroheizungen erzeugen Wärme direkt aus Strom – von klassischen Direktheizungen bis zu sparsamen Infrarotmodellen. Sie sind leicht zu installieren und können in Kombination mit eigenem Solarstrom oder bei sehr niedrigem Heizbedarf wirtschaftlich sinnvoll sein.
Heizung modernisieren oder erneuern?
Bevor Sie sich für ein neues Heizungsmodell entscheiden, prüfen Sie, ob auch eine Modernisierung infrage kommt. Wenn kein neuer Energieträger eingesetzt werden soll, der Heizkessel allerdings 20 Jahre oder älter ist, wird es Zeit für eine Modernisierung. Ältere fossile oder elektrische Heizungen im Altbau sind sehr teuer im Betrieb und sollten möglichst rasch ersetzt werden. Sie können beispielsweise eine Gasheizung auf eine Wärmepumpe umstellen oder eine Ölheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten. Heizungen im Neubau werden meist von Anfang an auf erneuerbare Energien ausgelegt.
Wichtige Fragen, die Sie sich stellen sollten:
Welcher Brennstoff soll es sein?
Welche Versorgungsleitungen sind angelegt? (z. B. Erdgasanschluss)
Wie groß ist die Wohnfläche?
Wie viel Platz steht zur Verfügung (inkl. Lagerfläche)?
Eignen sich Ihre Heizkörper noch bei einer Umrüstung?
Sind Ihnen Nachhaltigkeit oder geringe Anschaffungskosten wichtiger?
Heizungen im Vergleich
Montagearten für Heizungen
Bei der Planung einer Heizung im Haus ist die Montageart wichtig:
Etagenheizung: Diese wird direkt in der jeweiligen Wohnung installiert und beheizt ausschliesslich diese Räume.
Zentralheizung: Zum Beispiel wird ein Brennwertkessel oder eine Wärmepumpe zentral im Keller oder Technikraum montiert. Von dort aus versorgt sie das gesamte Gebäude mit Wärme.
Neben den Arten der Heizungsanlagen müssen Sie sich für ein Wärmeabgabesystem entscheiden. Klassisch sind Radiatoren. Bei Sanierungen oder Neubauten werden gern Flächenheizungen, wie beispielsweise Fussboden- oder Wandheizungen, verbaut.
Heizungsinstallation
Am einfachsten ist die Installation einer Heizung, wenn sie an den bestehenden Heizkreislauf angeschlossen werden kann. Bei der Installation von Wärmepumpen ist in den meisten Kantonen das Wärmepumpen-System-Modul (WPSM) oder eine Zertifizierung durch die Fachvereinigung Wärmepumpe Schweiz (FWS) Voraussetzung für Förderbeiträge. Für einen sicheren und effizienten Betrieb sollte die Installation durch einen Fachbetrieb erfolgen. Mit einem Servicevertrag sorgen Sie für eine regelmässige Heizungswartung und verlängern die Lebensdauer der gesamten Anlage.
Kosten für Heizungen
Die Anschaffungskosten einer neuen Heizung variieren je nach Technologie erheblich. Fossile Systeme, wie beispielsweise Öl- oder Gasheizungen, sind mit unter 30’000 CHF in der Anschaffung günstiger. Durch die CO₂-Abgabe werden sie im Betrieb jedoch zunehmend teurer. Erneuerbare Alternativen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen erfordern mit 30’000 bis 60’000 CHF zwar eine höhere Investition. Auf lange Sicht sind sie dank der massiven Einsparungen bei den laufenden Energiekosten jedoch fast immer die wirtschaftlichere Wahl.
Förderungen für Heizungen
Für den Heizungsersatz und weitere Sanierungsmassnahmen gibt es in der Schweiz attraktive Heizungsförderungen. Sie können zwischen einer einheitlichen, nationalen Klimaprämie und kantonalen Subventionen, wie dem Gebäude- oder Impulsprogramm, wählen. Oft bieten auch Gemeinden oder regionale Energieversorger eigene Programme an, beispielsweise Fördergelder für Wärmepumpen. Abhängig von Ihrem Wohnort und der gewählten Heizung können Sie oft mehrere Tausend Franken Zuschuss erhalten. Zusätzlich lassen sich die Kosten für den Heizungsersatz in vielen Kantonen steuerlich absetzen.
So können Sie Ihre Heizung optimieren
Wird die Heizung ungleichmässig warm oder heizt in den Räumen unterschiedlich, ist nicht immer ein Austausch nötig. Oft genügt es, einzelne Komponenten effizienter aufeinander abzustimmen oder zu erneuern. Im Video zeigen wir Ihnen 6 Massnahmen, die Sie allein vornehmen oder von einem Fachbetrieb ausführen lassen können.
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