Wie finden Sie geeignete Immobilienmakler:innen?
Wenn Sie Ihr Haus oder Ihr Stockwerkeigentum zu einem angemessenen Preis verkaufen wollen, führt oft kein Weg an professionellen Immobilienmakler/-innen vorbei. Achten Sie bei der Maklersuche jedoch darauf, dass Sie sich für seriöse Partner/-innen entscheiden, die auf Anliegen wie Ihres spezialisiert sind. Wir erklären Ihnen, wie Sie den oder die richtige Immobilienmakler/-in finden, stellen die Dienstleistung vor und zeigen grundsätzliche Vor- und Nachteile von Makler/-innen auf.
Was zeichnet gute Immobilienmakler/-innen aus?
In der Schweiz gibt es mehr als 4’000 Makler/-innen. Allerdings handelt es sich nicht bei allen um seriöse und kundenorientierte Dienstleister/-innen. Stellen Sie deshalb bereits bei der Auswahl des Maklerbüros einige kritische Fragen. So können Sie frühzeitig erkennen, ob Sie bei Ihrer Suche an ein verlässliches Unternehmen geraten sind. Die folgende Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung auf Ihren Maklertermin, Qualität zu erkennen und gute Makler/-innen zu finden:
Ist der Makler oder die Maklerin Mitglied in einem Maklerverband, wie z. B. dem Schweizerischen Verband der Immobilienwirtschaft (SVIT)?
Hat der Makler oder die Maklerin einen Abschluss als Immobilienvermarkter/-in, Immobilienbewirtschafter/-in oder Immobilienbewerter/-in mit eidgenössischem Fachausweis bzw. besitzt er oder sie eine vergleichbare Qualifikation?
Besitzt er oder sie fundiertes Wissen über den regionalen Immobilienmarkt einschliesslich der Preise und der aktuellen Preisentwicklungen?
Kann das Maklerbüro Ihnen eine Auswahl von Referenzen bereits vermittelter Objekte präsentieren?
Weist der oder die Makler/-in auf mögliche Risiken hin und nimmt sich ausreichend Zeit für eine Beratung?
Liegt die erhobene Maklercourtage in einem für die entsprechende Region und den Kanton üblichen Bereich?
Verfügt der oder die Makler/-in über eine Versicherung, die bei einer falschen Beratung für entstandene Schäden haftet, wie eine Haftpflicht- oder eine Vermögensschadenversicherung?
Gibt es Empfehlungen und positive Erfahrungsberichte auf Bewertungsplattformen?
Vermittelt das Maklerbüro einen seriösen Eindruck und verfügt über eine professionelle Internetpräsenz?
In der Schweiz ist die Berufbezeichnung „Immobilienmakler/-in“ nicht geschützt. Grundsätzlich darf sich also jede Person, auch ohne entsprechende Ausbildung, als Immobilienmakler/-in bezeichnen. Achten Sie daher darauf, dass der oder die von Ihnen gewählte Makler/-in einschlägige Erfahrungen in den Bereichen Verkauf oder Immobilien vorweisen kann.
Welche Vor- und Nachteile haben Immobilienmakler/-innen?
Lohnt es sich, in Ihrem Fall eine/n Makler/-in zu beauftragen? Meistens ja, denn Sie können Ihr Objekt häufig schneller und gewinnbringender veräussern. Folgende Vor- und Nachteile sollten Sie allerdings in Ihre Entscheidung, eine/n Makler/-in zu suchen, mit einbeziehen:
Ein Immobilienverkauf ist für Laien oft ein herausfordernder Prozess, der viel Fachwissen erfordert. Ein geringerer Aufwand und eine umfassende Beratung sind für viele Verkäufer/-innen wichtige Argumente dafür, ein Maklerbüro zu beauftragen. Genau darin liegt ein Schwerpunkt der Arbeit guter Makler/-innen: Sie sind Problemlöser. Ihre Aufgabe ist es, nicht nur professionell vom Maklervertrag bis zum Kaufvertrag zu führen, sondern auch proaktiv zu handeln und potenzielle Hürden frühzeitig zu klären.
Wie finde ich den richtigen Makler oder die richtige Maklerin?
