Grundstückspreise 2026: Aktuelle Quadratmeterpreise, Entwicklung und regionale Unterschiede
Die Baulandpreise sind innerhalb der Schweiz regional sehr unterschiedlich und variieren auch innerhalb der Kantone und je nach Quartier stark. Wie hoch sind die Quadratmeterpreise für Grundstücke aktuell und welche Faktoren bestimmen den Preis?
Der letzte nationale Richtwert für Grundstückspreise in der Schweiz stammt aus dem Jahr 2021 und lag bei etwa 1'310 CHF/m².
Die geringsten durchschnittlichen Grundstückspreise weisen die Kantone Jura, Wallis und Solothurn auf.
Zug, Basel-Stadt und Zürich sind die Kantone mit den höchsten Baulandpreisen.
Was kostet ein Quadratmeter Grundstück in der Schweiz aktuell?
Einen einheitlichen und amtlich ausgewiesenen Durchschnittspreis für Grundstücke gibt es in der Schweiz nicht. Die Preise hängen stark von Gemeinde, Lage, Bauzone, Ausnützung, Erschliessung und Grundstücksgrösse ab. Der zuletzt verfügbare schweizweite Richtwert aus dem Jahr 2021 lag laut Wüest Partner bei rund 1'310 CHF/m². Da die Baulandpreise seither in den meisten Regionen um etwa 20 bis 40 Prozent gestiegen sind, können die folgenden Werte vor allem als Referenz für die regionalen Preisunterschiede dienen:
* Quelle: Wüest Partner, 2021
Grundstückspreisentwicklung 2026: Was bringt die Zukunft?
Die Baulandpreise in der Schweiz sind seit Ende der 1990er-Jahre in vielen Regionen deutlich gestiegen. In der Stadt Zürich erhöhte sich der Medianpreis für unbebautes Wohnbauland etwa von 350 CHF/m² im Jahr 1974 auf 6'500 CHF/m² im Jahr 2024. Die Entwicklung zeigt, wie stark sich die Preise in besonders gefragten Lagen langfristig verändert haben.
Für den Wohneigentumsmarkt erwartet UBS für 2026 moderate Preissteigerungen von etwa 3,5 Prozent bei Eigentumswohnungen und 2,5 Prozent bei Einfamilienhäusern. Allerdings lässt sich die Immobilienpreisentwicklung nicht direkt auf unbebaute Parzellen übertragen. Bei Bauland ist vielmehr von regional unterschiedlichen Entwicklungen auszugehen: In wirtschaftlich starken Gemeinden mit knappem Angebot könnten die Preise stabil bleiben oder steigen, während in ländlichen Regionen eine schwächere Nachfrage sowie hohe Erschliessungskosten die Preisentwicklung begrenzen können.
Welche Faktoren beeinflussen Grundstückspreise?
Der Preis eines Grundstücks wird durch mehrere Faktoren bestimmt. Wenn Sie Ihr Grundstück verkaufen möchten, können Immobilienmakler:innen aus Ihrer Region oder qualifizierte Sachverständige eine realistische Einschätzung des Werts geben. Zuvor können Sie den Wert Ihres Grundstücks bereits selbst grob einordnen. Neben den durchschnittlichen Preisen in Ihrer Region sollten Sie dabei vor allem folgende Punkte beachten:
Lage: Entscheidend sind unter anderem das Quartier, die Aussicht, die Lärmbelastung und die Nähe zu Arbeitsplätzen. Eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr sowie die Nähe zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten können den Wert erhöhen.
Nachfrage und Kaufkraft: In steuergünstigen Gemeinden mit hoher Kaufkraft, etwa im Kanton Zug, können besonders hohe Preise erzielt werden. In Regionen mit Bevölkerungsrückgang oder schwacher Wirtschaftsentwicklung kann die Nachfrage dagegen geringer sein.
Bodenbeschaffenheit und Topografie: Schwierige Bodenverhältnisse, steile Hanglagen, Gefahrenzonen, Fels, Altlasten, instabiler Baugrund oder Grundwasser können den Bau verteuern und dadurch den Landwert mindern.
Parzellierung und Zuschnitt: Auch Grösse und Form des Grundstücks beeinflussen den Wert. Entscheidend sind unter anderem die Ausnützungsziffer, die Überbauungsziffer, die zulässige Gebäudehöhe und der Grundstückszuschnitt. Ein ungünstig geschnittenes Grundstück bietet möglicherweise weniger Spielraum für die Bebauung.
Wie werden Grundstückspreise ermittelt?