Achten Sie bei der Maklersuche darauf, dass nicht alle auf die gleiche Art von Aufträgen spezialisiert sind. Immobilienmakler/-innen setzen sich oft bestimmte Schwerpunkte in ihrer Arbeit. Möchten Sie Ihr altes Einfamilienhaus verkaufen, ist es nicht empfehlenswert, sich für eine Firma zu entscheiden, die ausschliesslich Luxusobjekte vermittelt. Wenn Sie vorhaben, eine Gaststätte abzutreten, ist ein/e Gewerbemakler/-in dafür am besten geeignet. Für den Verkauf im Stockwerkeigentum sind Sie bei darauf spezialisierten Makler/-innen richtig.
Ausserdem sollten Sie darauf achten, ob die Person schweizweit arbeitet oder nur für eine bestimmte Region bzw. einen Kanton zuständig ist. Für grosse Franchise-Unternehmen spielt es in der Regel eine geringere Rolle, in welchem Ort sich die Liegenschaft befindet. Mittelständische und familiengeführte Unternehmen sind hingegen häufig lokal stark vernetzt.
Tipps, um gute Makler/-innen zu finden:
Suchen Sie nach Expert/-innen für Ihre Objektart.
Vergleichen Sie mehrere Offerten miteinander.
Erkundigen Sie sich nach Empfehlungen.
Schauen Sie sich von dem/der Makler/-in erstellte Exposés an.
Fragen Sie im Kennenlerngespräch nach dem Verkaufskonzept oder Marketingplan.
Lassen Sie sich den empfohlenen Angebotspreis für Ihre Immobilie erklären.
Neben Empfehlungen von Freund/-innen und Bekannten hilft vor allem das Internet, wenn Sie passende Immobilienmakler/-innen suchen. Achten Sie dabei zum Beispiel auf einen seriösen Internetauftritt und Rezensionen von ehemaligen Kund/-innen. Wenn Sie professionelle Unterstützung bei der Maklersuche haben wollen, übernehmen wir die Vermittlung für Sie. Füllen Sie dazu einfach unseren Fragebogen aus und teilen uns Ihre Anforderungen mit. Im Anschluss erhalten Sie bis zu drei Offerten von Immobilienmakler/-innen aus Ihrer Region.
Woran erkenne ich unseriöse Makler/-innen?
Beim Immobilienverkauf herrscht oft die Sorge, den falschen Menschen zu vertrauen. Gerade im Berufsfeld der Immobilienmakler/-innen tümmeln sich einige „schwarze Schafe“ – schliesslich steht die Berufsbezeichnung jedem offen. Wie es um die Seriosität bestellt ist, erfahren Sie am besten, indem Sie mehrere Angebote vergleichen und den Makler/-innen im Erstgespräch auf den Zahn fühlen:
Wird offen und ehrlich kommuniziert oder haben Sie ein schlechtes Bauchgefühl?
Gibt es eine realistische Preiseinschätzung oder übertrieben hohe Versprechen?
Kann die Preiseinschätzung erklärt werden oder beruht sie nicht auf fundiertem Wissen?
Wird nach einem Konzept gearbeitet oder gibt es keinen bewährten Marketingplan?
Können Ihnen die Makler/-innen anhand von Beispieldokumentationen zeigen, dass sie ihr Handwerk beherrschen?
Wird Ihrem Verkaufsanliegen mit Respekt begegnet und werden alle Fragen ausführlich beantwortet?
Welche Leistungen bieten Makler/-innen an?
realistische Prüfung des aktuellen Verkehrswerts des Objekts
Produktion professioneller Fotos der Immobilie und Ausarbeitung einer hochwertigen Verkaufsdokumentation
Erstellung eines GEAK-Berichts, falls gewünscht oder kantonal vorgeschrieben
Anzeigenerstellung auf Internetplattformen und in Tageszeitungen
Durchführung von Besichtigungsterminen
Verkauf an Personen aus firmeninterner Interessentenliste
Bonitätsprüfung der Kaufinteressent/-innen
Auch wenn ein Maklervertrag in der Schweiz rechtlich an keine besondere Form gebunden ist, sollten Sie die Höhe der Courtage sowie die vereinbarten Tätigkeiten des Maklers oder der Maklerin dennoch schriftlich festhalten. So sind Sie bei Unklarheiten oder möglichen Streitfällen besser abgesichert. Beachten Sie zudem mögliche kantonale Besonderheiten, insbesondere bei gewerblichen Vorschriften.
Wie viel Provision ist angemessen?
Die Provision (auch Maklercourtage) bezeichnet die Vergütung, die Immobilienmakler/-innen für die Vermittlung oder den Verkauf einer Liegenschaft erhalten. Im Schweizerischen Obligationenrecht (OR, Art. 412 ff.) ist der Maklervertrag, dort als „Mäklervertrag“ bezeichnet, geregelt. Demnach besteht bei erfolgreicher Vermittlung grundsätzlich ein Anspruch auf Vergütung. Die genaue Höhe der Courtage ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt, sondern Verhandlungssache.
Beim Verkauf einer Immobilie liegt die Courtage in der Schweiz häufig zwischen 2 und 3 Prozent des Kaufpreises. Bei besonders aufwendigen Vermittlungen oder schwer vermittelbaren Objekten kann sie auch höher ausfallen. Hinzu kommt in der Regel die gesetzliche Mehrwertsteuer von aktuell 8,1 Prozent.
Die Höhe der Courtage kann je nach Region, Objektart und Umfang der Maklerleistung variieren. Sie ist vor allem eine Frage des Vertrags und der Marktüblichkeit. Ein Vergleich verschiedener Angebote ist daher empfehlenswert.
In der Schweiz gilt im Immobilienverkauf üblicherweise der Grundsatz, dass diejenige Partei die Courtage bezahlt, welche den Makler oder die Maklerin beauftragt hat – meist ist das die Verkäuferschaft. Bei der Vermittlung von Mietobjekten trägt ebenfalls meist die auftraggebende Partei die Kosten, was in der Praxis oft die Vermieterschaft ist.
Unterschiede in der Maklerprovision
Es ist auch möglich, die Maklercourtage zwischen Käufer- und Verkäuferseite aufzuteilen. Voraussetzung dafür ist eine klare Vereinbarung zwischen den Parteien, beispielsweise im Kaufvertrag.
Bei einem Immobilienverkauf kann die Maklerprovision zudem in vielen Kantonen bei der Grundstückgewinnsteuer als Verkaufsnebenkosten abgezogen werden. Die genaue Abzugsfähigkeit und die anerkannten Höchstwerte unterscheiden sich je nach Region. Dabei prüfen viele Kantone jedoch genau, ob das Honorar angemessen und ortsüblich ist. Bei Standardobjekten werden Provisionen im Bereich von etwa 2 bis 3 Prozent des Verkaufspreises als abzugsfähige Verkaufsnebenkosten akzeptiert, in Einzelfällen wurde aber auch ein Satz von 3,4 Prozent als ortsüblich anerkannt. Höhere Sätze können steuerlich gekürzt werden, sofern kein besonderer Vermarktungsaufwand nachgewiesen wird. Die Beurteilung dazu erfolgt im Einzelfall.
Wir von Aroundhome unterstützen Sie dabei, Ihre Hausprojekte erfolgreich und stressfrei umzusetzen – durch individuelle Beratung und die Vermittlung passender Fachfirmen. Unser Service ist für Sie komplett kostenfrei und unverbindlich, wir finanzieren uns über die Zusammenarbeit mit den Fachfirmen.
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Häufig gestellte Fragen
Was macht ein/e Immobilienmakler/-in?
Immobilienmakler/-innen unterstützen Sie bei dem Verkauf oder der Vermietung Ihrer Liegenschaft. Kommt es zu einem Kauf- oder Mietvertrag, erhält der oder die Makler/-in eine Courtage, die sich in der Regel nach dem Verkaufs- oder Mietpreis richtet.
Wie finde ich seriöse Makler/-innen?
Vergleichen Sie am besten mehrere Offerten miteinander. Fragen Sie gezielt nach der Verkaufsstrategie und dem Erfahrungsschatz der Makler/-innen und hören Sie auch auf Ihr Bauchgefühl beim Erstgespräch. Vermittlungsportale treffen oft bereits eine Erstauswahl für Sie und erleichtern die Maklersuche.
Warum sollte ich eine/n Makler/-in beauftragen?
Eine/n Makler/-in zu beauftragen, kann den Immobilienverkauf deutlich erleichtern. Durch professionelles Marketing wird das Objekt besser sichtbar, während Eigentümer/-innen Zeit und Aufwand sparen. Makler/-innen unterstützen bei der Preisfindung, verfügen über gute Marktkenntnisse und das passende Netzwerk. Ausserdem übernehmen sie die Kommunikation sowie Verhandlungen mit Interessent/-innen. Dadurch kann der Verkaufsprozess effizienter ablaufen.