Sowohl beim Grundstücksverkauf als auch beim Kauf ist die Wertermittlung ein zentraler, erster Schritt. Dafür kommen verschiedene Methoden infrage:
Vergleichswertmethode: Bei Baugrundstücken für Einfamilienhäuser kommt häufig die Vergleichswertmethode zum Einsatz. Dafür werden die tatsächlich erzielten Verkaufspreise von Grundstücken herangezogen, die hinsichtlich Lage und Eigenschaften möglichst vergleichbar sind.
Residualwertmethode: Bei Grundstücken für Mehrfamilienhäuser und Renditeprojekte wird häufig mit der Residualwertmethode gearbeitet. Ausgangspunkt ist der erwartete Wert der fertig erstellten Liegenschaft. Davon werden die voraussichtlichen Bau- und Erschliessungskosten sowie die Gewinnmarge der Investor/-innen abgezogen. Der verbleibende Betrag entspricht dem maximal vertretbaren Bodenpreis für das Projekt.
Der Grundstückspreis ist dagegen der tatsächliche Betrag, der beim Kauf einer Parzelle gezahlt wird. Er kann vom ermittelten Grundstückswert abweichen, da er zusätzlich durch Angebot und Nachfrage, Verhandlungsergebnisse und individuelle Eigenschaften des Grundstücks beeinflusst wird. Auch Faktoren wie Sonderausstattungen und geplante Bebauung wirken sich auf den Preis aus, der letztlich erzielt wird.
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Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein 400 m² grosses Grundstück in der Schweiz?
Der Preis für eine 400 m² grosse Bauparzelle hängt unter anderem von Kanton, Gemeinde, Zone, Ausnützung und Erschliessungsgrad ab. Bei einem angenommenen Preis von 750 CHF/m² würde das Grundstück 300'000 CHF kosten. In gefragten Stadt- und Seegemeinden können 400 m² Bauland allerdings mehrere Millionen Franken kosten, während der Preis in ländlichen Regionen deutlich tiefer liegen kann.
Wie kann ich den Wert meines Grundstücks berechnen?
Für eine erste Einschätzung können Sie Preise vergleichbarer Grundstücke heranziehen. Bei Bauland für Einfamilienhäuser ist die Vergleichswertmethode besonders wichtig, bei Mehrfamilienhäusern und Renditeobjekten kommt regelmässig die Residualwertmethode zur Anwendung. Online-Bewertungstools und aktuelle Inserate können zusätzliche Anhaltspunkte liefern. Für eine belastbare Einschätzung des Marktwerts empfiehlt sich eine professionelle Immobilienschätzung.
Werden die Grundstückspreise wieder sinken?
Derzeit gibt es keine Prognosen für sinkende Baulandpreise in der Schweiz. Das begrenzte Angebot, die Hortung von Bauland und die weiterhin hohe Nachfrage sorgen dafür, dass die Bodenpreise auf einem hohen Niveau bleiben.
Wann steigt der Wert eines Grundstücks?
Der Wert kann steigen, wenn eine Lage attraktiver wird, etwa durch eine bessere ÖV-Anbindung, neue Schulen oder Einkaufsmöglichkeiten oder eine höhere Nachfrage. Auch eine Aufzonung oder eine andere Anpassung des Nutzungsplans kann den Wert erhöhen, wenn dadurch eine höhere Ausnützung oder zusätzliche Nutzung möglich wird.
Was mindert den Wert einer Parzelle?
Wertmindernd können unter anderem Lärm, Naturgefahren, Altlasten, schwierige Baugrundverhältnisse, ungünstige Besonnung oder Einschränkungen der Bebaubarkeit wirken. Auch Gewässerschutzbereiche, Wald- und Gewässerabstände, Denkmalschutz, Ortsbildschutz, Baulinien, Planungszonen oder Gestaltungspläne können die Nutzung einschränken.
Können Grundstücke an Wert verlieren?
Ja. Gründe können beispielsweise eine sinkende Nachfrage, eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung der Region, steigende Erschliessungskosten oder Einschränkungen der Bebaubarkeit sein. Auch Änderungen des Zonenplans, neue Planungszonen, Umweltbelastungen, Naturgefahren oder eine verschlechterte Verkehrs- und Versorgungslage können den Wert beeinträchtigen.
Wie berechnet man den Grundstückswert ohne Gutachten?
Am einfachsten lässt sich der Grundstückswert über vergleichbare Parzellen in ähnlicher Lage einschätzen. Dabei können erzielte Verkaufspreise, kantonale Handänderungsstatistiken und aktuelle Inserate als Orientierung dienen. Für eine verlässliche Bewertung ist jedoch eine professionelle Grundstücksbewertung sinnvoll.